Donnerstag, 9. Juli 2020

diesmal grau

Meine rosa Bluse (sie zeige ich am Ende) gefiel mir so-la-la.

Zu groß.

Zu weit.

Zu lang.

Also alles nochmal von vorne. Diesmal in Double Gauze in hellgrau.


Schnitt eine Nummer kleiner kopiert, diesmal ohne Kellerfalte. Da ich meiner Kleinen auch ein Top nähen wollte, habe ich auch diesen Schnitt nochmal in einer Nummer kleiner kopiert.

Alle Teile beisammen und los ging´s.


Das einfache Top war relativ schnell fertig. Relativ deshalb, weil man ein Schrägband selbst herstellen muß. Sieht aber hübsch aus.


Doppel Gaze oder Double Gauze verzieht sich unfaßbar leicht und wenn man es vom Ballen abwickelt, erscheint es total schief. So auch mein Rückenteil mit angenähter Passe... ich traue definitiv meinem Augenmaß!!!

Mein Rückenteile war schief, so auch die Passe. Wie geht das denn?

So habe ich beide Teile nochmal zugeschnitten (wieder ein Meter futsch) und nochmal genäht.

Das war doch immernoch schepp, oder?


Spinn ich denn?

Auch die Passe war schief.

Ich entschied, es NICHT noch einmal zuzuschneiden, sondern per Augenmaß zu korrigieren. Die leicht schiefe Passe bleibt schief, Pech.


Ein bisschen habe ich noch genäht, aber dann machte ich Schluß. Zuviel Frust und Ärger, schon den ganzen Tag... gestern morgen Streit mit der Großen, die erste Bluse doof, die zweite schief, das Gesteck für die heutige Beisetzung ist auch nicht so wie verabredet, es fehlt eine Farbe (rot, ausgerechnet die Lieblingsfarbe meiner Mutter) und irgendwie war alles doof.

Jetzt liegt die Bluse mit gestecktem Beleg und wartet darauf, eventuell am Samstag angenäht zu werden, vorher wird das nämlich nix.


Hier nun das Foto der rosa Bluse. Das will ich nicht oben als erstes Foto haben, da die Bluse durchsichtig ist und man meine Unterwäsche sieht.


Naja, so schlecht ist sie nicht, aber nicht optimal.

Ich sage dann tschüß, für heute bin ich weg.

                 die liebe Nana

Mittwoch, 8. Juli 2020

letzter Rest von rosa

Gestern war ein wunderbarer Nähtag.

Bereits um 3 Uhr wurde ich wach und um 3:40 Uhr stand ich auf und machte Haushalt, duschte und bereitete einen Schnitt vor.


Zum Glück habe ich fast alles da, was das Schneiderherz begehrt, so eine Rolle Schnittmusterpapier.


Schnitte kopieren finde ich gut.


Zuschneiden ist okay, aber nicht auf dem Boden.


Weil ich diese Bluse erstmal testnähen will, habe ich mich für Double Gauze in rosa entschieden. Davon habe ich nur noch wenig im Bestand.


Und weil der allerletzte Rest von rosa groß genug war für was Kleines, habe ich meiner Großen ein simples Top zugeschnitten.


Zum Glück habe ich eine Overlock, dieser Stoff ist schrecklich fransig.


Tataaa, das Top!


Wißt Ihr, was ich an der Bekleidungsschneiderei ganz besonders liebe?

Wenn man gut vorarbeitet, liegen die Paßzeichen so schön auf- bzw. aneinander.


Meine Bluse ist zur Hälfte fertig.


Mein großes Chaos nach dem gestrigen Tag.


Heute mache ich die Bluse fertig. Es wird nochmal ein schöner Nähtag werden.

               die liebe Nana

Dienstag, 7. Juli 2020

06/52 - Hobbys

Bei Blogzimmer ist die neue Woche angebrochen und das Thema heißt "Hobbys".

Ich denke, wer mich kennt, kennt auch meine Hobbys.

So will ich nicht - wie eh sehr oft - über das Nähen reden, sondern über ein anderes Hobby von mir:

Klassische Musik und hier und heute über die Oper.

Mein Einstieg war "Das Phantom der Oper", ein Musical der ganz besonderen Art und ich liebe es bis heute.

