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Samstag, 4. April 2026

im Vergleich

Heute - und dieser Post wird über Ostern so stehen bleiben - möchte ich Euch meine beiden Belle´s zeigen im Vergleich zueinander.

Diese Belle ist gemalt, d.h. zuerst habe ich sie gequiltet und dann gemalt. Die Federn im Hintergrund kamen nachträglich hinzu, aber Belle selbst war zuerst auf hellen Stoff gequiltet.

Im Vergleich die rein stöffliche Belle, bestehend aus 567 Einzelteilen Stoff.

Das Problem damals bei der gemalten Belle war, dass die Stofffarbe nicht deckend und sehr dünnflüssig war, aber manche Stellen einfach deckend sein mussten. Da war guter Rat teuer, aber ich hatte Glück und stand in Kontakt zu einem Ölmaler, er gab mir sehr, sehr gute Tipps. 

Die Schwierigkeit bei der stöfflichen Belle war, dass Rundungen mit so vielen Einzelteilen und dazu noch Schatten und Licht schwerer darzustellen war. Zudem war das ganze nach der sog. raw-edge-Methode gearbeitet, d.h. die Stoffkanten jedes einzelnen Stücks sind offen, also nicht umgeknickt und mit einer NZ versehen.

Irgendwie müssen die Teile ja auch an- bzw. aufeinander und fixiert werden, dieser zickzack-Stich ist leider in der Nahansicht deutlich sichtbar.
 

Besonders filigran waren teilweise die Stoffärmel, Schleifen und Kette, aber das war eine schöne Herausforderung und man darf nicht vergessen, dass ist schon einige Jahre her, mindestens sieben oder gar acht. Ich malte mit einem sehr, sehr feinen Pinsel.

Bei Belle aus Stoff hatte ich Glück, dass ich oft super passende Stoffe in meinem Fundus hatte.

Zusätzlich bekam sie eine Art Balkonbrüstung oder unterer Bilderrahmen.

Es geht bei beiden nicht um "welche ist schöner?" oder "welche gefällt besser?", es geht um die unterschiedlichen Techniken. 

Ich kenne keinen Quilt, der gequiltet und ausschließlich gemalt ist. Und die raw-edge-Methode war damals noch nicht so verbreitet in Deutschland, denn die Stoff-Belle ist sogar noch viel älter.

Ich liebe sie beide.

 

                            die liebe Nana 


Freitag, 31. Oktober 2025

haben ist besser....

... als brauchen!

Mangels passender Wolle habe ich ein kleines Strickprojekt aufgegeben und dafür ein neues kleines Projekt begonnen.

Es hätten Armstulpen werden sollen, jetzt wird es eine minikleine "Tischdecke" für den runden Tisch meiner Kleinen in ihrer ersten Wohnung. 

Da ich nicht weiß, ob ihr das überhaupt gefällt, wollte ich das Teil nicht zu groß machen und entschied mich für einen Dresdner Teller, handgenäht.

Ist gar kein Hexenwerk, wie von mir all die Jahre vermutet.

Sieht schon mal ganz gut aus.

Arrrggghhhhh.... was´n das für´n Versatz??????

Jetzt, wo ich das schreibe, stelle ich mir die Frage, wieso ich die eine Naht nicht aufgemacht und neu genäht habe????? 

Das fiel mir nicht im entferntesten ein, ist doch völlig bescheuert, oder? Da ist man in einer Blase gefangen und merkt es nicht.

So hatte ich versucht, das zu "reparieren", schnitt die NZ ein und legte diese einfach um... naja, deutlich besser, wenn ein mit Stoff hinterlegter Versatz besser zu nennen ist. Augenroll.



 

Das Mittelstück ist ebenfalls mit der Hand appliziert. 

H630 hinne druff (aber nicht bis zum Rand festgebügelt) und gesandwicht.

Quiltgarn gewählt...

... und schon mal angefangen (schlecht) mit der Hand zu quilten.

Dieses Wochenende wird das Miniquiltchen bestimmt fertig.

 

                              die liebe Nana
 


Sonntag, 26. März 2023

wieder zurück

Ich bin zurück vom Nähwochenende aus Weddelbrook, welches Petra organisiert hatte. Hat sie wundervoll gemacht, vielen lieben Dank an dieser Stelle.

Andrea nahm mich glücklicherweise mit (ich habe ja kein Auto) und so genoß ich dieses Wochenende in vollen Zügen in bester Gesellschaft.

Mein Platz:

Der Nähteil vom großen Raum:

Beide Abende gingen wir gut essen schräg gegenüber und unsere Unterkunft war auch nur zwei Häuser weiter.

Am nächsten Morgen schaute ich mir das Dorf ein wenig an und kam zum Kriegsdenkmal oder Mahnmal oder Ehrendenkmal oder wie auch immer man dies richtig benennt.

Mit uns nähte/strickte auch Petra´s Schwester und ihre beiden Töchter sowie fünf weitere liebe Damen. Hoffe, es geht der Tochter besser, Sandra und auch dem Mann, Jacky.

