Freitag, 21. Juli 2017

Holz gewonnen

Schaut mal, diese Holzkette habe ich bei Kreasoli gewonnen.


Ich könnte sie lang tragen, aber ich bevorzuge sie doppelt gelegt.

Das Holz ist ganz warm, wirkt wie viele Handschmeichler und schmiegt sich wunderbar an. Wobei es auf dem Foto gar nicht so aussieht.


Donnerstag, 20. Juli 2017

Durchblick

Jetzt hab ich´s kapiert!

Heute habe ich zum ersten mal den Poncho ausgeführt und zwar am Deich.

Luftig leicht ist er ja, aber.... der Halsausschnitt ist viel zu groß. Mist. Ständig war ich am rumziehen und zuppeln.

Ich kenne jetzt auch meinen Fehler, wollt Ihr mal sehen?

Also genäht habe ich diesen Poncho so zusammen:


Das ist nicht falsch, aber so war das nicht ursprünlich gedacht, denn dadurch ergibt sich dieser riesige Halsausschnitt. Wenn das Gestrickte breiter ist, müßte es besser gehen, oder kürzer.

Es gibt noch eine weitere Variante, die geht so:


Zwei gleichgroße Rechtecke und entsprechend zusammennähen.

Eine dritte Variante habe ich heute auch gelernt:


So wie oben hätte ich mein Strickstück verarbeiten sollen. Ich werde meinen Poncho aufmachen und neu zusammenlegen und -nähen. Das ist er mir wert.

Tatsächlich gibt´s noch eine vierte Variante und die besteht aus Quadraten, schaut:


Valomea bat um Tragemöglichkeiten meines Ponchos, die habe ich heute fotografiert.

Wie ein Tuch:


Wie ich ihn getragen habe heute:


Und dann noch den Zipfel nach hinten gedreht:




Weil ich jetzt so richtig den Durchblick habe ;-) , habe ich mir heute glatt die gleiche Wolle nur in einem anderen Farbton gekauft, war auch im Angebot, anstatt 6 € pro Knäul für 2,50 €. Wie findet Ihr sie?


Am Abend wurde er dann ganz fertig und sitzt nun so:


Gut, oder?


Mittwoch, 19. Juli 2017

zweiseitig

Der Quilt für Grit lief wie von alleine und kaum angefangen, was er auch schon auf dem Weg zurück zu ihr.

Gewünscht war etwas Weiches, Lockeres und ein luftiges Vlies sollte es auch sein, so habe ich das Baumwollvlies H277 von Freudenberg genommen.

Gewählt habe ich King Tut 909 und für unten das Bottom Line 629.


Damit die Luftigkeit erhalten bleibt und auch die vielen Blumenstoffe zur Geltung kommen, habe ich das Mäandermuster angepasst.


Und so sehen beide Seite aus:

dies ist nur eine Vorderseite


Ich hoffe sehr, daß es gefällt. Bei all-over-Mustern ist das immer so eine Sache, es gefällt nicht jedem.


Dienstag, 18. Juli 2017

Danke, Hartwig!

Hartwig ist im Ruhestand, hat aber noch ein gültiges Kapitäns-Patent und fuhr immer auf große Fahrt (international).

Gerne würde ich mal auf einer Brücke stehen von einem riesigen Containerschiff, aber das ist aus versicherungstechnischen Gründen nicht erlaubt.

Hartig fuhr jedoch die letzten fast 30 Jahre  eines der Lotsenboote in Brunsbüttel und am Montag holte er mich um 20 Uhr ab und erfüllte mir einen großen Wunsch... ich durfte auf einem Lotsenboot mitfahren und Euch nehme ich auch mit.

In Brunsbüttel liegen diverse Lotsenboote und auf dem Tender in der Mitte fuhr ich mit.
Lotse heißt in Englisch "pilot", nur mal so am Rande.

Also Hartwig und ich durften an Bord und er zeigte mir u.a. auch den Aufenthaltsraum im Bauch des Bootes, den Maschinenraum und den Maschinenteil, der im Wasser selbst liegt, aber da kletterte ich nicht runter.

Das Lotsenboot liegt elbseitig vor den Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals...

Blick Richtung Schleuse, rechts ist ein altes Lotsenboot
... Blick Richtung Elbe.


An Bord sind ständig der Kapitän und der Matrose, Zweck des Bootes ist, die entsprechenden Lotsen zum Schiff zu fahren bzw. sie abzuholen.

