Gestern erreichte mich eine email von Rita, sie hat vor geraumer Zeit meinen Landschaftskurs (Kurs I) mitgemacht und wollte mir ihre neuesten Kreationen zeigen, die sie mit der gezeigten Methode erarbeitet hat. Alles ist appliziert und ich finde, es ist eine richtig tolle Arbeit. Sie gefällt mir so gut, daß ich sie Euch nicht vorenthalten möchte. Aber schaut selbst:
Die Katze ist ebenfalls appliziert und Rita spielte hier mit der Fadenspannung, benutzte zudem eine andere Farbe Garn im Oberfaden als im Unterfaden und erreichte dadurch eine zweifarbige Wirkung. Ich bin hin und weg und wenn ich mir so vorstelle, sie wird eines Tages vielleicht großflächiger... wir können gespannt sein auf ihre weiteren Arbeiten.
Danke, Rita, daß Du Deine Arbeit mit uns teilst und ich sie hier zeigen darf. Vielleicht ist es ein Ansporn für andere, auch mal diese Technik auszuprobieren.
Donnerstag, 20. September 2012
Dienstag, 18. September 2012
Zeit gehabt
Heute hatte ich mal wieder Zeit (und wenig Muse) an La France zu arbeiten. Im Moment ist es eine doofe Arbeit, denn ich nähe alles aneinander, was bei dieser Größe keinen wirklichen Spaß macht. Was soll´s, muß getan werden.
Während nebenher Klassikradio läuft, ist dort auch eine Rubrik, wie man sich das Leben leichter macht. Und während ich so nähte, sagte dieser Psychologe (oder was auch immer), daß man unangenehme Arbeiten nicht aufschieben soll, bis man in der Stimmung ist sie zu erledigen, sondern sich vornehmen, in der z.B. nächsten Stunde drei unangenehme Telefonate zu führen und man würde sehen, so schlimm sei es gar nicht.
Stimmt ja, während ich so dahernähte, kamen mir wieder wunderbare Ideen... jetzt muß nur noch jemand anderes Zusatzzeit erfinden, die man sich mal ausleihen kann.
Während nebenher Klassikradio läuft, ist dort auch eine Rubrik, wie man sich das Leben leichter macht. Und während ich so nähte, sagte dieser Psychologe (oder was auch immer), daß man unangenehme Arbeiten nicht aufschieben soll, bis man in der Stimmung ist sie zu erledigen, sondern sich vornehmen, in der z.B. nächsten Stunde drei unangenehme Telefonate zu führen und man würde sehen, so schlimm sei es gar nicht.
Stimmt ja, während ich so dahernähte, kamen mir wieder wunderbare Ideen... jetzt muß nur noch jemand anderes Zusatzzeit erfinden, die man sich mal ausleihen kann.
Und damit mir nicht zu langweilig wird und ich auch mal eine klitzekleines Erfolgserlebnis habe bzw. Objekt des Zeigens, mußte ich doch glatt wieder was nähen, was eigentlich so gar keiner braucht. Wird aber schnell fertig und das hatte ich mir von der Messe mitgebracht. Ach, übrigens, wer den Post Osnabrücker Messe vermißt, den mußte ich löschen, weil er merkwürdigerweise meine ganze Seite ruiniert hatte im Aufbau.
Heute Abend werde ich sticken (ich habe aber eine Vorlage und sie ist auf den Stoff gezeichnet, sieht man aber nicht) und morgen... mal sehen.
Montag, 17. September 2012
lauschiges Plätzchen
Ein lauschiges Plätzchen ist heute entstanden und ich muß gestehen, dort würde ich auch gerne mal sitzen und eine Tasse Tee trinken. Vielleicht sogar mit meiner Freudin, für die diese Stickerei sein wird.
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Sticken
Sonntag, 16. September 2012
Stickarbeit wächst
Abends sticke ich gerne (wenn die Socken mal nicht dran sind) und deshalb wächst mein Geschenk auch gut. Hier zu sehen:
Hier habe ich es mal unter die Frauenquiltblöcke gehängt, damit Ihr so in etwa einen Größenvergleich habt.
Und meine neue Stickbox ist auch eingepackt. Ich finde das so schön, wie die Farben in der Morgensonne leuchten.
Hier habe ich es mal unter die Frauenquiltblöcke gehängt, damit Ihr so in etwa einen Größenvergleich habt.
