Dienstag, 8. Oktober 2019

ein ganzer Tag

Gestern habe ich mir frei genommen... von (fast) allem.

Ich bin ohne Kinder und ohne Hund, ohne Auto und mit ein paar Euronen in der Tasche nach Hamburg gefahren und wollte mir einen schönen Tag machen. Nur mir selbst.

Bei strahlendem Sonnenschein kam ich an und genoß erstmal ein wunderbares Frühstück mit einem warmen Blätterteiglaugendingsbums mit geschmolzenem Käse und Schinken.


Durch die Stadt gebummelt, ein bisschen was gekauft an Kleinigkeiten wie Plastikfolie für Projektmappen, Quiltgarn für meinen neuen Läufer, und dann weiter zum wunderschönen Rathaus.


Die Hofseite ist aber genauso schön!


Inmitten ein toller Brunnen und ich bin fasziniert von der Kameraqualität eines iPhones, es "sieht" sogar die Wassertropfen.


Hat was von der Drachenmutter, oder?


Unterhalb sitzen verschiedene Figuren, deren Bedeutung ich nicht kenne, aber sie sind alle wunderschön.


Dieser Jüngling mit seinem Schiff.




Schade, daß ihr kein Wasser aus dem Krug läuft.


Er ist der Schönste:


Weiter ging´s.

Auf dem Weg zur Nikolaikirche kam ich an vielen kleinen Geschäften vorbei, fernab der Haupteinkaufsstraßen und fand dieses Schild. Ist das nicht wunderbar?


Geht man zu Fuß, sieht man Dinge, die einem sonst verborgen bleiben... wie dieser Brunnen, der genau vor Nikolai steht.


Die Nikolaikirche ist ja nur noch eine Ruine.



Ich gönnte mir den Eintritt nach ganz oben. Ist das schön!



Für das Glockenspiel wurden Spenden gesammelt und u.a. sind große Namen zu lesen wie hier die Schmidt´s...


... oder da, Max Schmeling.


Weiter geht´s. Ich wollte zu den Landungsbrücken und auf dem Weg dorthin fand ich zwei bemerkenswerte Häuser.

Dieses hier, schaut Euch mal an, wie die Fenster eingebaut sind.


Und jenes, plus die dazugehörige Tafel.



Eine Kugel Eis bei den Landungsbrücken, wo viele Menschen flanierten und die Sonne genossen.


Ist Hamburg eine schöne Stadt!

Wie muß es damals gewesen sein, als es hier vor Barkassen und Schiffen und Menschen und Arbeiter nur so wimmelte.



Dann ging ich zum alten Elbtunnel, da war ich schon einmal vor ca. 19 Jahren und fand ihn gruselig. Damals fuhren auch tatsächlich noch Autos durch, seit acht Jahren ist dem allerdings nicht mehr so.


Ich bin ins Treppenhaus, ach, wie apart. Schreckliche Farbe.


Auch das wirkte irgendwie immernoch komisch.


Unten angekommen sah ich auf dieses große Plakat. Mensch, was das für Zeiten waren.


Und da arbeitet jemand... huch, hatte ich oben gar nicht gesehen. Ist hier alles noch in Betrieb?


Blick in die Röhre, die daneben ist geschlossen wegen Bauarbeiten.


Hell, sauber, frischer Geruch, voller Menschen, toll!!!!!


Alles restauriert, 360.000 Fließen wurden neu verarbeitet und haben den Tunnel wirklich ganz toll gemacht. Er wirkt nicht mehr alt und schmutzig, sondern sicher und freundlich. Viele Radfahrer radeln auf der ehemaligen Bahn für die Autos.

Drüben angekommen.


Und wieder zurück. Ich fragte einen Aufzugswärter, ob denn irgendwann wieder Autos hier durchfahren werden und er meinte: "Seit acht Jahren sind sie hier draußen, ich glaube nicht, daß sie wiederkommen."

Diesmal nutzte ich auch den Aufzug. Blick hoch.


Wieder bei den Landungsbrücken bin ich eine alte Treppe hoch, die ich so schön fand wegen ihres Geländers.


Am Ende ein Brunnen. Ein ehemaliger Braukessel, gestiftet von Astra.



Dann bin ich weiter zum Michel gelaufen.


Drin spielte ein Organist sein Instrument und ich verweilte ein paar Minuten auf einer Bank. Das war echt schön.

Runter in die Krypta und diese Aufnahme gemacht.


Das erinnert mich an Notre Dame, denn auch der Michel stand plötzlich in Flammen, ausgelöst durch Reparaturarbeiten.

Eines der Wahrzeichen Hamburgs, der Glockenturm.


