Donnerstag, 23. Februar 2017

frisch gestylt

Guckt mal, hier bin ich auf dem Tisch beim Friseur. Sie ist ja ganz nett, aber ich hasse Friseurbesuche!



Warum ich überhaupt zum Friseur muß?

Ich verliere keine Haare, sie wachsen wie Eure! Damit ich adrett aussehe, muß ich gebadet werden, danach geschoren und dann noch ein bisschen getrimmt, also hier und da mit der Schere in Form gebracht werden.

Hier stand ich für Euch Pose.





Boah, bin ich ein hübscher Kerl!!!!


Nur wenige Pudel sehen so aus wie ich, die meisten haben rasierte Pfoten, rasierte Schnauzen, tragen eine Krone und sind oft sogar am Bauch rasiert. Ich bleib einheitlich kurz und habe immer eine dicke Schnauze, mindestens aber einen Bart.

Die Friseuse braucht 2 Stunden hierfür, da bin ich aber dann auch gebadet und gefönt.


Und nun sagt mir, wie findet Ihr mich besser?

So...


... oder so?



Mittwoch, 22. Februar 2017

neu

Meine neuste Applikation ist fertig geworden.

Die heilenden Herzen gehen heute auf den Weg zu einer lieben Bekannten, mögen sie ihr Zuversicht bringen auf Genesung und daß sie nicht alleine ist, zumindest in Gedanken.


Gestern kamen auch neue überbreite Stoffe an.


Heute wird ein vollgepackter Tag... Hundefriseur, Aqua-Power... bleibt dran!


Dienstag, 21. Februar 2017

Imo

Spielt jemand mit mir?


Du?


Entenspiel?

Ja wo fliegt sie denn?


(Alle Spielzeuge von Imo, egal wie sie aussehen, heißen Ente!)

Ich hab sie!!!!!


Ha!

Ich mach´ dich kalt.


Oder ich schnuffel mit dir... hm.


Ich werde jetzt gerade müde.


Ein anderes mal, ich mache jetzt ein bisschen die Augen zu.

Bis demnächst,

bin ich nicht süß?


Montag, 20. Februar 2017

die gerade 5

Gestern hatte ich einen wunderbar gammeligen Tag. Draußen war Nebel und ich hatte eine Menge Zeit, denn der Mann war auf der Arbeit, die eine Tochter unterwegs, die andere räumte ihr Zimmer auf und da überkam mich die Lust, den entdeckten Jersey (bei der Aufräumaktion gefunden) und die wiedergefundene Anleitung zu kombinieren und Klamotten zu nähen.

Gesagt, getan.

Stoff ausgelegt, Schnittmuster ebenso.


Falls Ihr das nicht wißt: Ich belegte nie einen Patchwork- oder Quiltkurs, aber vier oder fünf Bekleidungsnähkurse, denn so fing ja alles an.

Ich war mal ziemlich gut im Klamotten nähen, aber das ist auch schon wieder Jahre her und gehört zur Vergangenheit, aber einfache Sachen kann ich noch. Und einfach ist meine sog. Gammelhose, denn zuhause habe ich stets gemütliche und weite Kleidung an.

Also ran an die neue Jerseywohlfühlhose und - ohweh - Stoff ist um 5 cm nicht breit genug.

Ach was, egal. Manchmal muß man Fünfe auch gerade sein lassen.

Ich habe also alle Augen zugedrückt und gemogelt, mir nicht mal mehr die Mühe des akkuraten Zuschneidens gemacht, Augenmaß muß reichen. Jersey versäubere ich nicht , müßte dafür ja meine andere Nähmaschine rausholen... nee, laß mal.

Tataaaa, meine neue Hose. Der Stoff ist gut abgehangen, lagert hier schon seit Jahren.




Wenn ich mich so sehe... ich war mal 52 Kilo schlank!

Und dann bin ich hoch auf den Dachboden, Ihr wisst ja, auch dort haben wir aufgeräumt und aussortiert und da fanden sich sooo schöne Bekleidungsstoffe, u.a. auch ein Camouflage-Fleecestoff. Meine Güte, den kaufte ich mal, da war meine Kleine im Kindergarten und jetzt ist sie in der 6. Klasse. Also was tun damit, den Stoff braucht kein Mensch.

Nähe ich mir eben eine Hose daraus, für zuhause gut genug.

Tataaaa, Hose Nr. 2.


Trägt noch mehr auf und ist sogar ein paar cm zu kurz. Aber hey, für zuhause... da kann man gut mal Fünfe gerade sein lassen.

Herrlich, so ein Tag, wo man es nicht so genau nehmen muß.

Und weil ich noch ein bisschen Stoff übrig hatte, habe ich meiner Großen einen Kissenbezug genäht...


... und meiner Kleinen auch.


