Samstag, 15. Juni 2019

runter vom Dachboden

Gestern habe ich meine ewig auf dem Dachboden verstauten Quilts ausgepackt und einen aufgehängt (angenagelt):


Dieser Weißwäschequilt ist mir nach der ersten Wäsche so ausgeblutet, daß ich ihn nicht mehr sehen wollte. Jetzt hängt er hier und ich bin mir unsicher, ob es paßt. Meine Jüngste sagte dazu: "Er nimmt der Küche das Moderne, er macht sie altbacken."

Hm, kann sein, daß sie Recht hat.

Vielleicht wäre ein kleiner Quilt wirklich besser? Darüber muß ich noch nachdenken.


                          die liebe Nana

Freitag, 14. Juni 2019

neue Wohnung

Gestern bin ich richtig weit gekommen und endlich habe ich mir meine Nähecke wenigstens möbeltechnisch eingerichtet.

Ich teile mir meine Nähecke mit meinem Wohnzimmer. Eigentlich ist es "mein" Zimmer.



Mit ein bisschen Krimskrams wirkt´s gleich realistischer, oder?



Hier ist der Wohnzimmerteil.


Mein Zimmer wird einfach wundervoll werden!!!!

Ein paar weitere Stellen sind auch fertig, so steht mein Schuhschrank zzgl. Quilt darüber.


Leider, leider habe ich nirgends in meiner Wohnung Licht von der Seite, so werden meine Quilts nie wirklich in all ihrer Quiltpracht erstrahlen, aber man kann nicht alles haben.

Wußtet Ihr, daß ich - seit meinem letzten Applikationsquilt - meine Quilts nicht mehr traditionell hänge mit Tunnel und Leiste? Ich nagele sie an! Jawoll, mit kleinen Nägeln an den Ecken und wunderbar gerade gezogen, finde ich diese Befestigungsmethode absolut megatoll.


Hier die Garderobe.



Heute fragte mich eine Nachbarin, ob ich denn die Decken, die ich gerade nach der Wäsche aufgehangen hatte, selbst gemacht hätte.

"Ja", wollte ich gerne sagen, "das ist meine Arbeit, ich bin Quiltkünstlerin", aber ich habe es nicht. Ich weiß einfach, daß diese Zeit vorbei ist. Ich werde aber im Privaten weiterhin kunsthandwerklich oder künstlerisch unterwegs sein, das weiß ich, es geht nicht ohne. Aber mein Fokus ist neu justiert, muß ja!

So wird mir mein Nana-Quilt, den ich als Firmenschild anfertigte, stets ein schönes Erinnerungsstück sein.


Nein, nicht denken, daß ich wehmütig bin, es beginnt eine neue Zeit, die ganz bestimmt sehr spannend werden wird.


                           die liebe Nana

Donnerstag, 13. Juni 2019

eine liebe Mami

Gestern am Deich:

Wie ich so mit Imo bei den Schafen bin (nur in Brokdorf ist der wasserseitige Weg ohne Schafe, überall sonst laufen sie bis zum Wasser hin) und durch sie hindurch laufe, sehe ich, wir ein sehr großes Lamm noch an der Mami nuckeln darf.

Die meisten Lämmer möchten gerne noch saugen, rennen zu Mutters Euter, hauen ihr mit ihren Schädeln gegen den Euter und sobald die Milch fließt, wedeln sie mit ihren Schwänzen.

Ab einem gewissen Alter aber mögen es die Schafmuttis nicht mehr so gerne und gehen einfach weiter. Ihr solltet die verduzten Gesichter der Lämmer sehen, hahaha.

Aber dieses Lamm durfte noch seine Portion abholen. Denkt aber nicht, daß sie aufgestanden ist, nein, Muddern blieb stur liegen.



                            die liebe Nana

Dienstag, 11. Juni 2019

canis lupus

Heute wurde ich mal wieder nachts wach.

Ich weiß, das kennen viele von Euch auch und manchmal sogar meine jugendlichen Töchter.

Das beunruhigende ist jedoch, daß es meist um drei Uhr herum ist, also entweder glatt 3 Uhr oder 3:20 oder manchmal auch 4 Uhr.

