So, ich bin wieder da!
Nun war ich vier Tage in Dinkelsbühl und habe so viele Eindrücke mitgebracht, die ich alle gar nicht in Fotos festhalten konnte, so wird dies garantiert ein Post mit viel Text.
In Dinkelsbühl gab´s für die Aussteller und Kursleiter etc. Armbändchen, dies ist meines.
Nachdem ich mein minikleines Zimmer im Hotel bezogen hatte, bin ich in die Schule und habe dort meinen Kursraum bereit gemacht, denn am nächsten Morgen sollte es gleich mit Kurs I losgehen.
Danach suchte ich meinen Ausstellungsraum und als ich den sah, fand ich ihn gar nicht so hübsch. Und irgendwie abseits gelegen.... hm, nun ja.
Aber bekanntlich muß man ja das Beste aus allem machen und nachdem meine Quilts hingen und ich das Licht einschaltete, war ich doch sehr angetan vom Anblick des Raumes. Schaut!
Und damit man mich überhaupt findet, habe ich meine Tafel passend plaziert, so konnte eigentlich keiner an mir vorbei ;-)
Danach habe ich einen Rundgang gemacht und war abends mit den Kursleiterinnen der Patchwork-Gilde essen, ich gehörte ja nicht wirklich dazu, aber ich freute mich, daß man mich dazu einlud.
Hier ein paar Impressionen von Dinkelsbühl, ein wirklich malerischer Ort und unglaublich schön.
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| Ich stehe am Hotel und hinter dem Münster ist eine Kirche, dort ist meine Ausstellung. |
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| Die Stadtmauer zieht sich um die komplette Altstadt. |
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| Was war wohl früher in den Löchern befestigt? |
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| Hier liefen schon viele Menschen hoch und runter (und ich auch). |
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Am nächsten Tag war´s dann soweit und täglich ging ich vor meinem Kurs am Vormittag zur Ausstellung, schaute nach dem Rechten, begrüßte meinen Gildeengel und lief dann zur Schule und hielt den Kurs ab.
Und dann bin ich rasch zu meiner Ausstellung geeilt, ich war doch so neugierig, ob denn überhaupt jemand da ist.
Und was soll ich sagen? Dazu später mehr!
Ich blieb immer bis zum Schluß bei meiner Ausstellung, jeden Tag und habe dadurch nicht wirklich sooooo viel von anderen Ausstellungen gesehen, aber täglich ging ich hier vorbei:
Hier sind die Fotos von den beiden Samstagskursen, leider habe ich vom Sonntag keines gemacht.
Und nun zu dem Teil, der wirklich ganz speziell war für mich: meine erste Ausstellung!
Ich darf eines gleich vorneweg sagen: das war eine unglaubliche Erfahrung und ich bin den Heidelberger Juroren wirklich dankbar, daß sie meinen Mandala-Quilt abgelehnt haben, denn hier in Dinkelsbühl erfuhr ich sehr, sehr viel Anerkennung für diese Arbeit.
Überhaupt war es einfach überwältigend!
Wisst Ihr, einen Quilt wo hängen zu haben, das ist schon etwas besonderes, aber einen Raum gestellt zu bekommen, wo nur die eigenen Arbeiten hängen und die Menschen dort nur verweilen, weil sie das eigene Schaffen betrachten, studieren, bewundern, wo sie Fragen stellen und lauschen, wo sie loben und nicken, lächeln und beglückwünschen, wo Worte fallen wie "ist ja scharf" oder "das ist ja mal was ganz besonderes".... das ist unglaublich!
Nebst all den lieben und netten Bloggerinnen, die ich endlich mal in "echt" kennenlernen durfte, auch bekannte Gesichter besuchten mich und ich kann sie alle gar nicht aufzählen, denn ich fürchte, ich könnte die Hälfte vergessen.
So sah es dann aus, wenn die Ausstellung ein "bisschen" besucht war:
Natürlich waren sehr, sehr viele Frauen da und es wurden viele Fragen gestellt zu den Wholecloths, die links an der Wand hingen. Die Bilderquilts sah man gleich beim Reingehen und so manches mal war ich dann doch überrascht....
... denn, wenn ich das mal so sagen darf, angezogen waren viele von La France, vor allem Männer. Manche Herren blieben länger vor La France stehen, manche sehr lange und ich kam mit dem ein oder anderen ins Gespräch.
Diese Gespräche hallten lange nach in mir und die Betrachtungsweise von ihnen ließ mich La France nochmal mit ganz anderen Augen sehen. Ich darf sagen, daß La France verkauft ist. Noch ist er hier bei mir, wird aber demnächst das Haus verlassen und ich freue mich sehr, denn ich glaube, der/die neue/n Besitzer hat etwas tief empfunden als er lange schweigend davor stand.
Eine Dame kam auf mich zu und sagte: "Ich war gestern schon mal hier und es war so schön, daß ich heute direkt nochmal kommen mußte!" Was hat mich das gefreut zu hören. Generell war der Tenor, daß die Besucher es toll fanden, wenn der/die Künstler anwesend waren, so konnten sie Fragen stellen und das haben sie reichlich getan.
Hach, ich bin noch ganz bewegt und ich glaube, Dinkelsbühl wird für mich unvergessen bleiben. Es hat mich tief berührt und ich möchte mich bedanken bei den unzähligen Besuchern und auch bei der Patchwork-Gilde für die Möglichkeit, meine Arbeiten der breiteren Öffentlichkeit zu zeigen und Lob und Anerkennung dadurch zu erfahren.
Gestern Abend habe ich dieses Abschiedsfoto gemacht und mit dieser heimeligen Stimmung möchte ich diesen Post schließen. Ein wunderbares Wochenende ging zu Ende, im Geiste bin ich noch dort.