Sonntag, 22. März 2020

Veränderung

Gestern hatte ich das letzte mal Spätschicht und somit sechs mal hinter mich gebracht.

Am späten Nachmittag fingen die Handwerker an, den Kassen einen Spuck- und Spritzschutz zu verpassen, ich bekomme meine "Scheibe" Montag. Die wird wohl ein bisschen schöner werden, bin gespannt.

So startet die kommende Woche mit Frühschicht und habe diese die ganze Woche, ABER ich habe Dienstag und Donnerstag frei - JA!!!!!! 10 Tage Arbeit mit nur einem Tag frei war echt anders :)

Gestern kaufte eine Kundin eine Pflanze und meinte, als ich wegging von ihr, ich solle warten. Sie popelte das Etikett ab. Ich meinte zu ihr, sie könne es hinlegen, ich werfe es später weg, da sagte sie, ich solle doch bitte zu ihr kommen.

Sie reichte mir die Pflanze und sagte: "Für Sie, weil Sie immer da sind!"

Das ist so zauberhaft, wie die Seife der Selbermacherin und all die guten Worte von Euch und den Kunden. Mittlerweile wird man auch verteidigt, wenn mal was nicht so rund läuft, es wird sich entschuldigt, wenn der Abstand nicht so dolle war, es wird sich oft bedankt und vor allem haben viele ihrem Unmut Luft gemacht, daß wir immernoch ungeschützt sind.

Leider kauften bis gestern Abend immernoch zu viele Menschen ein. Daß das nicht in die Köpfe geht ist für uns alle unbegreiflich. Familien machen einen Ausflug zum Supermarkt, alte Menschen kümmert es scheinbar in keinster Weise und junge Menschen werden gerade zum späten Nachmittag/Abend richtig munter und belagern uns. Meine eine Kollegin sagte zu jedem: "Bleiben Sie gesund und bleiben Sie zuhause!" Und zu den Jungen: "Und keine Partys machen, keine Gruppen!"

Ist das eigentlich eine Pflanze für draußen?

Ich freue mich über den freien Tag! Ich werde sticken! Ich werde sitzen, den ganzen Tag (ich stehe bei meiner Arbeit sechseinhalb Stunden). Ich werde bei Euch vorbeischauen!

Habt eine schöne Sonntag.


                             die liebe Nana

Freitag, 20. März 2020

... es liegt was in der Luft...

... ein ganz besondrer Duft...

Kennt Ihr das noch?

Das war damals Kaffee, wenn ich mich nicht irre.

Aber nicht in meinem Fall.

Gestern bekam ich nämlich Post und ich war schon arg verwundert.

"Hm, von der Selbermacherin?"

Dann öffnete ich das kleine Päckchen und da war ich dann baff. Aber so richtig baff.

Sie hat mir eine selbstgemachte AMC geschickt und dazu zwei Seifen aus ihrem Shop.
Aber nicht irgendwelche Seifen, nein, ganz besonders schöne und da sie mich kennt, hat sie genau meinen Geschmack an Duft getroffen.

Wow!

Die Seifen sind ein Dankeschön an mich stellvertretend für alle, die gerade viel leisten.

Nochmal wow!

Ich bin sehr gerührt, wirklich und es hat mich sehr bewegt.

diese Stempel in den Seifen sind mit Goldpuder

Liebe Susanne, vielen und allerherzlichsten Dank an Dich für diese wundervolle Geste.


                             die liebe Nana

Donnerstag, 19. März 2020

Mediathek

Dank dieser wunderbaren technischen Möglichkeit, heute TV-Sendungen nachzuholen, habe ich die Nachrichten und auch die Ansprache der Kanzlerin gehört.

Ich freute mich sehr, daß sie den Menschen im Gesundheitswesen dankte und ich habe mich sehr, wirklich sehr auch über ihre Worte bzgl. den Mitarbeitern in den Supermärkten gefreut.


Auch über Eure Kommentare gestern freute ich mich und ich wette, über so manches nette Wort strahlt eine Kollegin.

Als ich auf die Arbeit kam waren überall Klebebänder angebracht für den Abstand und ich darf berichten, daß alle, wirklich alle Kunden bei mir am "Lotto-Stand" (so wird die ganze Abteilung Tabak/Zeitschriften/Lotto genannt von uns) Rücksicht nahmen und Abstand hielten. Unfaßbar, aber sie taten es ohne Murren.
So ein weißes Schälchen wie im TV gesehen habe ich auch, aber es blieb mir überlassen, ob ich das Geld vom Tresen nehme oder aus der Schale. Ich nahm es lieber vom Tresen, geht schneller. Und auch das akzeptierten die Kunden, daß ich wollte, daß sie ihr Geld hinlegen. 

