Dienstag, 20. November 2012

Krippe - fertig gequiltet!

Hurra, sie ist gequiltet, die Krippe, ich bin sehr froh. Und noch froher bin ich darüber, daß es mir sooooo gut gefällt. Aber erstmal von vorne:

Das werden die Garne sein, mit denen ich quilte: das Dunkle für die Kontur, das Goldene für die Strahlen.


Ich habe aber gelernt, daß man vor dem Quilten seine Maschine reinigen sollte und so baute ich meinen Quilttisch auf und reinigte mein Brüderchen, was sich auch gelohnt hat, wie man sieht.



Als Unterfaden nehme ich beim Quilten nur noch das Monofilgarn, damit kriege ich jedes Garn gequiltet, echt super.


Weil mir schon so oft die Nadel während der Quiltens herausfiel, riet mir der NäMa-Techniker, die Nadel generell mit dem mitgelieferten Schraubendreher festzuziehen.


Hier sind die Konturen gequiltet, man sieht´s kaum. Darunter das Bild von Nahem, da sieht man es besser.


Hier von hinten:


Mit dem Obertransportfuß will ich die Strahlen quilten... jetzt kreisen die Gedanken... reichen meine Hilfslinien aus?... kriege ich das gerade hin?... ohje, ich muß ja von innen nach außen die Strahlen machen, das wird wieder ein Gequetsche... hier zwei Strahlen, hat geklappt!


Hier Maria...


Aus der Malerei weiß ich (ich habe ja früher viel gezeichnet und gemalt und sogar verkauft), daß man einen Fixierpunkt für die Perspektive braucht, sonst wird das nix. Ich habe mir Jesus Mund genommen, dies sollte sozusagen der Ort sein, wo sich die Strahlen treffen bzw. herkommen.

Hier ist nun alles gequiltet:


Und hier mit abgeschnittenen Fäden.


So sieht´s von hinten aus, kann sich sehen lassen.


Meine Signatur, daß ich das mache kommt sicherlich von früher:


Und jetzt hängt sie an meiner Designwand und wartet auf das Binding, den Tunnel und das Label. Aber das alles ist ein Klacks, das sind Dinge, die wir alle schon so oft gemacht haben, das macht mir keine Angst mehr.


Bin ich arrogant wenn ich sage, daß ich die Krippe wunder-, wunder-, wunderschön finde? Eigenlob stinkt, ich weiß, ist mir auch egal, dann müffel ich eben vor mich hin. Selten eine Arbeit von mir so toll gefunden wie diese. Ich sage dankeschön an Bea, weil sie mir die andere Sichtweise der Strahlen gab und ich so die bessere Variante wählen konnte. Boah, ist sie schön... und noch nicht mal ganz fertig.


Montag, 19. November 2012

Untersetzer

Heute habe ich zwei Weihnachtsgeschenke genäht: die allseits beliebten Untersetzer. Einfach, unterschiedlich, praktisch.

Hier die für meinen Vater und Stiefmutter, von vorne und hinten:



Diese acht gehen nach Kanada. Unser Besuch von neulich fand unsere so schön und wünschte sich ebenfalls ganz unterschiedliche, so soll es denn sein. Wieder von vorne und hinten:



Und von hier habe ich die Anleitung einer ganz simplen Falttasche, die eigentlich größer gehört, aber so klein reichte er erstmal zum Ausprobieren. Gefällt mir sehr, sehr gut, werde ich mit in meine Täschchenkiste einfließen lassen. Kann man immer gebrauchen, ob als Mitbringsel oder kleines Tüddelütt für irgendwas.





Sonntag, 18. November 2012

Frauenrechtsquilt # 12

Es gibt wieder einen neuen Block für den Frauenrechtsquilt und über den habe ich geflucht! Gebeult hat er sich, schrecklich, so habe ich das "Kreuz" einfach appliziert, mir auch egal. Im Quilt wird der schiefe Rand verschwinden.

Bevor ich diesem aber eine Geschichte bzw. ein Gesicht gebe, möchte ich mich zu allererst bei Euch allen bedanken. Ihr zeigt mir durch Eure Kommentare und durch Euer treues Mitlesen, wie sehr Ihr an den Geschichten und Ideen hinter jedem Block interessiert seid. Das macht mich jedesmal froh und auch ein wenig stolz, daß so manches Thema bewegt, berührt und betroffen macht. Dankeschön!

Und der heutige Block ist für eine ganz, ganz bezaubernde Frau: Audrey Hephburn.