Dann fand ich schnell heraus, daß mich Tschaikowsky mehr als nur begeisterte und so galt er für mich für eine lange Zeit als einzig wahrer Komponist.

Das hatte sich im Laufe der Zeit geändert und nach mehr als 25 Jahren kam ich dann auch zur Oper, ich hatte meinen neuen Lieblingskomponisten gefunden: Giaccomo Puccini.


Meine erste Oper erlebte ich in Hamburg, wie noch ein paar andere von Puccini (im übrigen kenne ich nur Puccini-Opern).

Bei "La Boheme" liefen mir die Tränen und je mehr Opern ich in Hamburg sah, desto schlimmer fand ich die Inszenierungen. Von "Madama Butterfly" war ich extrem enttäuscht und nicht mal die Musik sprach mich an.

Wie konnte das bloß sein?
Wie konnte es sein, daß ich eigentlich Puccinis Musik liebe, aber bei Madama Butterfly sozusagen aussteige? Eine tragische Oper, tragischer geht´s kaum.

In Hamburg war die Bühne damals schneeweiß mit einem Loch im Boden und einer weißen Wendeltreppe. Mehr nicht.

Aber dann, Jahre später, führte die MET in New York "Madama Butterfly" auf und es wurde live übertragen in einige Kinos in Deutschland und so kam es, daß ich nach Elmshorn fuhr, mir den besten Platz im Haus gönnte und dann ein Erlebnis hatte der ganz besonderen Art, das war letztes Jahr!

Das, was ich an diesem Abend sah, war zwar modern, aber so unfaßbar schön und künstlerisch wertvoll, daß es mich von den Socken haute.

Kurzer Abriß: Eine Japanerin lernt einen Amerikaner kennen, verliebt sich in ihn und sie heiraten. Er verläßt sie und sagt ihr, er müsse wieder los in seine Heimat, käme aber im nächsten Frühling wieder. Sie wartet und stellt fest, daß sie schwanger ist und bekommt einen Sohn. Sie wartet viele Frühlinge ab und wartet und wartet und gibt die Hoffnung nicht auf. Da kommt er nach Jahren zurück, mit seiner amerikanischen Frau an der Seite, und ihre Welt zerbricht. Sie will ihm ihren Sohn mitgeben, auf daß es ihm gut gehen wird und dann bringt sie sich um.


Nicht nur, daß die Musik schön ist und der Gesang, alles war wie verzaubernd.

Auf obigem Foto sehr Ihr blau beleuchtet Reispapierwände. Diese wurden hin und her geschoben von Menschen und bildeten immer neue Räumlichkeiten. Mal erschienen sie durchsichtig, mal konnte man Schatten erkennen. Ganz toll.
Desweiteren sieht man oben, daß links von Butterfly eine Puppe kniet und hinter dieser Puppe zwei in schwarz gekleidete Menschen. Das waren die Puppenspieler und es waren meist drei Personen!

Hier eine andere Szene, wo die Puppenspieler zu sehen sind.


Diese Puppenspieler hauchten diesem Puppenkind so viel Leben ein, es war unfaßbar. Dadurch wirkte alles so echt, obwohl kaum was an Bühnenkulisse vorhanden war, erschien aber die komplette Oper so voller gewaltiger Bilder, daß es mich immens berührte.


Diese Aufführung hat mich versöhnt mit "Madama Butterfly", Puccini ist und bleibt mein Superheld der Oper und wann auch immer ich kann, werde ich mir live-Aufführungen aus der Met gönnen, denn sie sind ein wahres Opern-Highlight.

             die liebe Nana

Montag, 6. Juli 2020

neun

Gestern war wieder mein "Skype-Café" geöffnet und wir waren neun, eigentlich zehn. Es ist fast wie real zusammen zu sein, ganz toll.

Ich habe gequiltet und so sieht der Läufer für meine Nichte mittlerweile aus:



                  die liebe Nana

Sonntag, 5. Juli 2020

exotisch

Viele schöne Dinge:

* Ab jetzt habe ich Urlaub, zwei Wochen!

* Ich habe die Goldmilch probiert gestern abend und fand sie sehr lecker.


* Ich bin zufällig auf der Tube zu einer Inderin gelangt und habe ihren Chai heute morgen nachgekocht. Der Link zu ihr ist dieser.

