Heute machten wir einen Tagesausflug nach Helgoland und wir starteten früh...
... so fuhren wir nach Büsum, eine der möglichen Abfahrtsmöglichkeiten.
Da die Fahrt zwei Stunden mit dem Schiff dauert (denn Helgoland ist eine Hochseeinsel), hat man genug Zeit für ein ausgedehntes Frühstück. Proviant hatte ich ausreichend eingepackt und das Wetter war schlecht... etwas Wind, etwas Regen und alles grau.
Tschüß Büsum...
... Tach Nordsee...
... Land in Sicht...
 |
H=Helgoland, D=Düne |
Helgoland war einst mit der Düne eins und vor gar nicht langer Zeit versank die Verbindung und nun kommt man nur noch per Fähre auf die Düne, das nur mal so am Rande.
... hallo Helgoland...
... aha, so sieht´s da also aus!
Okay, um es gleich vorneweg zu sagen: ich war vom allerersten Eindruck echt schwer enttäuscht!!!
Was für ein hässliches Willkommen. Alles wirkt wie nach dem Krieg oder aus den 70ern, flache, hässliche Bauten gleich am Kai oder Pier oder wie man das nennt und wirklich schön ging es nicht weiter.
Hier habe ich die "Promenade" von einem hübscheren Winkel aus fotografiert:
Dies ist also Helgoland und wir entschieden, den braunen Weg zu Fuß zu gehen, zuerst links entlang hoch zum sog. "Oberland" und dann rechts wieder runter.
Am ersten Aussichtspunkt dieser Blick, ist doch ganz hübsch von hier aus, oder?
 |
D=Düne, S=unser Schiff |
|
Und dann ging´s weiter, immer höher und der Blick auf´s offene Meer entschädigte echt für den ersten Anblick beim Ankommen.
Ich habe heute gelernt, das früher Helgoland den Engländern gehörte und sie einen Bunker in den Felsen bauten und später im Krieg versuchten sie, Helgoland weg zu sprengen, damit niemand anderes die Insel und den Bunker benutzen konnte. Teilweise ist ihnen das gelungen, aber zum Glück nur teilweise.
Hier ein Lüftungsschachtausgang oder sowas vom Bunker.
Und hier bin ich.
Was ich auch nicht wußte ist, daß Helgoland zum Kreis Pinneberg gehört und Pinneberg liegt ganz nah an Hamburg, ist also weit weg und trotzdem gehört es dazu. Die höchste Stelle von Helgoland hat tatsächlich ein Gipfelkreuz und diese Erhöhung wird Pinne-Berg genannt, lustig, gell?
Es gab schon sehr schöne Ausblicke.
Hier brüteten oder saßen nur herum sehr viele Vögel und ich muß sagen, es stank ziemlich nach ihnen.
Da unten ein Ein- oder Ausgang zum alten Bunker im Felsen.
Und dort steht die "Lange Anna", das ist der Felsen links. Früher hatte er noch eine direkte Verbindung (natürliche) zum Felsen, die brach aber ab und seitdem steht die lange Anna für sich.
Weiter ging´s auf der andern Inselseite runter zum "Unterland".
Urlauber hinterließen dies:
Entlang des ganzen Weges findet man immer wieder Infotafeln und diese hier empfand ich besonders krass in dieser "Idylle":
 |
dies ist der Trichter! |
Dann sind wir noch auf einen Cappu eingekehrt und dann mußten wir wieder zum Schiff zurück, d.h. zuerst mit dem kleinen Boot zum Schiff und damit dann zurück an Land.
Tja... Helgoland... ich bin froh, daß ich nun weiß, wie es dort ist. Die Naturseite ist wundervoll und wirklich wert gesehen zu haben, die Seite der Häuser, Hotels, Geschäfte etc. finde ich nicht schön. Vielleicht verdient Helgoland ein paar Tage mehr, wir wären auch gerne zur Kirche gegangen und mein Mann hätte gerne noch ein Weilchen gecacht, aber die Zeit war dann vorbei, das Schiff hätte nicht auf uns gewartet.
Tschüß Helgoland....