Und meine neue Stickbox ist auch eingepackt. Ich finde das so schön, wie die Farben in der Morgensonne leuchten.
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Sticken
Samstag, 15. September 2012
Frauenrechtsquilt # 3
Der dritte Block des Grandmothers´ Choice ist da und ich freue mich, Euch heute mein Exemplar zu zeigen. Wie Ihr wißt, widme ich jeden Block einer bestimmten Person oder Gruppe, um auch für mich selbst meinen Quilt zu etwas ganz besonderem zu machen.
Block Nr. 3 widme ich den Frauen des alten Chinas!
Zum ersten Mal traf ich auf dieses Thema, als ich mit meinen Klassenkameraden ins Ledermuseum ging, welches sich in meiner Heimatstadt Offenbach am Main befindet. Dort wird alles mögliche gezeigt was mit Leder zu tun hat, angefangen von der Pelzbekleidung der Eskimos über Lederkoffer über die Lederverarbeitung bis hin zu kleinen Dingen aus Leder. Und da sah ich in einer Vitrine einen klitzekleinen Lederschuh, reich verziert und sehr hübsch, aber merkwürdig aussehend. Daneben ein Wachsding, was nicht wirklich zu erkennen war. Auf dem dabeistehenden Schild war dann die Erklärung: es war der Wachsabdruck eines chinesischen Frauenfußes, der in diesen Schuh paßte. Nun, was soll´s - dachte ich mir - verstehe ich eh nicht. Ich war Schülerin und mit anderen Dingen mehr beschäftigt als mit sowas Abstraktem.
Vor ca. 5 Jahren las ich dann dieses Buch von Lisa See und plötzlich wurde mir vieles klar!
Im alten China wurden Mädchen höheren Standes die Füße gebunden! Dies bedeutete, daß man im jungen Kindesalter ihnen die Füße hart bandagierte, was natürlich schmerzhaft war und sie auch taub machte. Aber da hörte es nicht auf, nein, es ging noch härter weiter. Die Mütter/Großmütter brachen den Mädchen die Fußknochen (bis auf den großen Zeh), banden diese Zehen eng an den Fußballen (also unter die Füße) und manche legten auch Holzstücke oder sowas darunter. Dann wurde bandagiert und immer wieder neu gebrochen und gebunden, bis die Füße aufhörten zu wachsen und sichergestellt war, daß die Knochen nicht mehr zusammenwuchsen. Neben den unsagbaren Schmerzen kamen auch noch schlimme Infektionen der Füße hinzu und manchmal faulte auch das Fleisch. Mit hübschen Bandagen, Parfum und klitzekleinen Schuhchen machte man die Füße hübsch und ansehnlich und je kleiner das verkrüppelte Füßchen, desto erotischer und angesehener die Frau.
Natürlich waren Bäuerinnen verschont, Feldarbeit konnte man so nicht machen, auch machten die Mongolen da nicht mit und so manch anderes Provinzvolk auch nicht, aber "Lotusfüße" - wie man die gebundenen Füße auch nennt - waren nötig, um auch auf dem Heiratsmarkt ganz vorne mit dabei zu sein.
Laufen konnten diese Frauen nicht mehr oder wenn doch, dann nicht weit. Sie verließen kaum mehr das Haus, wurden anfälliger für Krankheiten, wurden breiter (aber auch das war schön damals) und demütiger, weil sie ohne Hilfe nicht wirklich fähig waren, am alltäglichen Leben teilzunehmen.
Erst 1911 verbot die Volksrepublik China das Binden der weiblichen Füße, was aber bis 1930 immernoch gemacht wurde, wenn auch nicht mehr standardmäßig. 1949 verbot die Regierung unter Mao Zedong endgültig das Füßebinden, gut so, aber ich möchte die Jahreszahl wiederholen: 1949!!!!!
Und diesen Block widme ich all den Mädchen von damals, die unter Schmerzensschreien diese Prozedur erleiden mußten, nur um einem Schönheitsideal zu folgen. Ich widme ihn den Frauen des alten Chinas, die kaum das Haus verlassen konnten und auf verkrüppelten Füßen und unter Schmerzen ein leben Leben mußten, was uns heute unvorstellbar ist.
Wer sich gerne genauer informieren möchte, für den habe ich hier einen Wiki-Link, dort findet Ihr auch Bilder.
Block Nr. 3 widme ich den Frauen des alten Chinas!