Zurück zum Rathaus traf ich auf Zitronenjette.


Ich kehrte ein und beobachtete beim Essen das Wasser, wie es immer weniger wurde.


Je näher ich der Einkaufsstraßen kam, desto mehr dieser E-Teile standen herum. Kreuz und quer oder manche ordentlich abgestellt. Was für ein blöder Anblick, kaum einer fuhr jedoch damit herum. Ich glaube, irgendwann ist dieser Trend wieder vorbei.


Kurz vor Ende meines Ausflugs kam ich wieder an diesem einen Geschäft vorbei... ist das denn zu glauben ?... dachte ich schon beim ersten Vorbeischlendern. Kann man dort Tropen- und Marinekleidung kaufen, so steht´s oben dran.


Irgendwie sah ich Hercule Poirot vor mir. Es wirkte auf mich wie zu Kolonialzeiten.


Es war ein schöner Tag! Hab ich gut gemacht.


                            die liebe Nana

Montag, 7. Oktober 2019

tja

Ich habe ein Vogelhaus gekauft und köstliches Futter in den Schornstein gesteckt, welches dann nachrieselt.

Ich habe mir die Entscheidung zu diesem Haus nicht leicht gemacht, denn es sollte groß genug sein, daß auch Amseln fressen können.

Tja, und was sehe ich heute Morgen?

Elstern!


Ich habe zum Anlocken auf´s Dach auch Körner gelegt, hat funktioniert :)

Die Enten latschen hier immer entlang, da hinter der orangenen Gießkanne der Wassergraben ist, der sich durch die ganze Stadt schlängelt. Die Enten watscheln durch das ganze Wohngebiet.

Trotz Elstern und sogar einer Dohle kommen dennoch die Meisschen.


Vielleicht will man keine Krähen, Dohlen, Elstern & Co. füttern, aber sie haben auch Hunger und ich denke, mein Haus wird einfach für alle geöffnet sein.

Getreu meinem Geschäftsmodell "Nana soll sich jeder leisten können!" heißt auch hier meine Devise: geöffnet für jedervogel (könnte höchstens sein, daß die Nachbarn da nicht mitspielen).


                             die liebe Nana

Sonntag, 6. Oktober 2019

viele Anfänge

Das ich mehr als sieben Stunden in den Räumlichkeiten von "meinem" Café Fingerhut war, ist kaum zu glauben. Die Zeit verging wie im Flug und wie sie das tat, das zeige ich jetzt:

Mein Morgen begann mit Schinken-Frischkäse-Schnecken, die wurden alle leer.


Und wenn ich schon beim Essen bin, dann hüpfe ich auch gleich zu unserem Buffet, was wieder extrem lecker war... Suppe, Torte, Kuchen, Gemüsesticks, Quarkspeise, Plätzchen, Brot.... Süßigkeiten... alles da.


Heike machte ein kleines show and tell:




Auch Natascha zeigte uns ihr neustes Werk, an dem sie das Binding mit der Hand in ihrer Café-Zeit annähte:


Gequiltet hat sie es mit ihrer neuen (meiner "alten", großen) Maschine.


Unterdessen war S. nicht sonderlich erfolgreich im Tun... das schaffte sie bis zu diesem Zeitpunkt:



Maika stickte an einem neuem Kaffeeprojekt:


Andrea arbeitete vor für eine Jeanstasche:


Heike nähte mit der Hand an einem neuen Projekt:


Anne-Kathrein beendete eine Kinderweste:


Svea nähte Blöcke:


Das ist Beatrix Anfang einer Meerjungfrau:



Karen "verheiratete" (so nannte sie es) Trostkissen:


Elke begann eine Socke:


Heidi startete mit Taschen:


Und Ute nähte an einem Geschenk für eine Freundin, was sie selbst ausdachte:



Tja, ich strickte und hatte so gar keine Lust dazu. Ich sah auf mein Handnähprojekt und auf einen geschenkten Stoff von Heike und da kam mir eine Idee, die ich sofort auslegen mußte:


Das wird ein zukünftiger Läufer für meine Küche... der wird toll.


                              die liebe Nana

Samstag, 5. Oktober 2019

Oktober-Café

Heute ist das zweite mal Café Fingerhut in Glückstadt und ein paar sind schon angemeldet über die WhatsApp-Gruppe. Ich freue mich auf alle, die den Weg zu mir finden.



                         die liebe Nana

Freitag, 4. Oktober 2019

Fusselalarm

Ich habe mir letztes Jahr bei einem Adventskalender diverses Material gekauft, u.a. einen wundervollen Stoff in graublau.