Gefreut habe ich mich besonders auch über den Besuch von Petra´s Mutter, denn - wie man sich denken kann - hat sie früher sehr viel selbst gehandarbeitet und brachte uns heute ein paar Exemplare mit. 

Kennt Ihr die Schiffchentechnik? Man nennt sie im Italienischen auch "Occhi" oder im Englischen "Tatting".

Sie schenkte jeder von uns ein Lesezeichen, lieben Dank auch hierfür nochmal.


Natürlich waren wir durchweg gut verpflegt und gut gelaunt und es wurde gestickt, gestrockt, gequiltet mit der Hand, genäht, getestet, es kam auch Petra´s Mann zu Besuch samt deren Dackeldame Sirka.


Am Samstag entschied ich mich dann zu einer kleinen Handnäharbeit und dies ist es geworden. Auch der RV ist per Hand eingenäht.



Bis zur Spitze von meiner zweiten Socke habe ich es geschafft, den Rest mache ich heute Abend fertig.

Das war eine ganz wunderbare Zeit, die sehr gut getan hat. Allerherzlichsten Dank für diese schöne Auszeit.

Unterdessen erreichten mich Beiträge zum Wochenthema "Ein Hauch von Frühling":

Lisa:

Margitta:

Auch ich habe gezeichnet, der heutige Beitrag ist jedoch noch nicht gemacht.


Das war´s. 

                             die liebe Nana

Dienstag, 8. Februar 2022

totale Inspiration

Am Sonntag zeigte uns Anke Seesterne eine ihrer neusten Arbeiten.

Sie öffnete ein Nähbüchlein und darin befanden sich ganz wundervolle kleine Seiten voller Textilkunst. Ich war sofort hin und weg und als sie mir dann die Links für die Tube schickte, schaute ich sie mir gestern direkt an (ich verlinke nicht zur Tube, gebe euch aber den # dazu: #sew4thesoul12pagesofchristmas).

Die dortige Textilkünstlerin ist Anne Brooke und ich sagte mir: "Das will ich auch machen!"

Ich suchte also allerlei Sammelsurium zusammen...

... und legte los.

Es sollte ein Nähbüchlein für meine Freundin in Hessen werden und sie schätzt Handarbeit sehr, allerdings liegt sie momentan im Krankenhaus uns es schaut gerade nicht sonderlich gut aus.

Die Grundstoffe waren schnell gefunden, da sie Blumen, ihren Garten und alles was damit zu tun hat liebt.

Das ist der Außenstoff und... 

... das ist der Innenstoff, ein alter Kissenbezug.

Als Vlies wählte ich Thermolam und nähten den Außenstoff fest. Alle Schritte wurden nur mit der Hand gemacht.

Das Innenleben wurde mittig markiert, denn es sollte ja ein Büchlein werden und wenn man es zusammen klappt, darf nichts sperren. 

Als Schließe habe ich den Kissenbezug weiter verarbeitet und die Knopflochleiste gewählt. Das ist zwar farblich nicht wirklich passend, aber im Ganzen wird es dann stimmig sein, so meine Hoffnung.



Das wollte ich verarbeiten und legte es vor mich.

Stoffe, Stickgarn, Krimskrams

Glücklicherweise habe ich noch einiges an Bottom Line, was ein ultradünnes Garn ist.

Ich wollte es romantisch gestalten, genau wie Anke und Anne, aber so richtig wollte mir das nicht gelingen. 

Ich glaube, ich habe einfach die eine Sache so sehr verinnerlicht durch meine Selbständigkeit, daß sie mir (vielleicht Gott sei Dank!) immernoch präsent ist:

Wenn man etwas für jemanden macht, dann muß diese Person in den Gedanken sein, nicht man selbst!

Und meine Freundin liebt nun mal ihren Garten und ihre kleinen Enkel und plötzlich war aus diesen Dingen der 12pagesofchristmas eine eigene Geschichte geworden und ich kreierte plötzlich eine Mischung aus allem und erzählte eine eigene Geschichte....

... ja, ich verarbeitete Spitze  und Knöpfe, ich stickte und verwurstelte Hexagons, ich machte Anhänger und arbeitete in rund, legte aufeinander, machte ein Herz und vieles mehr, genau wie es im # heißt, aber ich machte ein Bild. Vielleicht ist es etwas kindlich naiv, aber es wird genau richtig sein, davon bin ich überzeugt.

Zwei Tage habe ich daran gearbeitet, gestickt und genäht, jetzt ist es fertig und das ist die rechte Seite:

Ich habe zwei Hexagons aus Australien benutzt und auch ein japanischer Stoff ist verarbeitet.

Die linke Seite ist ganz anders gestaltet und hat mehr Bewegung drin. Meine Freundin liebt auch Sterne.

Außen habe ich noch französische Knoten gestickt und einen schönen Knopf herausgesucht.


Das war ein wirklich schönes Projekt, obwohl es ursprünglich ganz anders hätte aussehen sollen.

Dennoch freue ich mich und deshalb zeige ich es heute schon und nicht erst morgen. 

für Tina

                          die liebe Nana