Zum ersten Mal traf ich auf dieses Thema, als ich mit meinen Klassenkameraden ins Ledermuseum ging, welches sich in meiner Heimatstadt Offenbach am Main befindet. Dort wird alles mögliche gezeigt was mit Leder zu tun hat, angefangen von der Pelzbekleidung der Eskimos über Lederkoffer über die Lederverarbeitung bis hin zu kleinen Dingen aus Leder. Und da sah ich in einer Vitrine einen klitzekleinen Lederschuh, reich verziert und sehr hübsch, aber merkwürdig aussehend. Daneben ein Wachsding, was nicht wirklich zu erkennen war. Auf dem dabeistehenden Schild war dann die Erklärung: es war der Wachsabdruck eines chinesischen Frauenfußes, der in diesen Schuh paßte. Nun, was soll´s - dachte ich mir - verstehe ich eh nicht. Ich war Schülerin und mit anderen Dingen mehr beschäftigt als mit sowas Abstraktem.
Vor ca. 5 Jahren las ich dann dieses Buch von Lisa See und plötzlich wurde mir vieles klar!
Im alten China wurden Mädchen höheren Standes die Füße gebunden! Dies bedeutete, daß man im jungen Kindesalter ihnen die Füße hart bandagierte, was natürlich schmerzhaft war und sie auch taub machte. Aber da hörte es nicht auf, nein, es ging noch härter weiter. Die Mütter/Großmütter brachen den Mädchen die Fußknochen (bis auf den großen Zeh), banden diese Zehen eng an den Fußballen (also unter die Füße) und manche legten auch Holzstücke oder sowas darunter. Dann wurde bandagiert und immer wieder neu gebrochen und gebunden, bis die Füße aufhörten zu wachsen und sichergestellt war, daß die Knochen nicht mehr zusammenwuchsen. Neben den unsagbaren Schmerzen kamen auch noch schlimme Infektionen der Füße hinzu und manchmal faulte auch das Fleisch. Mit hübschen Bandagen, Parfum und klitzekleinen Schuhchen machte man die Füße hübsch und ansehnlich und je kleiner das verkrüppelte Füßchen, desto erotischer und angesehener die Frau.
Natürlich waren Bäuerinnen verschont, Feldarbeit konnte man so nicht machen, auch machten die Mongolen da nicht mit und so manch anderes Provinzvolk auch nicht, aber "Lotusfüße" - wie man die gebundenen Füße auch nennt - waren nötig, um auch auf dem Heiratsmarkt ganz vorne mit dabei zu sein.
Laufen konnten diese Frauen nicht mehr oder wenn doch, dann nicht weit. Sie verließen kaum mehr das Haus, wurden anfälliger für Krankheiten, wurden breiter (aber auch das war schön damals) und demütiger, weil sie ohne Hilfe nicht wirklich fähig waren, am alltäglichen Leben teilzunehmen.
Erst 1911 verbot die Volksrepublik China das Binden der weiblichen Füße, was aber bis 1930 immernoch gemacht wurde, wenn auch nicht mehr standardmäßig. 1949 verbot die Regierung unter Mao Zedong endgültig das Füßebinden, gut so, aber ich möchte die Jahreszahl wiederholen: 1949!!!!!
Und diesen Block widme ich all den Mädchen von damals, die unter Schmerzensschreien diese Prozedur erleiden mußten, nur um einem Schönheitsideal zu folgen. Ich widme ihn den Frauen des alten Chinas, die kaum das Haus verlassen konnten und auf verkrüppelten Füßen und unter Schmerzen ein leben Leben mußten, was uns heute unvorstellbar ist.
Wer sich gerne genauer informieren möchte, für den habe ich hier einen Wiki-Link, dort findet Ihr auch Bilder.
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Frauenquilt
Donnerstag, 13. September 2012
"Das unendliche Blau"
Morgen ist es nun soweit, die Messe "Nadel und Faden 2012" öffnet ihre Pforten in Osnabrück und ich fahre hin!!! Grund hierfür ist eine Einladung, weil mein Quilt angenommen wurde, den ich zum textilen Wettbewerb extra angefertigt hatte. Das diesjährige Thema lautet "Das Unendliche Blau" und die Endmaße waren wahrlich klein: 20 x 32 cm, Hoch- oder Querformat, ganz egal.