Und weil ich so ein kleines Inlet nicht habe, habe ich kurzerhand eines zusammengeschustert. Auch ohne Regeln und Maßband, hey, meine Kleine wird nix nachmessen und gestern war doch Tag der geraden Fünf!


Nach ein paar Stunden schöner sorglos-Näherei habe ich natürlich wieder brav alles auf- und weggeräumt, Texttilstaub entfernt und die Maschine wieder auf Quilten umgerüstet. Denn ab heute ist die Fünf wieder ungerade.


Sonntag, 19. Februar 2017

es bleibt rot/weiß

Gestern wurde der Hirschquilt übergeben und Julia schickte mir ein Foto vom Sohn auf dem Quilt... er gefällt ihm sehr gut und hat gleich seinen Freunden Fotos geschickt.

Da ich weiß, daß ich dieses Wochenende nicht den Quilt beginne, habe ich mich gestern noch ans Kissen rangemacht.

Dabei - zum Glück beim Kissen - fiel mir auf, daß ich unglaublich aufpassen muß, denn rote Fäden sind schnell mal überall und vor allem versteckt. Guckt mal, fast festgenäht!


Das ist echt Mist und wenn ich mal einen Faden am Quilt übersehe, schrecklicher Gedanke!

Den obigen Faden konnte ich nur mit der Pinzette noch entfernen.


Ein bisschen habe ich das Kissen gequiltet und so ungefähr könnt Ihr Euch das Muster nun vorstellen vom Quilt. Aber nicht so wie unten, aber fast.


Und dann erreichte mich die Bitte um ein "heilendes Herz" für eine Bekannte und natürlich komme ich dieser sofort nach. Ein rotes Herz (ganz nach gusto hergestellt) auf hellem Grund.

Natürlich werde ich es applizieren, bin doch jetzt im Applirausch!!!!


Hm...


Unterdessen wurde ich gefragt, wann´s denn endlich Fressen gibt?


Dann habe ich weitergemacht und habe in etwa die Hälfte fertig. Es bleibt noch hm... rechts sieht´s aus wie ein Geist im Herz. Ich glaube, ich habe die Vorlage falsch verstanden.



Samstag, 18. Februar 2017

Top ist fertig

Gestern habe ich irgendwie den ganzen Nachmittag mit dem zu nähenden Top verbracht.

Hier an meinem Nähplatz mein Spickzettel, damit ich bloß nicht falsch zusammennähe.


Ich mußte viiiieeeeel bügeln.


Das Top ist zusammengenäht, guckt.



Merkwürdigerweise hatte ich 14 Blöcke und keine 13, wie gewünscht. So nähte ich noch das Vorderteil eines Kissens zusammen und das wird Julia als Überraschung im Paket finden. Kann sie entweder selbst behalten oder auch ihrem Sohn geben.


Die verwendeten Stoffe habe ich von hier und die Rückseite, ein kuscheliger, roter Flanell, ist ebenfalls aus meinem Shop.


9 m Binding sind auch schon zusammengenäht, gebügelt und aufgerollt.

Eigentlich wollte ich noch beim FSNI mitmachen, aber danach stand mir gestern gegen 20:30 Uhr dann doch nicht mehr die Laune.

Gefällt Euch das Top?


Freitag, 17. Februar 2017

preturning Applikation

Ich habe mir nun die vierte und letzte Applikationsmethode vorgenommen und will sie Euch zeigen.

Preturning heißt "vorher drehen", das bedeutet, daß man vor dem Applizieren schon die NZ nach hinten gelegt und fixiert hat. Wie das geht, folgt jetzt:

Zuerst soll man 3-4 Lagen Freezerpaper aufeinander bügeln, damit die Schablone schön fest wird.

Habe ich gemacht. Okay, wirkt nicht sehr vertrauenswürdig. Die Konturen der Appli hatte ich vorher auf eine Lage bereits aufgezeichnet.


Um es gleich vorneweg zu sagen: eigentlich sollte man für jedes Teil eine eigene Schablone machen, ich hatte mir gedacht, es reicht eine Blütenblattschablone etc. Nana will ja nicht immer so hören.

Aufgebügelt auf den zu applizierenden Stoff, natürlich auf die rechte Seite.


Mit der NZ ausschneiden.


Jetzt entfernt man die Schablone und dreht alles herum, also die linke Seite guckt einen an vom Stoff und die klebrige Seite der Schablone.

Mit Sprühstärke (in ein Gefäß gesprüht wird sie sofort flüssig) wird nun die NZ eingepinselt (satt naß) und umgebügelt.


Als ich das bei dem ersten Teil machte, dachte ich mir: "Boah, was für ein Umstand!" Mir war sofort klar, warum dieses Apliquick so ein Erfolg ist. Bei dem dritten Teil ging es schon echt total leicht und ratzfatz.


Eigentlich soll man das Freezerpaper erst lösen, wenn man das Teil auch applizieren willl, aber ich konnte es nicht mehr aushalten und löste alle, denn ich wollte natürlich auch die anderen Blütenblätter und Blätter fertig haben.