Nächste Woche hat sich der Arbeitsplan geändert... sie lassen mich Überstunden abbauen und ich werde Mo, Mi, Fr und Sa an der Kasse sitzen von 7-13 Uhr. Mal wieder ein bisschen Abwechslung, auch ganz nett.

Gerade erreicht mit eine email, über die ich mich sehr freute, denn die Wiener Staatsoper zeigt auf ihrer Seite kostenlos Videos vergangener Ballette und Werke großer Künstler jeweils für 24 h. Wie toll ist das denn? Die erste Aufführung: Die Walküre von Richard Wagner, eine Aufführung von 2015.

Auch hierüber habe ich mich gefreut:
Diesen Stoff bekam ich aus Bali mitgebracht, was ich daraus mache weiß ich aber noch nicht. Ich glaube, ich werde mir ein Kleidungsstück nähen.


Dann werde ich nachher mal auf die Arbeit radeln und sehen, was es für Neuerungen gibt.

Bleibt gesund!


                            die liebe Nana

Mittwoch, 18. März 2020

Unmut

Ich möchte Euch heute erzählen, wie ich im Einzelhandel das Coronavirus erlebe und wie sehr es mich an meine Grenzen des Verständnis bringt.

Ich werde nicht davon reden, wieviele Idioten Massen von Kram kaufen, was völlig unnötig ist.

Niemand braucht 12 Liter Olivenöl.

Ich werde Euch von den asozialen Menschen erzählen, die am Desinfektionstuchspender stehen - dieser ist im übrigen vom Eingang zu mir an den Lottostand gewandert, weil zu viele Menschen sich Bedarf für zuhause herausgeholt haben - und ich beobachte, wie ein Mann zwei mal Tücher herauszieht mit Schwung. Also wirklich zwei mal eine kreisende Armbewegung macht und Tücher am Stück herauszieht. Ca. 20 Stück. Da guckte ich nicht schlecht, aber ließ ihn gewähren. Er wischte den Wagengriff wie ein Irrer sauber und packte die gebrauchten Tücher in das Loch unterhalb des Spenders. Er ging nicht einkaufen, nein, er griff erneut zu den Tüchern und holte weitere 15-20 Tücher raus und machte sich seine Hände sauber!!!! Als ich ihm sagte, daß er das nicht machen könne, die anderen wollen auch noch was haben, war er erbost.

Omis, die wegen einem Rätselheft abends um 19:45 Uhr noch bei mir am Tresen stehen und bar bezahlen. Liebe Omis, die ganz zuckersüß lächeln und vielleicht auch niemanden haben, aber sie gehören nicht mehr raus! Für sie ist das scheinbar alles so weit weg, aber sie sind die Gefährdeten!

Ihr glaubt nicht, wieviele Alte unterwegs sind. Hauptsache Lotto geht noch und die bekloppte Bild, dafür riskieren sie sogar ihr Leben.

Von 100 Kunden hat einer Handschuhe an.

Abstand? Was ist das? Niemand hält Abstand, überhaupt keiner und nirgends.

Bargeld. Dreckige Hände. Rotzen, husten, niesen... alles auf den Tresen und mir vor´s Gesicht.

Und dann die Menschen, die einem ständig was vorheulen, wieviele Idioten doch unterwegs sind und Hamsterkäufe machen. Ja sind wir im Krieg?, heißt es dann und ja, sind wir!

Eine Schachtel Zigaretten holen sie und morgen wieder eine und übermorgen auch. Manche Kunden sehe ich drei mal zu uns kommen und einkaufen, in einer Schicht, d.h. innerhalb von 7 Stunden!

Auch die Jugendlichen sind keinen Deut besser, meine Kinder auch nicht. Sie machen viel bla-bla, tun immer ganz groß und erwachsen, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das Problem ist nicht ihres. 

Und ich habe keine Chance, mich irgendwie selbst zu schützen!

Weder habe ich einen Mundschutz, noch Handschuhe, noch kann ich zurücktreten und selbst für Abstand sorgen. Ich muß Bargeld anfassen, ob ich will oder nicht. Ich habe nicht mal einen Zahlteller, wo man das Geld drauflegen kann. Keine frische Luft, keine offenen Fenster, nur die Türen.