Ich googelte mal wieder nach einem passenden Motiv und durchforstete das Internet, mir war klar, daß ich bei Anblick eines passenden Fotos genau wissen würde, DAS ist das Unendliche Blau. So stieß ich durch Zufall auf eine Fotografie, die in mir das weckte, wonach ich suchte. Ich schrieb die Fotografin an und bekam promt die Zustimmung, ihr Foto als Vorlage zu benutzen. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Bettina.
Auf dem Foto sind Mobulas zu sehen, sie gehören in die gleiche Tierfamilie wie die Mantas, nur "fliegen" sie tatsächlich auch mal aus dem Wasser heraus! Ist DAS nicht Unendlich? Schweben in der Weite des Ozeans, der nirgends aufhört und aus dem alles Leben kommt...
Und das ist meine Arbeit in Stoff. Ich möchte sie hier aus unterschiedlichen Entfernungen zeigen, weil sie tatsächlich anders wirkt, je nach Lichteinfall.
Die Schwänze sind gequiltet und die Wasserbewegung versuchte ich möglich realistisch nachzuahmen.
Morgen früh fahre ich mit dem Zug nach Osnabrück, schaue mir mein Werk unter all den anderen an (übrigens: es wurden 140 Arbeiten eingesandt und 50 angenommen) und werde Euch berichten, bestimmt bringe ich viele Fotos mit.
Ich googelte mal wieder nach einem passenden Motiv und durchforstete das Internet, mir war klar, daß ich bei Anblick eines passenden Fotos genau wissen würde, DAS ist das Unendliche Blau. So stieß ich durch Zufall auf eine Fotografie, die in mir das weckte, wonach ich suchte. Ich schrieb die Fotografin an und bekam promt die Zustimmung, ihr Foto als Vorlage zu benutzen. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an Bettina.
Auf dem Foto sind Mobulas zu sehen, sie gehören in die gleiche Tierfamilie wie die Mantas, nur "fliegen" sie tatsächlich auch mal aus dem Wasser heraus! Ist DAS nicht Unendlich? Schweben in der Weite des Ozeans, der nirgends aufhört und aus dem alles Leben kommt...
Und das ist meine Arbeit in Stoff. Ich möchte sie hier aus unterschiedlichen Entfernungen zeigen, weil sie tatsächlich anders wirkt, je nach Lichteinfall.
Die Schwänze sind gequiltet und die Wasserbewegung versuchte ich möglich realistisch nachzuahmen.
Morgen früh fahre ich mit dem Zug nach Osnabrück, schaue mir mein Werk unter all den anderen an (übrigens: es wurden 140 Arbeiten eingesandt und 50 angenommen) und werde Euch berichten, bestimmt bringe ich viele Fotos mit.
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Ausstellung,
Kunstquilt
Dienstag, 11. September 2012
Heißluftballons
Jetzt will ich mal eine andere Arbeit zuerst zeigen und zwar die meiner Tochter. Endlich hat sich jemand erbarmt und diese klebe/schneid/Stoff-Sache angefangen und beendet. Und so soll es aussehen - von Profis gemacht:
Und so sieht es aus, wenn 7-jährige Profis das machen:
Sie war echt Feuer und Flamme und werkelte und werkelte, schnitt mit einem Teppichmesser (oft dachte ich, was, wenn sie abrutscht?????????) und ist nun ganz stolz. Jetzt hängt es im Flur über unserem Schuhregal.
Und soweit ist meine Stickerei jetzt:
Wollkauf, mehr nicht
Heute kam auch meine bestellte Wolle an, sie ist von hier. Von da hatte ich damals auch die Wolle "Braunbär unter freiem Himmel" gekauft und die rosa/braune heißt: "Baummädchen II" und die blaue Wolle heißt "Atlantic flame". Schön, gell? Daraus werde ich Socken stricken und mir ein schönes Muster suchen. Mehr habe ich nicht zu berichten, die Stickerei wächst und La France ruht, vielleicht finde ich morgen ein bischen Zeit, daran zu arbeiten.
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Stricken
Montag, 10. September 2012
Stoffe und Sticken
Es ist ja nicht so, daß ich Stoffe brauche...
Es ist auch nicht so, daß ich ein neues Projekt starte...
Es ist ebenfalls nicht so, daß ich irgendwas mit neuen Stoffen vorhätte...
... ich habe einfach nur Freude daran!
Und meine Stickarbeit wächst auch. Die mache ich anstelle von Stricken, abends, während ich fern sehe.
