Der Flanell ist gebügelt und stellenweise am Boden festgeklebt. Das mache ich, weil ich über den Stoff laufe, während ich das Vlies darüberlege.
Das Vlies ist schön übergroß.
Darauf wirkt das Japantop direkt mickrig.
Hübsch, oder, wenn die Sonne darauf scheint? Die ersten Stiche sind gemacht und wie, das zeige ich gleich im Detail.
Ich benutze eine sehr große und sehr stabile Nadel, sie ist locker 5-6 cm lang.
Ich steche in die Kreuzung und das diagonal. Ich mache keine minikleinen Stiche, sondern sie dürfen gerne etwas rustikal wirken.
Zudem mache ich einen erneuten Stich, dadurch wird alles mehr gesichert für den Gebrauch und beim Waschen soll sich ja auch nichts lösen.
Dann mache ich den sog. Chirurgenknoten (ich weiß nicht, ob man das wirklich so nennt, aber auf der Tube hieß er so).
Und abschneiden.
Ja, der Knoten ist etwas fest, wenn man mit der Hand drüberstreicht, aber a) ist es Wolle und b) Stoff und c) wird da später Bewegung sein, also ich vermute, daß sich alles noch ineinander schmiegen wird und dann wird es sicherlich noch viel, viel besser aussehen.
Damit aber die Arbeit schneller geht, kann man "in Kette" vorarbeiten. Dafür läßt man einfach zwischen den Stichen etwas Wollluft und dann...
... schneidet man mittig durch. So hat jeder Stich gleich viel Wolle, die man dann nach gusto kürzen kann. Diese Art ist sehr effektiv und geht relativ schnell.
Ich machte das auf dem Boden, eine sehr unbequeme Art, aber wenn alles so gut liegt, dann quäle ich mich da durch. All meine Tische sind zu klein, aber mit dem Stillkissen als Knieunterlage ging es recht gut.
Fertig vorbereitet ist das ganze Top und auch schon die Fäden sind durchgeschnitten.
Jede dritte Kreuzung (also alle 9 cm) ist ein Stich und drei Kreuzungen runter und um eine Kreuzung versetzt ging es dann jede Knotenreihe weiter.
Sie sieht es von hinten aus, aber wohl bemerkt: es ist noch nicht geknotet.
Dann sind Imo und ich erst noch eine schöne Runde gegangen und ich habe mir ein Eis gekauft, dann ging es auf der Couch weiter und ich knotete jeweils drei Knoten, popelte die Fäden ab, die durch die NZ oder vom Nähen überall sind und das ist recht entspannend, muß ich sagen.
Sechs Knotenreihen sind fertig.
Man hat die Wahl und kann fest zuziehen beim Knoten, oder es locker lassen. Ich lasse es relativ locker, also ziehe nicht stramm zusammen, weil das mir bei diesem Quilt nicht gefallen würde. Dafür ist er zu "rustikal".
Das ist nun die Rückseite.
Ich werde jetzt kochen und dann geht´s weiter.
Ich weiß auch schon, wie ich den Quilt fertigstellen werde... bleibt dran!
die liebe Nana