Heute bin ich aufgestanden, nachdem ich mich eine halbe Stunde lang hin und her gewälzt habe, noch bevor meine Gedanken trüb wurden. Die Vögel standen auch gerade auf und ich entschied zu duschen. Das war tatsächlich die Zeit der blauen Stunde am Morgen und ich war nicht die Einzige, die bereits wach war.

Ich finde die blaue Stunde toll, vor allem die am Abend, und jetzt kenne ich noch eine weitere "Stunde" und zwar die

                                              Stunde des Wolfes!

Der Wolf, canis lupus auf Latein. Ihm gewidmet ist die Zeit zwischen drei und fünf Uhr. Es ist die Zeit, wo viele das erste mal richtig wach werden, wenn sie so ca. 23 Uhr ins Bett gehen. Denn nach ca. vier Stunden, so habe ich gelesen, ist unser Körper auf einem echten Tiefpunkt, z.B. bei der Körpertemperatur.

Wir wachen nachts oft auf, aber meist so leicht und kurz, daß wir es nicht merken (ich merke jedes Aufwachen, so fühlt es sich für mich immer an!) und am nächsten Morgen vergessen haben. Aber die Stunde des Wolfes ist anders, deutlicher.

Sie ist aber nicht schlimm, niemand muß sich Sorgen machen, außer man ist Fahrer oder muß zu dieser Zeit arbeiten, dann sollte man in dieser Zeit besonders gut aufpassen.

Also gut, ab jetzt weiß ich, daß es diese Zeit ist und sicherlich hat die Natur es gut so eingerichtet, wach zu werden, wenn die Nachtjäger unterwegs sind. Es ist doch irgendwie auch gut zu wissen, daß wir noch viel dieser Ur-Natur in uns haben.



                         die liebe Nana

Montag, 10. Juni 2019

Deiche

Endlich finde ich Zeit bzw. meinen Laptop, um mal wieder einen Post hier zu schreiben.

Ich sage Euch, es ist grauenvoll, das Umziehen!

Nichts ist an seinem gewünschten Ort, alles ist Behelf und ein Durcheinander herrscht hier... und wir haben nicht mal alles in den neuen Wohnungen. Boah, krass!

Täglich packe ich stundenlang aus, aber die Küche ist bereits zu 95% fertig, ein Lichtblick. Und meine Runden mit Imo mache ich auch und ich will Euch was von meinem neuen Heim bzw. Umgebung zeigen.

Hier in Glückstadt gibt es zwei Deiche, der eine ist der Elbdeich, der andere der denkmalgeschützte Festungsdeich.

Glückstadt ist nämlich keine gewachsene Stadt, sondern eine vom Reißbrett. Es war eine militärische Stadt und immernoch findet man die entsprechenden Worte und Begriffe in ganz Glückstadt.

So wohne ich "Am Kommandantengraben" und dieser führt entlang des Festungsdeiches, der übrigens tatsächlich denkmalgeschützt ist und somit nicht bebau- oder veränderbar ist.

Hier zu sehen der Festungsdeich, auf diesen schaue ich vom Küchenfenster aus:

mit Häschen

aus der Ferne gesehen

Hier stehe ich darauf und man sieht deutlich die Richtungen, in die er gebaut wurde:


Daneben ein Graben, der mit den Teichen oder Seen oder Weihern (nennt man ja überall anders) verbunden ist, die weiter drin im Ortskern sind.


Morgens gehe ich (unser Wohnblock hat direkten Zugang zum Festungsdeich) zum Elbdeich über diesen Festungsdeich und von dort schaut man direkt auf die sog. Rhinplatte.

vorne Elbdeich, Elbe, hinten das Land ist die Rhinplatte, eine lange "Insel" Glückstadt vorgelagert

Nach links geschaut und gegangen kommt man direkt zum Hafen, davon ein anderes mal.

Nach rechts führt einen der Weg direkt zur Fähre Glückstadt/Wischhafen, die eizige Fähre über die Elbe im Norden.


An manchen Tagen staut sich der Verkehr vor der Fähre und dann heißt es stundenlang warten. Wer gerne übersetzen möchte, sollte entweder früh morgens oder später abends fahren, dann ist man meist ratzfatz dran.