Diese Woche muß ich aber ein bischen was tun im Haushalt. Der neue Sonnenstand zeigt mir, wo hier die Staubmäuse wohnen und wo ich schon lange nicht mehr mit einem Lappen war. Und mal wieder ausmisten und wegwerfen, das ist auch nötig. Und an La France werde ich mich auch wieder dransetzen, die Zeit läuft und noch ist alles ganz entspannt. Und eine Idee zur Rettung der Krippe habe ich auch schon im Kopf. Ihr dürft weiterhin gespannt sein.
Es ist auch nicht so, daß ich ein neues Projekt starte...
Es ist ebenfalls nicht so, daß ich irgendwas mit neuen Stoffen vorhätte...
... ich habe einfach nur Freude daran!
Und meine Stickarbeit wächst auch. Die mache ich anstelle von Stricken, abends, während ich fern sehe.
Diese Woche muß ich aber ein bischen was tun im Haushalt. Der neue Sonnenstand zeigt mir, wo hier die Staubmäuse wohnen und wo ich schon lange nicht mehr mit einem Lappen war. Und mal wieder ausmisten und wegwerfen, das ist auch nötig. Und an La France werde ich mich auch wieder dransetzen, die Zeit läuft und noch ist alles ganz entspannt. Und eine Idee zur Rettung der Krippe habe ich auch schon im Kopf. Ihr dürft weiterhin gespannt sein.
Samstag, 8. September 2012
Frauenrechtsquilt # 2
Der neue Block des Frauenrechtsquilts ist herausgegeben und der war gar nicht so einfach zu nähen. Und wie bereits angekündigt, widme ich jeden Block einer Person oder Gruppe, so wird mein Quilt ein ganz persönliches Werk.
Ich widme meinen Block Nr. 2 meiner Oma, den liebsten Menschen, den ich je gekannt habe.
Wir Enkelkinder nannten sie Maine-Oma, der Fluß Main steckt darin und sie war ein Frankfurter Mädchen. Sie ist die Mutter meiner Mutter und wir sind die 5. Generation Mädchennachkommen, denn schon ihre Mutter hatte nur Schwestern und so ging es weiter bis heute - ich habe Mädchen, meine Schwester hat ein Mädchen und selbst meine Cousine hat ein Mädchen.
Meine Oma war der wunderbarste Mensch, den man sich nur vorstellen kann und eine wundervolle Oma. Wie sie als Frau oder Mutter war, das spielt für mich keine Rolle, ich kenne sie als gütige Oma, die nichts für mich empfand als Liebe.
Meine Oma war mit einem schwierigen Mann verheiratet und nicht immer war ihr Leben leicht. Sie erzählte mir oft, wie sehr sie ihren Vater liebte, wie schwer es im Krieg in Frankfurt war, wie gerne sie arbeiten ging und wie sehr sie ihr erstes Enkelkind liebt... mich. Sie erzählte mir auch von mir, damals, als ich klein war, krank war, Sahne liebte und mich Nana nannte.
Erst sehr spät lernte meine Oma Hosen kennen. Kaum vorstellbar, aber so war es. Ganz früher kannte ich sie mit Kitteln, später legte sie diese ab. Und wenn man sie abholte, weil man mit ihr etwas unternehmen wollte, da wußte man, daß sie gestriegelt und geschniegelt fertig auf einen wartete. Immer war sie piccobello. Sehr gerne trug sie dieses.... wie heißt nochmal das Muster?... Hahnentritt?... Kleid mit dem Muster oder ein dunkelblaues und darin ein rosanes Tüchlein in der Brusttasche.
Sie kochte lecker, wenn auch aus heutiger Sicht vitaminabtötend, sie backte den wunderbarsten Käsekuchen der Welt, machte die unglaublichste Frankfurter Grüne Soße und rauchte bis zum Schluß. Sie strickte gut und viel und sie stickte. Kleine, zarte Röslein auf eine unendlich großen Tischdecke. Von ihr lernte ich, daß die gute Stickerin an ihrer Rückseite der Stickarbeit zu erkennen ist. Sie brachte mir das Häkeln bei. Sie war Stadtmensch, durch und durch, liebte Wolle und Tischdecken, die sie in Massen hatte. Sie erzählte mir, wie gerne sie es gesehen hätte, wenn eine ihrer beiden Töchter in Weiß geheiratet hätten.
