Heute ist Block Nr. 27 veröffentlicht worden und ich schaue auf meine Liste und sehe, wem ich diesen widmen will und weiß, dafür brauche ich nicht recherchieren:
Block Nr. 27 widme ich all den Frauen, die den Kranken und Schwachen, den Sterbenden und den Hilflosen zur Seite stehen.
Diesen Block widme ich mal nicht denen, denen man täglich irgendwo begegnet, die in ihren kleinen weißen Flitzern durch die Lande fahren und bei alten oder kranken Menschen nach dem Rechten sehen, ihnen die Haare kämmen, die Fenster putzen und beim Duschen unter die Arme greifen. Ihnen gilt mein großer Respekt und ich sage danke, sie sind jedoch nicht gemeint.
Ich widme den Frauen den Block, die die wirkliche Drecksarbeit erledigen oder die allerschwersten Stunden eines Menschen miterleben.
Da möchte ich die Altenpflegerin nennen, die vielleicht einer alten Person beim Essen helfen muß, den Brei zurückstopfen muß, weil die Kontrolle über die Lippen und das Schlucken nicht mehr so funktioniert. Die vielleicht auch mal Verschlucktes aus dem Rachen holen muß und eine vollgeschissene Windel zu wechseln hat.
Ihr Lieben, tut mir leid, aber dies ist der Post der klaren Worte!
Ich rede von den Frauen, die die Bettpfannen leeren müssen und Gebisse aus Erbrochenem rausholen müssen. Ich reden von den Frauen, die die Menschen in ihren schwächsten Momenten erleben und zwar dann, wenn sie wirklich hilflos und jammernd da liegen und einen so sehr brauchen, daß man sich klein und schrecklich fühlt. Sie, die vielleicht das 20. mal das Kissen aufschütteln muß und zum 8. mal den Katheder wechselt. Oder die Frau, die den Betrunkenen und blutverschmierten Notfall ausziehen muß und er stinkt, als hätte er sich zwei Wochen nicht gewaschen und dabei kotzt er sie auch noch an.
Ich rede auch von denen, die auf der Intensivstation arbeiten und (so wurde es mir von einem Paar erzählt) die Physiotherapie machen müssen, weil sich die Menschen wund legen und der Kreislauf ganz unten ist, die Muskeln schwach werden, die Menschen künstlich beatmet sind.
Ich rede von den Frauen, die auf der Kinderstation einer Krebsabteilung arbeiten und all das Jammern und Weinen, das Elend und den Schmerz miterleben müssen und Abstand brauchen von etwas, was einem wohl die größte Angst macht.
Ich rede auch von den Frauen, die den letzten Weg mit einem gehen. Die einem die Hand halten und lächeln. Die voller Respekt den Tod mit einem erwarten und einem die Möglichkeit geben, diesen ohne Schmerz und mit einer Portion Hoffnung empfangen und erleben. Die, die am Ende eines Lebens eine Kerze entzünden als Zeichen dafür, daß man da war und nun den Weg ins nächste was-auch-immer erleuchten.
Ich rede von denen, die diesen letzten Weg mit den Kleinsten gehen.
Und all denen, die uns vollgeschissen, stinkend, schwach, blutend, heulend und jammernd, mit und ohne Zähne, nackt und schwach, krank oder zum Tode geweiht sehen und uns dennoch so viel Respekt entgegen bringen, daß wir ihn nicht vor uns selbst verlieren!!!
Ihnen sei dieser Block gewidmet und mein großer Dank noch obendrein.
Für die helfenden Hände!