Es wird eingekauft wie zu Heiligabend. Ich verstehe das, wir waren alle noch nie in dieser Situation, ich weiß auch nicht, wie ich am besten bevorraten soll. Aber sie kaufen täglich so viel ein, das verstehe ich nicht. Ich kann doch nicht heute hamstern und übermorgen wieder?!

Wir alle sind nach unseren Schichten echt fix und fertig. Es geht in einer Tour, keine wirkliche Verschnaufpause (außer die 15-minütige Pause 2 x pro Schicht), kein Sammeln und mal kurz mit einem Kollegen schnacken, nee, Dauereinsatz.

Wir alle sind ungeschützt, können nur 2x pro Schicht die Hände waschen und niemandem wird es gelingen, sich nicht ins Gesicht zu fassen.

Ich möchte herausbrüllen, daß die Menschen doch endlich zuhause bleiben sollen. Sie haben doch schon eingekauft! Ich möchte den Alten sagen, daß sie nicht mehr raus gehören! Ich möchte den Kranken sagen, daß sie mit ihrem Leben spielen!

Mit meinem spielen sie auch! Und mit dem meiner Kollegen und Kolleginnen.

Und liebe Blogleserinnen: zieht Euch Handschuhe (und wenn es Spülhandschuhe sind) an und zahlt mit Karte!!!!! Macht einen Einkauf pro Woche und bleibt zuhause wenn Ihr könnt.

Wir sind am Anfang von Corona, nicht am Höhepunkt oder gar am Ende.


Und nervt nicht die Kassiererin mit Sprüchen wie: "Haben die sie nicht mehr alle mit ihren Einkäufen?" oder "Ach, das mit dem Virus ist alles halb so schlimm!", das ist noch viel bekloppter. Oder gar der schlaue Satz: "Bei Grippe sterben mehr!", der ist sowas von hohl mittlerweile...

Ich möchte auch gerne zuhause bleiben und durchatmen.

Mittlerweile liegt ein Dankeszettel im Pausenraum... na wenigstens sieht der Besitzer und seine Familie was wir alles leisten im Moment. Und gestern sagte ein Kunde: "Danke, daß Sie noch da sind!", das fand ich ganz wundervoll. 

Wir halten durch!


                            die liebe Nana

Dienstag, 17. März 2020

sie sind wieder da

Als ich gestern meine Runde beendete mit Imo und den Schlüssel für die Haustür rausholte, hörte ich es schon.

Määääähhhhh. Määäääääh.

Sie sind laut, sie springen umher, die Lämmer verlieren und finden ihre Mütter. Nach Monaten im Stall muß der Deich wie das Paradies für sie sein. Frische Luft und saftiges Futter.

Blick aus meinem Küchenfenster.


Ein bisschen Wehmut ist doch, denn nun sind die leinenlosen Spaziergänge am Deich vorbei.


                            die liebe Nana

Montag, 16. März 2020

Stunden

Gestern wollte ich so viel sticken und was habe ich gemacht?

Stundenlang telefoniert mit meiner Freundin in Hessen. Davor mit meiner Schwester.

Mails geschrieben.

Geld online ausgegeben.

Dann aber, endlich, legte ich die Füße hoch.

Netflix hat 21 Filme aus den Ghibli Studios gekauft, hiervon veröffentlichen sie sieben davon jeden kommenden Monat.

Ich liebe diesen japanischen Zeichner und Regisseur und sah mir Totoro an. Diesen Film haben meine Kinder geliebt und wir sahen ihn uns oft zu dritt an.


Nun ja, ich habe das eine Feld geschafft... hahaha, wenigstens ein bisschen Handarbeit :)



                          die liebe Nana

Sonntag, 15. März 2020

Herr und Frau...

... Schwan haben ein Nest gebaut, ich lief heute morgen daran vorbei.


Links davon ist ein Feld, dieses wird höchstens gemäht. Rechts der Sportplatz, davor ein Zaun und der Deich (von dort fotografiere ich) und dahinter ein Wassergraben, der sicherlich mit dem ganzen Fleth-Weiher-Graben-Wassernetz von Glückstadt verbunden ist.


Ich hoffe, daß nie jemand dorthin läuft. Aber Schwäne sind ja nicht doof.

Ein paar Schritte weiter der Sportplatz, dort tummeln sich gerade die Gänse. Im Moment haben mir Massen davon hier, sie ziehen bestimmt bald fort.


Noch ein paar Meter weiter der Festungsdeich, dort wohne ich.


Auch hier sammelt sich alles an Zugvögeln, was man so im Moment auf Feldern sieht.

Heute werde ich sticken, es gibt einige Muster zum Nacharbeiten.