Indem man die NZ löst (sie klebt ja jetzt an der Schablone fest, da die klebende Seite zu uns schaut), liegt die Schablone locker unter und kann leicht entfernt werden.


Das Tollste daran war, daß diese gebrauchte Schablone tatsächlich alle vier mal noch bombenfest hielt und noch länger halten würde. Extrem stabil, immernoch klebend, hätte ich niemals gedacht.


Ganz stark ist die Akkuratesse der Appliteile, schaut mal wie scharf begrenzt das ist.



Bevor ich das alles applizierte, habe ich mir nun beide Donuts geschnappt und alle Farben der Reihe zusammengepackt. Sieht das nicht toll aus? Übrigens: sie sind von hier.


Und dann habe ich appliziert.


Und so sieht die Blume nun aus. Auch sie wird erst nach dem schweizer Quilt fertig gemacht zum Kissenbezug.


Fazit des preturnings:

Vorteile: sehr akkurate Einzelteile, Schablone mehrfach verwendbar, günstiger Zubehör, weich.
Nachteile: Freezerpaper erforderlich, Sprühstärke mag nicht jeder, arbeitsintensiv.

Ich finde diese Methode ganz gut. Mit dieser Methode kann man definitiv günstiger als mit Apliquick sehr, sehr akkurate Appliteile herstellen, die auch wiederverwendbar sind, was bei Apliquick nicht so ist. Die Teile bleiben weich. Es ist eine sehr arbeitsaufwendige Methode, die vor allem denen gefallen kann, die die Vorarbeit besonders lieben. Selbst Kleinstapplis lassen sich so gut herstellen.

Und nun mein Komplettfazit:

Meine absolute Lieblingsmethode war die back-basting-Methode. Sie ist extrem akkurat was das Legen der Teile betrifft. Sie mag ein paar cm mehr an Stoff verbrauchen, aber das tut auch Paper Piecing zum Beispiel. Back basting ist Applizieren ohne Hilfsmittel, lediglich der Zahnstocher und sonst braucht man nichts dafür. Man muß needle turning machen, aber das mag ich sowieso. Back basting hat also bei mir den 1. Platz gemacht, tataaaaaa!

Der zweite Gewinner ist Apliquick zusammen mit pre-turning. Ich muß sie zusammenfassen, da sie nach der gleichen Methode funktionieren. Preturning ist günstiger, weil Freezerpaper und Sprühstärke billiger sind als Apliquick etc. Es geht bestimmt auch alles mit anderem Vlies und anderem Zubehör, aber ich habe das benutzt, was man in Büchern etc. angab und das will ich auch nur beurteilen. Diese Methode ist sehr akkurat und schnell sind die Applikationsteile angefertigt, sie werden dann einfach angenäht und fertig ist alles. Bei Apliquick bleibt jedoch die Applikation ein wenig steif, das muß man wissen und darf sich nicht daran stören. Beide Methoden (preturning und Apliquick) haben für mich optisch am wenigsten was mit Handarbeit zu tun, da sie sehr akkurat und mit scharfer Kante daher kommen, aber genau das ist es, was so viele an dieser Methode lieben.

Den dritten Platz macht erstaunlicherweise needle-turn mit vorgezeichneter Kontur auf dem Stoff. Es ist für mich die ungenaueste, aber dennoch sehr attraktive Methode. Sie ist nicht schlecht, nur weil sie auf Platz drei (eigentlich vier) ist, aber sie hat weder den Vorteil von Platz 1 (akkurat dort zu liegen, wo man die Applikation auch hin wünscht), noch die Vorteile von Platz 2 (sehr akkurate Einzelteile) und ist lediglich aus diesem Grunde auf Platz 3. Ich liebe neelde-turning sehr, und da ich es bei back-basting auch machen muß, aber back-basting viel genauer ist im Plazieren und Positionieren der Einzelteile, steht neelde-turn, so wie ich es gemacht habe, eben an letzter Stelle.

Ich freue mich sehr, daß ich durch diesen Test auf so viel Neues gestoßen bin und Euch das interessiert hat. Ich habe viel gelernt und viel entdeckt und empfinde, daß mir das Applizieren richtig gut gefällt und mir sehr ans Herz gewachsen ist.

Es wird noch eine fünfte und sechste Blume entstehen, weil man sie sich von mir gewünscht hat und jetzt wisst Ihr auch, in welcher Methode ich diese applizieren werde!

Sind jetzt diese ganzen anderen Anschaffungen umsonst gewesen?
Nein, definitiv nicht. Ich glaube, ich werde hier und da die Methoden miteinander mischen, da bin ich mir sogar sehr sicher. Ich werde manches so und anderes so machen, nichts ist umsonst gekauft!

Ein Hoch auf´s back basting!


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