Das werden die Garne sein, mit denen ich quilte: das Dunkle für die Kontur, das Goldene für die Strahlen.
Ich habe aber gelernt, daß man vor dem Quilten seine Maschine reinigen sollte und so baute ich meinen Quilttisch auf und reinigte mein Brüderchen, was sich auch gelohnt hat, wie man sieht.
Als Unterfaden nehme ich beim Quilten nur noch das Monofilgarn, damit kriege ich jedes Garn gequiltet, echt super.
Weil mir schon so oft die Nadel während der Quiltens herausfiel, riet mir der NäMa-Techniker, die Nadel generell mit dem mitgelieferten Schraubendreher festzuziehen.
Hier sind die Konturen gequiltet, man sieht´s kaum. Darunter das Bild von Nahem, da sieht man es besser.
Hier von hinten:
Mit dem Obertransportfuß will ich die Strahlen quilten... jetzt kreisen die Gedanken... reichen meine Hilfslinien aus?... kriege ich das gerade hin?... ohje, ich muß ja von innen nach außen die Strahlen machen, das wird wieder ein Gequetsche... hier zwei Strahlen, hat geklappt!
Hier Maria...
Aus der Malerei weiß ich (ich habe ja früher viel gezeichnet und gemalt und sogar verkauft), daß man einen Fixierpunkt für die Perspektive braucht, sonst wird das nix. Ich habe mir Jesus Mund genommen, dies sollte sozusagen der Ort sein, wo sich die Strahlen treffen bzw. herkommen.
Hier ist nun alles gequiltet:
Und hier mit abgeschnittenen Fäden.
So sieht´s von hinten aus, kann sich sehen lassen.
Meine Signatur, daß ich das mache kommt sicherlich von früher:
Und jetzt hängt sie an meiner Designwand und wartet auf das Binding, den Tunnel und das Label. Aber das alles ist ein Klacks, das sind Dinge, die wir alle schon so oft gemacht haben, das macht mir keine Angst mehr.
Bin ich arrogant wenn ich sage, daß ich die Krippe wunder-, wunder-, wunderschön finde? Eigenlob stinkt, ich weiß, ist mir auch egal, dann müffel ich eben vor mich hin. Selten eine Arbeit von mir so toll gefunden wie diese. Ich sage dankeschön an Bea, weil sie mir die andere Sichtweise der Strahlen gab und ich so die bessere Variante wählen konnte. Boah, ist sie schön... und noch nicht mal ganz fertig.