1929 wurde Audrey Hephburn als Tochter einer Baronin und eines Bankiers in Brüssel geboren, ihr richtiger Name lautete: Edda Kathleen van Heemstra-Ruston. Sie beschreibt ihre Kindheit als stellenweise schwer, aber besonders die Zeit des Krieges, wo sich Mutter und Tochter stellenweise nur am Leben halten konnten durch das Essen von Tulpenzwiebeln. Mit 15 Jahren war sie unterernährt und bekam Gelbsucht, von alledem hat sie sich nie wieder richtig erholt und das ist auch das Bild, was sich allen sicherlich eingeprägt hat: eine zierliche, sehr, sehr schlanke Frau mit riesengroßen Augen. 1993 stirbt Audrey in der Schweiz an den Folgen von Darmkrebs.

Als UNICEF Sonderbotschafterin reiste sie viel herum, um auf den weltweiten Hunger aufmerksam zu machen. Und wenn ich mich so zurückerinnere, dann kommt mir in den Sinn, daß auch sie kaum anders aussah als die dünnen Kinder.

An ihren Sohn soll sie in ihrem Abschiedbrief geschrieben zu haben:
"Denke daran, wann immer du eine helfende Hand brauchst: sie ist am Ende deines Armes. Und wenn du älter wirst, denke daran, daß du auch eine zweite Hand hast: die eine, um dir zu helfen, die andere, um anderen zu helfen.".... Ein wunderbares Wort, was ich mir gerne merken möchte!

Hier eine Liste ihrer wohl bekanntesten Filme:
Ein Herz und eine Krone - Sabrina - Krieg und Frieden - Ein süßer Fratz - Geschichte einer Nonne - Frühstück bei Tiffany - My Fair Lady - Warte bis es dunkel wird - und viele, viele mehr.

Wer sich ein bischen in ihr Leben hineinlesen möchte, kann dies gerne hier auf ihrer offiziellen Seite tun.

Damit ich Euch auch was erzählen kann, was Ihr noch nicht wußtet, folgen noch ein paar Infos:

Ein Flugzeug der KML-Airline trägt ihren Namen.
Audrey und Katharine Hephburn sind nicht miteinander verwandt oder sonstwie verbunden.
Die Deutsche Post brachte die geplante Wohlfahrtsmarke Audrey Hephburn nie heraus, sie existiert nur in ganz wenigen Ausgaben und gilt als die wertvollste moderne Briefmarke der Welt.
2006 wählte ein britisches Magazin Audrey zur schönsten Frau aller Zeiten.

Ich weiß nicht genau wann ich sie das erste mal im Fernsehen sah und in welchem Film, aber schon als Kind wußte ich, daß diese Frau etwas besonderes sein mußte. Erst neulich sah ich "Ein Herz und eine Krone" wieder im TV und immernoch fasziniert mich dieser alte schwarzweiß Schinken. Ein wunderbarer Film, der allerdings nicht nur durch sie, sondern auch durch Gregory Peck glänzt. Und in "Geschichte einer Nonne" war sie hinreißend und mal so gar nicht "nur schön", sondern ernst und auch mal zornig. Und in "Warte bis es dunkel wird" habe ich mich so gegruselt damals und ich weiß noch, wie ich nach dem Film oft übte wie es wäre, blind zu sein (und das mache ich heute sogar manchmal noch, aber verratet es niemandem!).

Und weil ich eine so wunderbare Erinnerung an sie habe und weil einfach jeder Film mit ihr ein Hingucker ist, möchte ich ihr diesen 12. Block gerne widmen.

Für den süßen Fratz, Audrey Hephburn.



Freitag, 16. November 2012

Krippe - gerettet

Die Rettung ist vollbracht und ich muß sagen, ich bin sehr überrascht, wie wunderbar sich die neue Maria in das Top einfügt. Aber hier erstmal die Schritte:

Ich will Euch unbedingt wiederholt zeigen, wie unglaublich der Gesichtswandel ist und wie sehr es sich gelohnt hat, diesen gewagten Schritt zu gehen und einfach ein Loch in den Quilt zu schneiden.



Hier nähe ich die Einzelteile aneinander und so sieht´s dann aus:



Wie kriege ich jetzt aber das gelochte Top und das neue Gesicht so unter die Maschine, daß es hält und sich zusammennähen läßt? Da kam mir ein Vliesstreifen in den Sinn, den ich mal in einem Kleidernähkurs von meiner Kursleiterin bekam, der schien mit ideal. Er ist leicht zu reißen und in Form zu legen. Man muß dann nur drüberbügeln und schon klebt es. Es ist nicht stabil, aber alles ist besser als etwas lose in der Hand zu haben.




Hier habe ich vorsichtshalber noch Stoff mit drunter gelegt. Das erschien mir doch zu weit, das Loch zwischen Schulter und Schleier.