Da ich seit 4:15 Uhr wach bin, hatte ich genug Zeit und da niemand zuhause ist, konnte ich in der Küche werkeln.

Diverse Zutaten:

Gekocht in Wasser und Tee...


... Milch (heute mal mit Hafermilch, deshalb die etwas andere Farbe) und Süße dazu...


... und fertig waren zwei Tassen Chai.


Der Chai ist sehr lecker, sehr würzig, mit einem Hauch Schärfe, die noch lange im Mund bleibt.

Heute gehe ich zum anatolischen Schaubacken. Der türkische Verein macht im Garten der Moschee ein kleines "Fest" mit von Hausfrauen gemachten Kuchen und kleinen Speisen, mit Grill und Kebap und gekühltem, aus einem Hahn ständig laufendem Ayram... ich freue mich schon sehr darauf.

Ein Hoch auf die Kulturen und fremden Völker, auf das wir in Frieden weiterhin nur die besten Seiten voneinander kennenlernen.

                     die liebe Nana

Samstag, 4. Juli 2020

Goldmilch

Noch kurz vor der Arbeit habe ich mir eine Kurkumapaste gebruzzelt und Bestandteil war u.a. geriebener Ingwer.


Ingwer mag ich ja überhaupt nicht!

Alle Zutaten sind verrührt im Topf... das duftet sehr stark nach Indien.


Et voilà... die Paste ist fertig.


Heute Abend gebe ich einen Teil davon mit weiteren Zutaten in pflanzliche Milch und bin ich gespannt, wie das schmeckt.

Wie beschreibt die Autorin es in dem Buch?

Zitat: "Wenn Sie das jeden Abend trinken, bleiben Sie gesund und glücklich."

Na, auf ein langes, glückliches Leben!!!

                    die liebe Nana

Donnerstag, 2. Juli 2020

es geht weiter

Meine Große hat diese Woche ihren Führerschein bestanden und darf nun begleitend fahren, was sie auch sehr gut macht.


Und ich quilte an dem Läufer für meine Nichte.


Meine Mutter hätte zu meiner Großen gesagt: "Das machst du aber richtig gut!" und zu mir: "Das wird A-C sehr gut gefallen."

Das Leben geht weiter und meine Mutter hätte auch darauf bestanden. Als sie noch richtig fit war (was schon etwas länger her war), war sie regelmäßige Blogleserin bei mir und sagte immer: "Das erste was ich mache am Morgen zum ersten Kaffee ist Deinen Blog lesen."

Ich danke Euch für Eure Worte und Kondolenzgrüße zum letzten Post.

                    die liebe Nana

Dienstag, 30. Juni 2020

.

 
meine Mutter

23.04.1943 - 30.06.2020



Nana

Montag, 29. Juni 2020

05/52 - spielerisch

Auch diese Woche gibt es bei Blogzimmer ein interessantes Thema (ich gehe der Reihe nach) und das heißt: spielerisch

Ich spiele gerne Spiele. Ob Karten, Würfel oder Brettspiele, auch Wissensspiele mag ich sehr.

Aber spielerisch ist für mich etwas anderes, es hat nichts mit spielen zu tun, sondern mit Leichtigkeit, mit Freude, mit Glücksgefühl und dennoch auch mit Anstrengung und Konzentration, mit Beherrschung und intensivem bei-sich-sein.

Und es gibt zwei Dinge, die mir (meist) spielerisch gelingen/gelangen:

Ein Leichtes war für mich das Quilten! Ich sage bewußt war, denn das habe ich nun schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr richtig gemacht... aber man sagt ja, was man mal konnte, das verlernt man nicht mehr wirklich.


Quilten ist ein so wunderbares Kunsthandwerk und es erfüllte mich mit großer Zufriedenheit. Körperlich jedoch empfand ich es immer als sehr anstrengend, was die Freude darüber stets ein bisschen milderte.

Das andere, was ich nicht immer so spielerisch kann, mich aber dennoch mit wahrer Zufriedenheit erfüllt auf Grund der Leichtigkeit und dem bei-sich-sein, ist das Zeichnen.

Zeichnen kann man überall und es braucht so wenig. Es gibt keine Regeln, alles darf.