Eines Tages erlitt sie einen Hirnschlag. Sie konnte nicht mehr sprechen und auch was sie sonst so mitbekam, war nicht ganz sicher. Ich wohnte hier im Norden, war also schon weggezogen und bekam das alles nicht so richtig mit. Und dann kam eines Tages der Anruf, daß sie gestorben sei.
Meine Oma war tot. Ihre Beerdigung war noch vor unserer Hochzeit (in Weiß!) und auch hatte sie nicht gewußt, daß ich schwanger war. So steckte ich mit einer Nadel ein Ultraschallbild an die Schleife des Trauerkranzes und auch bei meiner Hochzeit hatte ich ein Bild von ihr in meiner Tasche.
Das ist nun lange her, 10 Jahre bestimmt und doch fehlt sie mir. Und wenn ich einmal Oma werden sollte, dann wünsche ich mir, so zu sein wie sie.
Und für sie ist dieser Block.
In tiefer Liebe!
Ich widme meinen Block Nr. 2 meiner Oma, den liebsten Menschen, den ich je gekannt habe.
Wir Enkelkinder nannten sie Maine-Oma, der Fluß Main steckt darin und sie war ein Frankfurter Mädchen. Sie ist die Mutter meiner Mutter und wir sind die 5. Generation Mädchennachkommen, denn schon ihre Mutter hatte nur Schwestern und so ging es weiter bis heute - ich habe Mädchen, meine Schwester hat ein Mädchen und selbst meine Cousine hat ein Mädchen.
Meine Oma war der wunderbarste Mensch, den man sich nur vorstellen kann und eine wundervolle Oma. Wie sie als Frau oder Mutter war, das spielt für mich keine Rolle, ich kenne sie als gütige Oma, die nichts für mich empfand als Liebe.
Meine Oma war mit einem schwierigen Mann verheiratet und nicht immer war ihr Leben leicht. Sie erzählte mir oft, wie sehr sie ihren Vater liebte, wie schwer es im Krieg in Frankfurt war, wie gerne sie arbeiten ging und wie sehr sie ihr erstes Enkelkind liebt... mich. Sie erzählte mir auch von mir, damals, als ich klein war, krank war, Sahne liebte und mich Nana nannte.
Erst sehr spät lernte meine Oma Hosen kennen. Kaum vorstellbar, aber so war es. Ganz früher kannte ich sie mit Kitteln, später legte sie diese ab. Und wenn man sie abholte, weil man mit ihr etwas unternehmen wollte, da wußte man, daß sie gestriegelt und geschniegelt fertig auf einen wartete. Immer war sie piccobello. Sehr gerne trug sie dieses.... wie heißt nochmal das Muster?... Hahnentritt?... Kleid mit dem Muster oder ein dunkelblaues und darin ein rosanes Tüchlein in der Brusttasche.
Sie kochte lecker, wenn auch aus heutiger Sicht vitaminabtötend, sie backte den wunderbarsten Käsekuchen der Welt, machte die unglaublichste Frankfurter Grüne Soße und rauchte bis zum Schluß. Sie strickte gut und viel und sie stickte. Kleine, zarte Röslein auf eine unendlich großen Tischdecke. Von ihr lernte ich, daß die gute Stickerin an ihrer Rückseite der Stickarbeit zu erkennen ist. Sie brachte mir das Häkeln bei. Sie war Stadtmensch, durch und durch, liebte Wolle und Tischdecken, die sie in Massen hatte. Sie erzählte mir, wie gerne sie es gesehen hätte, wenn eine ihrer beiden Töchter in Weiß geheiratet hätten.
Eines Tages erlitt sie einen Hirnschlag. Sie konnte nicht mehr sprechen und auch was sie sonst so mitbekam, war nicht ganz sicher. Ich wohnte hier im Norden, war also schon weggezogen und bekam das alles nicht so richtig mit. Und dann kam eines Tages der Anruf, daß sie gestorben sei.
Meine Oma war tot. Ihre Beerdigung war noch vor unserer Hochzeit (in Weiß!) und auch hatte sie nicht gewußt, daß ich schwanger war. So steckte ich mit einer Nadel ein Ultraschallbild an die Schleife des Trauerkranzes und auch bei meiner Hochzeit hatte ich ein Bild von ihr in meiner Tasche.