Dann habe ich Maria angenäht und es war ganz wunderbar, kein Zerren, kein Ziehen, kein Schneiden und kein Schummeln, herrlich! Und es liegt plan und perfekt, schaut hier:




Das Binding ist auch schon gemacht.


Gesandwiched habe ich es auch schon und mir Hilfslinien für die Strahlen gezeichnet. Jetzt will ich nur noch die Konturen der Personen Quilten, dann die Strahlen und mehr wird nicht am Top gemacht. Aber nicht mehr heute.


Und jetzt weiß ich auch, was mit der Krippe nach Fertigstellung geschieht, denn ich werde sie unserer Kirchengemeinde schenken, ich sprach heute schon mit der Vorsitzenden. Sie hat sich die Krippe angeschaut und freut sich, daß ich sie hergeben möchte und auch kann. An Heiligabend wird sie im Gottesdienst dann feierlich übergeben und dort noch ein paar Tage weiter hängenbleiben. Dann geht sie ins Pastorat und wird sicherlich über viele Monate (hoffentlich gut) weggepackt. Ich freue mich, so haben noch mehr Freude an meinen drei Personen und an meiner Arbeit und ein bischen stolz macht mich das dann auch. 


Donnerstag, 15. November 2012

Stöffchen

Heute kam mit der Post meine Bestellung von Planet Patchwork an und da ich für die Wichtelgruppe 2013 schon eingekauft habe, MUSSTE natürlich für mich auch was herausspringen. Glücklicherweise gab´s dort auf alle Stoffe 20% Rabatt und diese hier kaufte ich mir:


Diese Stoffe hier gab´s im Sonderangebot und deshalb habe ich hier je 1,5 m davon gekauft. Das werden immer meine Rückseitenstoffe und deshalb dürfen sie auch gerne mal abstrakt vom Muster her sein. H630-Vlies habe ich auch wieder aufgestockt.


Und diesen Kasten habe ich bei Ikea heute gekauft, den nehme ich für mein Nähgarn.



Mittwoch, 14. November 2012

M M M

3 x M steht für Makronen, Mohn und Maria.

Die letzten Jahre war es oft so, daß Heiligabend war und ich nichts von den vorgenommenen Dingen mit den Kindern machte und jedes Jahr tat´s mir leid. Dieses Jahr soll es anders werden und ich habe fünf Termine mit ihnen ausgemacht, wir sind sozusagen verabredet, jetzt gibt´s keine Ausreden mehr.

So buken (oder sagt man hier backten?) wir unsere ersten Plätzchen und es waren Mohn-Kipferl (die leider zu braun wurden und richtig doof schmecken) und Mandel-Rosinen-Makronen, die zwar gut sind, aber viiieeeeellll zu süß!



Und dann bin ich heute an Maria und habe am Vormittag die Stoffe ausgesucht. Man muß gefühlte 85 Stoffe heraussuchen, um sich dann für ca. 18 zu entscheiden. Leider hatte ich nichts mehr von dem wunderbaren Stoff übrig, der das alte Gesicht zierte.


Hier der kleine Mund.


Und dies die Einzelteile.


Jetzt mußte ich kleben.




Sieht schon mal ganz gut aus, gell?
Jetzt habe ich die ganze Krippe draufgelegt um zu sehen, ob denn der Kopf so wie er ist reinpaßt.


Rechts ist´s gut, links nicht, aber das hatte ich erwartet. Hier sieht man das Loch, welches noch da ist.


Und so sieht Maria für sich alleine aus.


Und so im Ganzen.


Dann habe ich mit Bleistift die Konturen des Lochs auf das neue Gesicht gemacht, man sieht die dezenten Linien hier recht gut.


Nun habe ich es ausgeschnitten, nochmal heiß gebügelt und somit fester auf das Vlies geklebt und nun sieht´s so aus.


Jetzt soll es über Nacht ruhen, damit der Kleber schön aushärten kann (der Kleber vom Vlies, nicht der der Einzelteile). Ab morgen können dann die Einzelteile aneinander genäht werden mit meinem geliebten Monofilgarn von Madeira (hab ich Euch davon schon erzählt????). Und der letzte Schritt ist dann das Annähen des Gesichtes in die Krippe und zwar so, daß es eben darin sitzt und nirgends überlappt. Tja, und dann kann ich den Sandwich machen und den Rest kennt Ihr: Quilten.

Hier nochmal ein Vergleich beider Gesichter. Ich gebe zu, Maria ist jetzt noch flacher als vorher und ihre Nase ist immernoch nicht wirklich schön, aber so ist es besser als die alte Frau. Maria ist definitiv jetzt um ganze 30 Jahre jünger, wenn nicht sogar noch mehr.