JETZT (das muß man sich mal vorstellen, 10 Monate später) habe ich ihn verarbeitet und es war so ekelhaft... überall Fussel. Jeder Schnitt, jede Bewegung...

... so sah es aus:




Heraus kamen ein Schal für meine Große und zwei Kissen.

Echt schön weich und fühlen sich toll an, aber nochmal würde ich mir so einen Stoff nicht bestellen, obwohl er so wundervoll aussieht. Vielleicht habe ich da einen Verarbeitungsfehler gemacht, das kann gut sein.


Und da ich keine Socken (mehr) stricke (wer weiß, vielleicht irgendwann mal wieder) und manche Dinge nicht so verbissen ernst nehme, habe ich beim Herbsthandarbeitsbingo das Feld "etwas Warmes für die Füße"...


... geändert in "etwas Warmes für den Hals". Ich finde, das zählt auch. Ich reiche es ja nicht ein, will ergo nicht betrügen, aber ein bisschen anpassen ist wohl erlaubt und da sich beides am Ende des Körpers befindet, sehe ich es als absolut rechtens an.

Voilá, ein weiteres Kreuz.



                            die liebe Nana

Donnerstag, 3. Oktober 2019

"für einen...

... lieben Menschen" heißt ein Kreuz beim Handarbeitsbingo und dies habe ich gestern gemacht:

Etwas Kleines für einen lieben Menschen angefertigt.

Da es aber ein Geschenk ist, kann ich es leider nicht zeigen, da müßt Ihr noch Geduld haben.


Tja, somit mache ich wieder ein Kreuz beim Bingo.


Das macht Spaß!


                              die liebe Nana

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Köttbullar

Kaum zu glauben, aber in einem vegetarischen Kochmagazin fand ich das Rezept für vegetarische Köttbullar mit Kartoffelbrei.

"Mach´s mit Pommes", bat meine Kleine und so gab es selbstgemachte Ofenpommes.

Das ist ja nix besonderes, aber die Köttbullar schon.


Inhalt: Zwiebeln, Käse, Semmelbrösel und gemahlene Mandeln!

Es schmeckte so unglaublich köstlich, es wurde alles leer!!!



                        die liebe Nana

Dienstag, 1. Oktober 2019

etwas edles

Beim Herbstbingo heißt ein Kästchen "edles/luxuriöses Material".

Da hat wohl jede Frau so ihre eigene Vorstellung, was das alles sein kann und nach langem Nachdenken habe ich ein ganz besonders edles Material, dieses hier:


Diese 1,5 m Stoff bekam ich mitgebracht aus Indien von einer indischen Couchsurferin aus New Dehli. Das ist viele, viele Jahre her, ca. zehnan der Zahl.

Ich habe dieses Stück Stoff gehütet wie meinen Augapfel und liebe diesen Schimmer zwischen Golz und Türkis.


So ist er gewebt:


Er franst total aus, deshalb habe ich erstmal alle offenen Kanten geoverlockt.

Eine Overlock ist ja so eine Sache:
Nutzt man sie wenig, ist man nicht gut mit ihr verbandelt, man fürchtet sich vor dem Einfädeln und den Einstellungen und bevor man sich da wieder reingearbeitet und reingedacht hat, läßt man sie meist stehen und zickzackt irgendeine Kante, das geht schneller.

Aber mein Schnellnäher kann nur geradeaus nähen, d.h. ich müßte meine Zweitmaschine startklar machen, also warum dann nicht gleich die Overlock und siehe da, es funktionierte alles auf Anhieb und die Naht war tadellos.


Ich würde gerne ein Kissen daraus machen, aber ob der Stoff was aushält?

Ich würde auch gerne einen Läufer für die Küche machen, aber ob der Stoff gut zu quilten ist?

Oh weh, mein kostbarer Stoff... also machte ich mir erstmal ein kleines Täschchen. Ganz schlicht, nix dolles, aber ich will sehen, was der Stoff ab kann, bevor er komplett verarbeitet wird.

Das ist das Futter, mußte unbedingt mit Golddruck sein.


Und das ist es nun, naja, nicht das Schönste, aber sehr edel.



Hat man es in der Hand, wirkt es nicht wirklich gut, denn ich traute mich nicht, die Ecken am Boden wegzuschneiden (vom Außenstoff), damit es dauerhaft nicht ausfranst und mir dann die Naht aufgeht.

Nun ja, ich habe ein neues Täschchen und kann mich jetzt am indischen Stoff erfreuen, das finde ich fabelhaft und mache ein Kreuzchen beim Herbstbingo von 60 Grad Nord.



                            die liebe Nana