Das ist nun lange her, 10 Jahre bestimmt und doch fehlt sie mir. Und wenn ich einmal Oma werden sollte, dann wünsche ich mir, so zu sein wie sie.
Und für sie ist dieser Block.
In tiefer Liebe!
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Frauenquilt
3 Mädel Haus
In dieser, unserer Wohnung leben nebst meinem Mann drei Mädels... die eine ist 7, die andere 9 und die dritte 45. Es ist immer was los, es ist immer laut und zickig und Geduld kennen wir vier überhaupt nicht. Hier fliegen oft die Türen, hier kreischt man sich auch mal an und man ruft sich durch die ganze Bude: "Mamaaaaaa!".... "Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa?".... "Wo bist duuuuuuuuuuuuuuu?".... "Hieeeeeeer!"
Zu erwähnen sei, das unsere Wohnung nur 76 qm hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber wo zwei Kinder einer kreativen Mutter leben, ist die Kreativität auch dreifach vorhanden. Und ich zeige Euch nun Handarbeit x 3:
Meine:
Ein paar Detailbilder gibt´s auch. Das ich das Geschirr in gelb machte, war keine so gute Idee.
Und nun Kreativität Nummero zwo, 9 Jahre. Sie haben in der Schule gewebt und als sie mir sagte, daß sie jetzt auch webt, fand ich das schon komisch. Sie hat doch keinen Webrahmen. Und dann zeigte sie mir, was sie gelernt hatte. Das habe ich vorher selbst noch nie gesehen und finde das echt toll.
Als Motiv möchte sie einen Leuchtturm weben.
Kreativität Nr. drei, 7 Jahre alt. Sie kramte aus der Blueraybrennerverpackung (das war eines der beiden Hochzeitsgeschenke ihres Vaters) das Styroporinnenleben heraus und bastelte einen Hund. Grandios, wie ich finde!!!
Und heute morgen flogen Gänse über unsere Siedlung hinweg. Schaut.... der Herbst ist da!
Und übrigens:
dies ist mein 300. Post!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zu erwähnen sei, das unsere Wohnung nur 76 qm hat!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aber wo zwei Kinder einer kreativen Mutter leben, ist die Kreativität auch dreifach vorhanden. Und ich zeige Euch nun Handarbeit x 3:
Meine:
Ein paar Detailbilder gibt´s auch. Das ich das Geschirr in gelb machte, war keine so gute Idee.
Und nun Kreativität Nummero zwo, 9 Jahre. Sie haben in der Schule gewebt und als sie mir sagte, daß sie jetzt auch webt, fand ich das schon komisch. Sie hat doch keinen Webrahmen. Und dann zeigte sie mir, was sie gelernt hatte. Das habe ich vorher selbst noch nie gesehen und finde das echt toll.
Als Motiv möchte sie einen Leuchtturm weben.
Kreativität Nr. drei, 7 Jahre alt. Sie kramte aus der Blueraybrennerverpackung (das war eines der beiden Hochzeitsgeschenke ihres Vaters) das Styroporinnenleben heraus und bastelte einen Hund. Grandios, wie ich finde!!!
Und heute morgen flogen Gänse über unsere Siedlung hinweg. Schaut.... der Herbst ist da!
Und übrigens:
dies ist mein 300. Post!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Freitag, 7. September 2012
gemütlich
Ich liebe Herbsttage, auch wenn offiziell noch kein Herbst ist. Und heute ist es richtig schön herbstlich hier im hohen Norden.... Wind, Wolken, aufpeitschendes Wasser, der Regen fast waagrecht... herrlich und so schön gemütlich zuhause.
Da meine Socken fertig wurden und ich mit dem Kreuzstich noch nicht so gut befreundet bin, mache ich eine nette "Redwork"-Stickerei, nur in bunt. Vielleicht schenke ich das meiner guten Freundin in Hessen, sie liebt ihren Garten und das Motiv wird ihr gut gefallen.
Da meine Socken fertig wurden und ich mit dem Kreuzstich noch nicht so gut befreundet bin, mache ich eine nette "Redwork"-Stickerei, nur in bunt. Vielleicht schenke ich das meiner guten Freundin in Hessen, sie liebt ihren Garten und das Motiv wird ihr gut gefallen.
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Sticken
Mittwoch, 5. September 2012
angekommen
Heute sind gleich drei Dinge angekommen:
Meine Schere ist wieder da!!!!!