Es gibt den Kanallotsen, der ist für die Schleusen in Brunsbüttel zuständig. Der Hafenlotse fährt die Schiffe aus dem Hamburger Hafen raus (oder rein), der Elblotse übernimmt dort und bringt das Schiff hier nach Brunsbüttel (oder umgekehrt) und dort übernimmt der Seelotse und bringt das Schiff raus ins Meer und dort dann darf das Schiff alleine weiterfahren (oder eben anders herum). Das ist weltweit gleich, aber manchmal gibt es nur einen Lotsen, weil es vielleicht keinen Fluß gibt etc. Manche Schiffe sind so groß, daß sie sogar zwei Lotsen brauchen, das ist alles geregelt und verpflichtend.

Dann ging´s los...


... ein Gastanker meldete den Bedarf eines Lotsen an...

rechts der helle Punkt ist das Kernkraftwerk aus Brokdorf, links ist der Gastanker
... immer näher.



Das Lotsenboot hat zwei Steuer, auf jeder Seite eines und je nachdem wo es andocken muß, dieses Steuer wird benutzt. Der Gastanker meldete backbord.

Für all die, die sich nicht merken können, was wo ist...

A, Backbord, C, D, E.......... M, N, O, P, Q, R, Steuerbord, T, U.... Z.
steht links in der Reihe....................... steht rechts in der Reihe.

Wir fahren also quer zur Elbe und nehmen eine Kurve, damit wir an der richtigen Seite ankommen.


Schon recht nah.

Im Hintergrund sehen wir also Schleswig-Holstein
Und dann ganz nah und alles während der Fahrt, beide Schiffe fahren, wechselt der Lotse das Boot/Schiff.



So ist der Seelotse an Bord des Gastankers gegangen und den Elblotsen nahmen wir auf.

Wir haben den Lotsen zurück gebracht und fuhren dann wieder zum nächsten Schiff, welches Bedarf angemeldet hatte.


Ein Containerschiff.



Och, gar nicht wirklich groß....



... oh, oder doch groß? Plötzlich verändert sich das Größenverhältnis völlig.

Diesen Steg kurbelt der Matrose raus, die Strickleiter muß der Lotse hochklettern. Bis 9 m muß ein Lotse schaffen, das muß er können, aber solche Strickleitern sind eher schon fast Ausnahmen.





Und wieder zurück zum Hafen, den Lotsen abliefern.


vor uns Brunsbüttel
In Brunsbüttel warteten gleich zwei Lotsen auf uns und ohne Pause ging´s direkt wieder raus.


Ein Chemietanker will den Lotsen steuerbord gebracht haben.

in gelb der Matrose, in orange der Lotse




Da der Lotse, der jetzt an Bord kam, aber nach Hause wollte, haben wir ihn zurück gebracht.

Die Stimmung und das Licht ist schon ganz anders als noch zu Anfang, blaue Stunde würde ich sagen. 


Ja, und dann kam das, worauf ich mich arg freute: ein Passagierschiff, wir nennen das Kreuzfahrtschiff.

Los geht´s.

Schon von weitem sind die Lichter zu sehen.



Das ist die Norwegen Jade.


Ich sag Euch was: das ist doch nochmal was ganz anderes. Viel imposanter!



Je näher wir kamen, desto deutlicher konnten wir die Menschen an Bord sehen. Manche aßen, andere standen auf ihrem Balkon...


... viele Passagiere kamen dann und fotografierten uns und ich winkte und sie winkten zurück. Das war eine tolle Stimmung irgendwie.



Die Luke ist schon auf und wird genau kontrolliert. Ich sah nach innen, dort standen drei weitere Personen und passten auf, einer hatte sogar eine Art Sheriff-Stern an.




Hartwig hat dann ein Foto von mir gemacht.


Tschüß, Jade, in zwei Wochen ist sie wieder da.


Zum Abschluß brachten wir noch den Lotsen zum Bagger. Dieser Bagger verklappt den Hafenschlick in der Nordsee.



Zurück wurde mir klar, daß ich das nie wieder erleben werde und welch Glückpilz ich bin, daß ich das erleben durfte.

Brunsbüttel
Ich verabschiede mich vom Kapitän und Matrosen und wünsche "Gut´ Wache", man erzählte mir, daß dies deren Gruß sei.

"Jo, danke. Bis um halb sechs sind wir noch hier!" wurde mir zugerufen und wie verließen das Boot, was eigentlich ein Schiff ist, so erklärte mir Hartwig, weil es lang genug sei. Aber keiner würde Schiff dazu sagen, es sei immer ein Boot gewesen und es würde ein Boot bleiben ;-)


Das war richtig toll, kann ich Euch sagen! Windig, frisch, nordisch, seemännisch... und ich mittendrin, das war genau nach meinem Geschmack.

Danke, Hartwig, vielen Dank!


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