Ihr wisst ja, daß ich einen
Shop habe und hierfür eine Firma bezahle, die für die rechtlichen Texte zuständig ist und mich auf dem Laufenden hält, d.h. mir die Texte konfiguriert, damit ich immer auf dem aktuellen Stand bin. Die Pflege dieser Texte jedoch obliegt meiner Verantwortung.
Da bin ich ziemlich beruhigt und hoffe, alles ist im grünen Bereich, was die neue Datenschutzverordnung betrifft.
Da gibt es aber noch die andere Seite von mir, die, die schon viel länger aktiv ist in der Patchworkszene und die mit Gewinn und Verlust, mit Verkauf und Handel so gar nichts zu tun hat und das ist die Bloggerin in mir.
Zwar ist mittlerweile beides nicht mehr voneinander zu trennen, jedoch die neue Verordnung zwingt mich hier, ein bisschen nachzudenken über die Möglichkeiten und Zwänge, die Gesetze so mit sich bringen.
Die Panik, die viele Bloggerinnen erfasst, ist für mich unverständlich, zumal wir a) noch locker sechs Wochen Zeit haben und b) wird nichts so heiß gegessen, wie´s gekocht wird. Spurlos wird das alles jedoch nicht an uns verüber gehen, so gilt es für Jede von uns, sich ihre eigenen Gedanken zu machen und sich vor allem auch rechtlich zu informieren.
Dies wird ein langer Post, Ihr merkt´s schon.
Ein bisschen Hilfestellung möchte ich jedoch gerne geben, sage aber gleich, daß ich nicht die Richtigkeit meiner Phrasen garantieren kann!
Man kann sagen, daß private Blogs von alledem nicht betroffen sind, aber privat ist nicht privat! Wenn ich hier als Privatperson schreibe, ist der Blog doch öffentlich zu lesen und auch wenn keine Gewinnabsicht dahinter steckt, werden Daten übertragen/übermittelt, die schützenswert sind und darum geht es.
Wer hier mitliest, dessen IP-Adresse wird übermittelt. Wer kommentiert, dessen Daten werden übertragen. Ob es Cookies sind, rcaptcha (oder wie das heißt)... alles spielt eine Rolle. ICH mache nix mit den Daten, ich weiß nicht mal, wo ich die herholen soll, aber Google steckt hinter Blogger und die machen definitiv was damit. Sie werten Statistiken aus, sie ziehen für sich entsprechende Daten raus und wer weiß, vielleicht geben sie diese auch weiter. Das war schon immer so, nur jetzt werden wir dafür zur Verantwortung gezogen, das ist der große Unterschied.
Die Bloggerinnen, die ins "Design" gehen, sehen ganz unten links das Wort "Datenschutz". Dieser von Google angegeben Datenschutz betrifft die Daten, die mit uns was zu tun haben, also unsere Blogdaten, aber nicht die, die andere bei uns hinterlassen. Ob ich das alles so richtig verstanden habe, weiß ich nicht, aber mein Mann nickte zu allem, er macht sich parallel ebenso schlau wie ich.
Also dieses ganze Blabla meinerseits heißt nun folgendes für mich (wer sich meinen Schuh anziehen möchte, kann dies gerne tun, ich übernehme keine Richtigkeit):
Mein Blog hat sich ein wenig verändert, denn ich löschte alles, wo auf Dritte verwiesen wurde (außer meine Blogleseliste, die bleibt noch so - noch)! Ich mache also keine Verlinkungen mehr zu anderen Seiten, auf die man nur klicken muß. Ich verlinke noch nicht mal mehr zur PW-Gilde, weil ich im Moment nicht weiß, ob das alles Einfluß hat auf den Datenschutz. Das ist wahrscheinlich zu übertrieben reagiert, aber falsch kann es keinesfalls sein. Ich habe einfach gründlich Hausputz gemacht ;-)
Ich habe zudem alle Social-Media-Links gelöscht, auch auf meiner Homepage! Kein Verweis mehr auf Facebook oder Instagram, das bringt zukünftig eventuell Probleme und ich will nicht den Gesetzen und Pflichten hinterher rennen, sondern entspannt bloggen. Weg damit.