Das Schleifen und Einstellen hat 11,76 € gekostet zzgl. Mwst. und Fracht. Geht doch. Sie schneidet jetzt ohne diese Zacke am Stoff, ich glaube, sowas nennt man Grat oder so. Ich bin froh.
Angekommen sind auch die bei Nina bestellten Stoffe, die sie aus ihrem Privatlager verkauft hat. Alles Batiks, mal große, mal kleine Stücke. Wirken ein bischen düster.
Meine Schere ist wieder da!!!!!
Das Schleifen und Einstellen hat 11,76 € gekostet zzgl. Mwst. und Fracht. Geht doch. Sie schneidet jetzt ohne diese Zacke am Stoff, ich glaube, sowas nennt man Grat oder so. Ich bin froh.
Und dann haben mein Mann und ich ja 10. Hochzeitstag diesen Monat und normalerweise schenken wir uns nichts, sondern gehen nur schön Frühstücken. Aber weil es unser 10. Hochzeitstag ist und ich schon bei dem Thema bin, will ich auch ein bischen ausholen (wir haben heute keinen Hochzeitstag!).
Geheiratet haben wir, da war ich bereits im 5. Monat schwanger. Das Kleid mußte ich sage und schreibe vier mal ändern lassen. Es war ein wunderschönes Goldbrokatkleid mit Schleppe, ein Traumkleid!
Den Tag unserer Hochzeit hatte ich fast minutiös geplant und so liefen wir vom Standesamt hinüber zur Kirche und danach hinüber zum Hotel und Restaurant, denn alles lag direkt am Marktplatz. Und weil dieser Tag ein Freitag war, war auch tatsächlich Wochenmarkt und wir ernteten viele Glückwünsche. Nach dem Essen gab´s noch Hochzeitstorte und dann sind wir beide in den Flieger und ab nach Venedig. Wir flogen in Hochzeitskluft und viele fragten uns bei dem Zwischenstopp in Frankfurt, ob wir einen Film drehen oder ob das alles echt sei. Man kann auch gut mit so einem großen Reifrock sitzen und fliegen, hätte ich nicht gedacht. Von der Fluggesellschaft gab es auch noch ein Fläschchen Champus und einen besseren Platz, die Maschine war eh recht leer. Und als wir dann endlich um 23 Uhr in Venedig ankamen, wollten wir unbedingt noch ein bischen herumlaufen und trafen tatsächlich drei weitere Brautpaare, ebenfalls in weiß. Aber soll ich Euch was sagen? Keine war so schön wie ich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Hier auf dem Piazetta San Marco, hinter uns der Dogenpalast:
Ich bin so gar kein romantischer Mensch und steh´ eher auf praktische Sachen und so vereinbare ich immer mit meinem Mann, was wir uns schenken... zu Weihnachten, zum Geburtstag und diesmal auch zum Hochzeitstag. Normalerweise schenken wir uns immer in Gedanken Geld und jeder bestellt sich nach Herzenslust was (Stoff natürlich!!!!), so machten wir es auch dieses mal.
Das hier schenke ich meinem Mann (er darf es vorher aber schon benutzen):
Und das hier schenkt er mir.... Bild folgt gleich.
Ich war mal auf einem Flohmarkt und kam bei einem Steinmetz vorbei. Da sah ich einen Grabstein stehen, der war so wunder-, wunder-, wunderschön, daß ich fragen mußte, was das für ein Stein sei. Dunkelgrau, fast schwarz und er schimmerte in allen Blautönen, die man sich nur vorstellen kann. Er sagte, es sei ein Labradorith. Wie ich bin, googelte ich gleich danach und seitdem ließ mich dieser Stein nicht mehr los, ich mußte auch einen haben.
Ein dunkler, bläulicher Labradorith wird auch Spektrolith genannt, weil er in den Spektralfarben schimmern kann. Es stammt aus Finnland, ist ein Feldspat und kann als Labradorith auch golden oder grünlich schimmern. Die Esoteriker ordnen ihm Kreativität zu und er soll die Fantasie beflügeln.
Und dies ist mein Trommelstein - wie gesagt, er schimmert nur, er ist nicht wirklich blau, nur, wenn man ihn bewegt.
Und das ist mein Kettenanhänger im Schimmer:
Man kann auch durch ihn hindurchsehen:
Und so "häßlich" ist er, wenn er ohne passenden Lichteinfall und Bewegung ist:
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