In diese Richtung geschaut, schaut man flußabwärts Richtung Brokdorf, welches 12 km entfernt ist.


Die Fotos sind langweilig, ich weiß. So viele Eindrücke für mich, ich möchte sie am liebsten alle sofort festhalten und mit Euch teilen.

Eines ist aber jetzt schon klar: wir lieben unsere neue Wohnung!

Bis zum nächsten mal, bleibt dran!


                           die liebe Nana

Dienstag, 4. Juni 2019

Dienstag - eine Korrektur

Von Beate wurde ich die Tage darauf aufmerksam gemacht, daß das Wappen/Zeichen an diesem Haus...


... nicht der Aeskulapstab ist, sondern der Hermesstab! Der Hermesstab wird auch Heroldstab oder Merkustab genannt und hat in der Vergangenheit unterschiedliche Bedeutungen gehabt bzw. wurde unterschiedlich benutzt. Wer mehr wissen möchte, kann hier nachlesen: klick.

Danke, Beate, umso interessanter, was wohl früher hier im Haus war... die Polizei? Eine Reederei? Kriege ich irgendwann heraus, da bin ich mir ganz sicher.

Schaut mal, was ich vorgestern bei einem Spaziergang fand:


Unter den "Segel" seht Ihr eine Art Stern oder Blume. Das ist der Grundriss Glückstadts, der alte. Aber auch hiervon erzähle ich eines Tages mehr. Es gibt so viel zu zeigen von dieser Kleinstadt, ich freue mich darauf, diesen Ort zu entdecken - gemeinsam mit Euch.

Gestern am Deich, wunderbar, wir das Gewitter langsam über die Elbe kommt.


Die nächsten zwei bis drei Tage ziehen wir um, es wird ruhig hier auf meinem Blog. Nicht wundern, sondern mir Kraft und Ausdauer wünschen.


                             die liebe Nana

Montag, 3. Juni 2019

Stickbild

Ein bisschen habe ich schon was zu zeigen, aber es ist wie beim Umzug: es gibt noch viel zu tun.


                            die liebe Nana

Sonntag, 2. Juni 2019

tschüß Vereinshaus

Gestern haben wir uns zum Sommerfest im Café Fingerhut getroffen und sind dann alle gemeinsam in die Sommerpause gegangen.

Früh morgens habe ich erstmal den Tomatensalat gemacht für...


... unser...


... leckeres Buffet.


Drei Grills funktionieren nie, das hatten wir schon letztes Jahr bemerkt, es ist nicht genug Saft da.


Er bekam im übrigen auch seinen Teil ab.


Nebst bester Schlemmerei haben die Damen auch wieder fleißig an Taschen genäht, guckt:

Eine Hamburg-Tasche, die wohl um die halbe Welt reisen wird.


Schaut Euch mal diese Tasche der Oma an, ist die gigantisch in Ausmaßen? Ganz stark, finde ich.


Mehrere kleine Täschchen...


... bald ist auch dies eine große Tasche...


... diese Tasche wurde nun auch endlich fertig ;) ...


... eine Bully-Tasche...


... viele Taschen wurden geschlossen mit der unsichtbaren Naht...


... und zwei Bestecktaschen für Glückstadt wurden auch fertig.


Desweiteren wurde appliziert...


... gestrickt, gelieselt und Reste verwertet...


... Blöcke genäht...


... Tiere gestopft...


... Hexas zusammen genäht...


... ein Kreuzstichkissen beendet...


... und auch ich habe ein bisschen was gestickt.


Eine Ära geht zu Ende, wir verabschieden uns vom Vereinshaus in Brokdorf, schauen aber nicht wehmütig zurück, sondern erfreut nach vorne, denn sobald unsere Sommerpause beendet ist, treffen wir uns alle wieder in Glückstadt und werden uns viel zu erzählen haben.

Ich freue mich darauf und hoffe, daß alle gesund mit mir in die neue Café Fingerhut Vol. 2 starten werden.

Auf nach Glückstadt und bis dahin, eine schöne Café-Sommerpause! Bleibt wohl behalten.