Ich habe meine Kontaktseite gelöscht, denn da gilt wieder dieses neue Gesetz und die Kontaktaufnahme habe ich anders gelöst und somit zwei Fliegen mit einer Klape geschlagen. Die Antwort heißt Impressum!
Es gibt immernoch Bloggerinnen, die kein Impressum haben! Das ist gesetzwidrig und war es auch immer. Wer glaubt, daß wir alle noch anonym im Netz unterwegs sind, irrt sich sowieso gewaltig.
Sind wir mal ganz ehrlich: Wer hat einen Blog nur für sich alleine? Niemand! Ach was, wer jetzt sagt: Doch, ich führe ihn nur so als Tagebuch! will mir an dieser Stelle was vormachen und all den anderen auch. Wenn´s ein Tagebuch sein soll, dann kann man dies auch auf Papier machen und muß sich nicht digital der ganzen Welt präsentieren, das ist Quatsch. Wer einen Blog hat, nutzt diesen zur Selbstdarstellung, so ist es!!!! Ich spreche mich davon nicht frei und natürlich möchte ich, daß mein Blog gelesen wird, sich verbreitet, daran habe ich Freude. Dafür tu ich auch eine Menge und gebe viel meiner Privatsphäre frei, das ist nun mal so.
So sind alle Blogger schon immer dazu verpflichtet, ein Impressum (ich hatte schon immer ein Impressum, Gott sei Dank muß ich über das Pro und Contra nicht mehr nachdenken) zu führen, aber....
... was ich nicht wußte ist, daß das Impressum jederzeit sichtbar bzw. erreichbar sein muß, auch von allen Unterseiten! Auch daß es max. mit 2 Klicks zu erreichen sein soll, wußte ich nicht, außerdem gilt dies auch für das Smartphone!!!!
Was heißt das?
Ich bin also mit meinem Handy auf meinen Blog gegangen und was sehe ich? Kein Impressum rechts in der Spalte, Mist! Gehe ich auf Webansicht, dann sehe ich es. Hm. Vielleicht reicht das ja.
Das ist mir aber zu unsicher.
Also habe ich eine neue Seite geöffnet und nenne sie "Impressum", hat oben einen eigenen Reiter. Dieser Reiter ist im Smartphone über die Auswahl gut zu erreichen und auch von allen Unterseiten sichtbar. Das gefiel mir und so bleibt es auch.
Im Impressum muß jede von uns den kompletten Namen sowie Anschrift (die komplette Adresse MUSS sein!!!) stehen haben und die Möglichkeit nennen zur Kontaktaufnahme. Somit steht dort meine email-Adresse (die ich immer nur für private Dinge nutze, also keine Geschäftsmail) und meine private Telefonnummer. Die muß sicherlich nicht sein, aber schaden kann sie letztendlich nichts.
Die genannte Person muß in Deutschland dauerhaft leben und ist für den Inhalt sowie Datenschutz zuständig.
Also diesen Teil habe ich definitiv sicher und kann einen Haken dran machen.
Das ich Dritte einbinde und eventuell mich deren Datenschutz irgendwie interessieren muß, das habe ich abgeschaltet und mache auch hier einen Haken dran.
Bleibt jetzt noch der Datenschutz, um den ich mich wirklich kümmern muß und zwar den, dem ich Euch gegenüber verpflichtet bin. Da bleibe ich dran und kümmere mich.
Ich glaube, bevor wir Bloggerinnen irgendwie kontrolliert werden, werden erstmal alle Homepages und Geschäftsseiten kontrolliert, da gibt´s viel mehr zu holen. Wir haben sicherlich mehr Zeit als sechs Wochen, aber wir müssen uns kümmern.
Wir bleiben dran!