Freihand zeichnen mit meiner Lieblingsfeder und schwarzer Tusche, es gibt kaum was Schöneres.


Und soeben habe ich diese Skizze für das o.g. Thema gezeichnet, in nicht mal drei Minuten war es fertig.


Das ist für mich "spielerisch".

                die liebe Nana

Sonntag, 28. Juni 2020

am Tag als der Regen kam

Kennt Ihr noch das Lied?

Alexandra sang es, oder nicht? Sang sie nicht auch "Mein Freund der Baum"?

Gestern hörte ich schon von weitem Gegrummel und die dunklen Wolken verrieten Gutes: Regen!


So schnappte ich mir Imo und wir sind an den Deich. Zum Glück ist er ja direkt hinter dem Haus.


Ich sagte noch zu Imo: "Warscheinlich schafft der Regen es mal wieder nicht über die Elbe."

Das passiert leider oft. Entweder schafft es Regen nicht über den breiten Fluß, denn immerhin ist die Elbe hier 4 km breit!, oder aber der Regen schafft es nicht über die Stör.


Die Heimfahrer und Urlauber sind wieder unterwegs... Wartezeit und lange Schlangen vor der Fähre Glückstadt/Wischhafen.


Er genoß sichtlich die Brise und die im Wind anders gefühlte Temperatur.


Wir blieben ein ganzes Weilchen dort und ein paar Schitte von zuhause entfernt fielen dann die ersten Tropfen.

Dann kam mehr und es blitzte und donnerte länger als der Regen fiel.

Heute bin ich seit mind. 2:30 Uhr wach, es ist viel zu warm im Bett und während ich das schreibe habe ich alles aufgerissen und höre die Vögel den Tag begrüßen.

Ich begrüße ihn auch und wünsche uns allen einen wunderbaren Sonntag mit vielen schönen Momenten.


                die liebe Nana


Freitag, 26. Juni 2020

Ayurveda

Werbung:


Habe ich Euch eigentlich erzählt, daß ich großer Indien-Fan bin?
Davon vielleicht ein anderes mal mehr.

Die meisten unter Euch wissen aber, daß ich immer sehr interessiert bin an Essen, Ernährung und alles, was mit Gesundheit und auch Abnehmen zu tun hat.

Über Buchcontact erhielt ich dieses Leseexemplar des Narayana Verlag:


Da ich weder Yoga betreibe, noch im Detail weiß was Ayurveda ist, war ich mächtig interessiert an dem Buch und las und las und las...

.... Indien... seufz...


Die Autorin erklärt ziemlich leicht verständlich, was Ayurveda ist, woher es kommt etc. Sie erklärt alles wissenswerte über Dosha und steigt ein in die mir völlig unbekannte Welt von Geist und Körper und nur selten fühlte ich mich befremdlich beim Lesen.

Ganz im Gegenteil: je mehr ich las, desto mehr wollte ich verstehen und wissen.

Ich glaube, ich bin eher ein Kapha-Typ.


Die Gerichte, die Ketabi vorstellt, sind keine hoch exotischen Mahlzeiten, sondern auf die heutige Welt und Verfügbarkeit von Lebensmitteln geschrieben und das meiste hat man eh zuhause, vermute ich.

Wer sich mit der modernen Ernährung auseinandersetzt, findet in diesem Buch sehr vieles, was sowieso allgegenwärtig ist... low carb, vegetarisch, vegan... aber solch ein Frühstück würde man doch bei Ayurveda nicht vermuten, oder?


Oder dieses Gericht... mmmmhhhhhh.

Andere nennen es Buddha-Bowl, aber dahinter steckt natürlich der ayurvedische Gedanke bzw. die Zutaten variieren den Dosha entsprechend.


Diese Pizza MUSS ich probieren:


Auch bei Desserts macht das Buch nicht Halt.


Wunderbarer Abschluß: Getränke! Guckt Euch diese Goldmilch an.


Für dieses Buch bin ich echt dankbar, es bereichert und erweitert meinen Horizont ungemein. Ich werde es nochmal lesen und mich immer weiter versuchen zu entschlüsseln und vieles werde ich testen und probieren.

Somit lautet mein Fazit: Ein wunderbares Buch!!!!!

ISBN: 9 783962 571412


              die liebe Nana