Samstag, 9. November 2019

Frau Schmetterling

Soeben komme ich aus dem Kino, dort wurde "Madama Butterfly" von Puccini live übertragen aus der Met in New York.


Ich habe mir mal wieder einen sensationell guten Platz gegönnt.


Sekt oder O-Saft wurde gereicht, stilecht wie in der Oper, nur im Kino war´s gratis.


So sieht´s in der Metropolitan Opera aus:


Madama Butterfly ist natürlich tragisch... ein amerikanischer Soldat verliebt sich in eine 15-jährige Japanerin (Butterfly), verläßt sie und das Land nach einiger Zeit wieder und sie wartet darauf, daß er zurückkommt. Er sagt ihr, im nächsten Frühjahr sei er zurück und sie wartet 3 Jahre. Unterdessen ist ihr gemeinsamer Sohn geborgen. Nach drei Jahren kommt er wieder, aber nur um ihr zu sagen, daß er geheiratet hat. Als er das Kind sieht, bereut er zutiefst und will das Kind mitnehmen nach Amerika und mit seiner Frau großziehen. Madama Butterfly tötet sich am Ende selbst.

Das war eine grobe Erklärung der Oper.

Wie immer bei Puccini müssen die Sänger alles geben, der Komponist verlangt viel ab von den Stimmen.

Wie es mir gefallen hat?

Es war sooooo toll! Eigentlich hatte ich keine Lust, denn ich sah Madama Butterfly bereits in Hamburg und nach einem Loch in der Bühne und einer Wendeltreppe als Bühnenbild hatte ich irgendwie keinen Draht mehr zu dem Stück, aber diese Inszenierung hat mich echt versöhnt.

Sie war zwar modern, aber einfach nur fantastisch in Deko.

Eigentlich hätte Placido Domingo mitsingen sollen, aber das wurde abgesagt. Nun ja, man weiß warum.

Er war super, tolle Stimme.


Sie war ganz megastark.


Das Bühnenbild war zwar sparsam, aber ich empfand es als klasse. Reispapierwände wurden hin und her geschoben, ein Spiegel hing über der Bühne, Puppen spielten mit, wie man hier sieht.

das "Kind" ist die Puppe
Das tolle daran ist aber, daß drei Puppenspieler in schwarz (sie trugen sogar Schleier vor ihrem Gesicht) die Puppe bewegten. In der Pause wurden sie auch vorgestellt und sie erzählten etwas von ihrer Kunst.

Hier hält Butterfly die Puppe auf dem Arm und daneben die Puppenspieler.


Also ich muß sagen, das war ein mehr als gelungener Opernbesuch und vielleicht habe ich Glück im April, dann gucke ich Tosca von Puccini aus der Met und das mit Anna Netrebko.

Aber jetzt verweile ich in Gedanken noch ein bisschen in Japan...

sayonara...


                          die liebe Nana

Kommentare:

  1. Liebe Nana
    das war ein Erlebnis für dich und toll dass e sbesser war wie in Hamburg!
    Nah da wünsche ich dir eine glückselige Nacht mit der Erinnerung!
    Lieben Gruss Elke

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    1. In Hamburg sind alle Inszenierungen etwas stark modern, nicht so ganz mein Fall, aber besser als gar keine Kultur.

      Nana

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  2. Wie schOen!Ich bin ganz fasziniert beim Lesen deines Berichtes. Ich wuensche dir einen gemuetlichen Sonntag zum Nachklingen. Ingrid

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    1. Es ist auch eine wunderbare Oper mit toller Musik, vor allem den Summchor haben sie so wundervoll inszeniert... es ergab viel mehr Sinn für mich als damals in HH.

      Nana

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  3. Moin Nana,
    was für eine schöne Idee. Auch ich habe diese Oper bereits in Hamburg gesehen, aber vor VIELEN Jahren. Es scheint aber so ähnlich gewesen zu sein wie bei dieser Aufführung - spärliche Requisiten, aber die Kostüme dadurch sehr ausdrucksvoll. Schade, das mit Plácido Domingo, auch wenn noch nichts bewiesen ist, aber warum sollte er sonst so viele Auftritte absagen .... Wünsche dir noch einen schönen Sonntag. LG Andrea

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    1. Dir hätte das im Kino sicherlich auch mega gefallen. Die Requisiten waren echt Teil der Oper geworden, nicht einfach nur Bühnenbild.
      Also dieses Loch inmitten der Bühne, dann diese weiße Wendeltreppe ohne Geländer... ich hatte immer Angst, es stürzt gleich jemand runter.
      Domingo, so heißt es im Netz, hat wohl selbst abgesagt und sich zurück gezogen, man munkelt aber, daß die Met es ihm nahe gelegt hat.