                            die liebe Nana

Samstag, 1. Juni 2019

Sommerfest Café Fingerhut

Heute öffnet mein Café Fingerhut zum letzten mal in Brokdorf und dieses feiern wir mit einem kleinen Sommer-Grill-Fest.

Ich wette, es gibt ein mega gutes Buffet und da jede ihr Grillgut mitbringt, bekommt auch jede das, was sie am liebsten ißt.

Tja, und wie das so ist, stimmt irgendwas nicht mit unserem Netz, wahrscheinlich haben wir kein Datenvolumen mehr und ich bekomme das Foto mit Imo nicht hochgeladen. Schade.

Bis dann,

                           die liebe Nana

Freitag, 31. Mai 2019

Fleth

Wenn ich mit Imo von meiner neuen Wohnung aus Gassi gehe, gehe ich meist in Richtung Fleth.

Was ist ein Fleth?
Ein Fleth (oder auch Fleet) ist ein natürlicher oder ausgegrabener Kanal oder Seitenarm eines Flusses.

In Glückstadt sieht das Fleth so aus:


Links und rechts davon fließt der Verkehr in Einbahnstraßen.

Ich mag das Fleth gerne und Imo auch.


Wie ich soeben recherchierte, stieß ich auf die Aussage, daß das Fleth saniert werden müsse und daß das Holz schon arg gelitten habe, so auch die Brücken...


... hier und da, die alle paar hundert Meter darüber hinweg führen.

Am Fleth entlang wachsen hohe Bäume, abends leuchten sie, weil ihr Stamm mit Lichterketten umwickelt ist, das sieht sooo schön aus.

An manchen Stellen sind Buchten mit Baumbänken, schade nur, daß sie nicht sonderlich gepflegt aussehen.


Außerdem beklagt man die nicht vorhandene Barrierefreiheit, da die Bordsteinkanten zu hoch sind.

Am Markltplatz...

diesen stelle ich Euch später einmal vor

... gegenüber gehen Treppenstufen am Fleth zum Wasser runter. Hier sitzen bei gutem Wetter oft die Leute und chillen.


Merkwürdiger Wuchs, komisch, daß alle beiden Pflanzen zu beiden Seiten genau identisch zum Wasser hin wachsen.

wunderbarer Duft umgibt sie

Entlang des Fleths allerlei Altes oder gar Historisches, denn Glückstadt wurde 1617 vom dänischen König Christian IV. gegründet, heute ist es eine Kleinstadt, die einige Touristen anlockt.

Das Brockdorff-Palais, der Name stammt von der Familie Brockdorff, denen das Haus jahrzehntelang als Stadthaus diente. Heute beherbergt es ein Museum.




Diese Bäckerei ist uralt und an drei Tagen geöffnet. Es wird dort immernoch Brot gebacken, toll, oder?


Das Haus hat einen extrem spitzen Winkel, gerne wüßte ich, wie die Zimmer "im Eck" von innen sind.


Auch älter:


Nicht jedem alten Haus sieht man sein Alter an:


Hier Eines mit einer wunderbaren Tür:



Schief stehende Häuser sind in Glückstadt gang und gebe, überhaupt im Norden. Auch mein Wohnhaus steht leicht schief.


Zwischen den Häusern oft Lücken, da möchte ich nicht wissen, wie sich hier Nässe staut und im Mauerwerk ist.


Reste einer tollen Fassade:


Oder hier, ein altes Haus, heute sind Praxen und ein Optiker drin.


Guckt mal (klick auf´s Foto):

Spar- und Leihkasse

Aber irgendwann einmal waren dort Imker drin. Ob es eine Imker-Gilde oder Imker-Zunft früher gab oder gibt?


Oder dieses hier, o wie schön muß es innen sein. Bestimmt hat es wunderbare Räume und echten Stuck, knarzende Treppen und Holzdielen als Fußboden.


Ich vermute, hier lebte einst eine Arztfamilie und entweder war alles ihr Wohnhaus, oder aber der Arzt hatte unten seine Praxis und lebte oben.


In Glückstadt gibt es soooo viel zu sehen und zu entdecken!

Ich freue mich auf meine neue Stadt, eine Kleinstadt mit 11.000 Einwohnern und ich bin demnächst auch eine davon ;)


                           die liebe Nana

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