      Nana

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  4. Schöne Möglichkeit großartige Oper auch live in schönen Rahmen stilvoll zu erleben. Dann mit so schönem Service, Dir einen schönen Nachklang heute.
    Das erinnert mich an eine Städtereise nach Wien. Dort fragten wir an der Oper nach Karten. Und wie es der Zufall wollte, gab es sehr günstig kurzfristig Plätze in der Indendantenloge. Hervorragende Aufführung von Butterfly
    in ital.Sprache mit tollem Bühnenbild und Kostümen. Und vor allem sehr eindrucksvolle Oper mit vielen Treppen schönen Räumen extra Platzanweiserinnen...nur den Sekt gab es nur gegen einen Obolus in der langen Pause. LG von Frauke

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    1. Der Sekt war ein Willkommensgruß, fand ich aber wirklich sehr nett. Es war in Wien sicherlich genauso toll.

      Nana

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  5. Das hört sich nach einem sehr schönen Erlebnis an.
    Liebe Grüße von
    Heike

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  6. Oh Nana, das hätte ich auch toll gefunden. Es ist so schön, dass man mit der modernen Technik heute so viele Menschen mit so einer Übertragung glücklich machen kann. Einen schönen Sonntag wünscht dir Rela

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    1. Genau das sagte ich gestern auch. Da sieht man eine live-Übertragung, d.h. aber auch, daß man die Oper in NYC am Mittag/Nachmittag zeigte, wahrscheinlich haben sie zwei Aufführungen.

      Nana

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  7. Liebe Nana,
    ich freue mich für Dich, das es ein gelungener Abend war. Im Kino die Übertragung einer Oper aus der MET zu genießen, wär hätte vor Jahren gedacht, das so etwas einmal möglich sein würde. Dein Cafe-Fingerhut Geburtstags-Geschenk hast Du so prima in eine besondere Ohren- und Augenfreude für Dich verwandelt. Sehr, sehr schön!-
    Liebe Grüße Anke

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    1. Vor 20 Jahren wäre diese Idee/Möglichkeit einer Oper im Kino unvorstellbar gewesen, vielleicht sogar schon vor 10 Jahren, da hast Du völlig recht. Insofern bin ich leidenschaftliche Nutznießerin der modernen Technik, genauso liebe ich auch Spotify, da hat man im Nu alles an Klassik, wonach einem gerade ist.

      Nana

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  8. Deine Beschreibung ist mitreißend, und ich freue mich für Dich, daß es sogar schöner als in Hamburg war!
    👍
    Liebgrüße,
    Tiger
    🐯

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  9. Hallo Nana,
    schön, dass es dir so gut gefallen hat. Mein Mann und ich wollen es auch mal machen eine Oper im Kino uns anschauen.
    Liebe Grüße Manuela

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    1. Solltet Ihr, war meine 3. oder 4. Oper im Kino. Ist nicht billig und es machen auch nicht viele Kinos, aber wie sonst käme man zu den großen Aufführungen wenn nicht so. Kino hat eben auch gleichzeitig eine tolle Akustik und die opernlichen Übertitel sind dort Untertitel. Lohnt auf alle Fälle und ich wette, Ihr werdet auch Fans der Kinoopernübertragung.

      Nana

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  10. Hallo Nana,
    was für ein gelungener Opernabend. Ich bin ehrlich gesagt nicht so der Opernfreund, aber diese Stimmen sind schon gewaltig und ab und an ein Lied finde ich total faszinierend!
    Liebe Grüße zu Dir
    Manu

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    1. Ist auch gut, daß nicht alle das gleiche mögen.

      Nana

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Ich behalte mir vor, nach eigenem Ermessen Kommentare zu löschen.

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