Nächste Woche habe ich nicht nur eine 6-Tage-Woche, sondern man entschied, daß ab sofort nur noch die gleichen Mitarbeiter zusammen arbeiten sollen, also es gibt fortan nur zwei feste Schichten. So habe ich kommende Woche sechs Tage Spätschicht. Die Woche darauf sechs Tage Frühschicht. Das ist hart.

Bleibt gesund... die neuen Zahlen sprechen für sich!


                        die liebe Nana

Freitag, 13. März 2020

von roten Punkten

Wie Ihr Euch sicherlich vorstellen könnt, beschäftige ich mich genauso mit dem Corona-Virus wie Ihr auch.

Da ich im Einzelhandel arbeite und nicht direkt an der Kasse, sondern hinter dem Lotto- und Tabakwarentresen (plus Zeitschriften), ist mein Kundenkontakt ein etwas anderer als der an der Kasse. Meiner ist schneller, dafür kommen innerhalb weniger Minuten viel mehr Menschen zu mir.

Wir begegnen uns auf Augenhöhe (ich meine jetzt die wirkliche Höhe) und ich nehme den Kunden das Geld aus der Hand und reiche es in dieselbe. Jeder ist max. 1 m entfernt, meist sogar weniger, weil ich jeder Hand entgegenkomme und mich leicht vorbeuge.

Wieviele Kunden habe ich pro Tag?

Unter der Woche vielleicht so zwischen 300 und 400, am Wochenende deutlich mehr. In der Frühschicht weniger (weil ich eine Stunde arbeite, wenn der Laden noch zu hat) als zur Spätschicht.

Fühle ich mich sicher?

Nein! Mir ist klar, daß ich zu denen gehöre, die mit als erstes angesteckt werden, direkt nach Familienmitgliedern, Zug-/Busreisende und medizinisches Personal.

Es ist für mich eine Frage der Zeit, wann das Virus in unseren Landkreis kommt und kurz darauf wird er auch in dieser Stadt sein Unwesen treiben und auch vor unserer Filiale keinen Halt machen.

Täglich rufe ich diese Internetseite auf: hier
Ich rufe sie morgens auf, fotografiere den Stand und vergleiche sie mit abends.


Als ich dann irgendwann die Zahl >800 Tote in Italien las, war auch mir klar, daß das nicht irgendein Virus ist, das mal um die Welt reist, sondern es ist eines, das vor unserer Haustür steht.

Ich bin nicht in Panik, aber ich kann die Herunterspieler nicht verstehen. Die, die sagen: natürliche Auslese. Die, die sagen: ich kann´s nicht mehr hören. Die, die sich einen Kehricht um andere kümmern und sorgen und am lautesten Wehen und Klagen, wenn sie direkt betroffen sind.

So habe ich natürlich auch ein bisschen was eingekauft und hoffe, daß ich relativ gut mit meinen Kindern durch eine 2-wöchige Quarantänezeit kommen würde. Imo mit. Problem: Ich habe nur einen kleinen Kühlschrank und ich habe keinen Gefrierschrank.

Ich bin gespannt wie dieses Virus, diese Pandemie, dieses kleine, neue Schreckgespenst sich entwickeln, welche Kreise es ziehen wird.

Für mich steht fest: es wird die Welt verändern und ich würde mir wünschen, daß jedes Land und jeder Mensch inne hält und darüber nachdenkt, ob das Reisen und die Haltung und Verzehr von Tieren immernoch in diesem Ausmaß weitergehen kann. Ich würde mir wünschen, daß es die Gesellschaft ein bisschen näher bringt, aber es wird auch die sozialen Medien immer wichtiger machen. Die privaten Videos und Fotos aus China waren schrecklich und spätestens von da an wußte die Welt, hier läuft was aus dem Ruder.

Heute wird entschieden, ob die Schule meiner Kinder geschlossen wird, vorgezogene Osterferien sozusagen. Ich bin dafür, genauso wie die Absage aller Veranstaltungen.

Vielleicht können wir alle das Virus gemeinsam langsamer voranschreiten sehen, aufhalten werden wir es nicht können.

Da möchte man beten, daß der Kelch an einem vorüber gehen mag und dennoch weiß man, daß irgendjemand Opfer sein wird.

Bleibt gesund.


                            die liebe Nana

Mittwoch, 11. März 2020

Marathon

Gestern habe ich um kurz nach zehn Uhr meinen freien Tag zelebriert...


... Füße hochgelegt...


... draußen allerbestes Wetter...


... Stickzeug hervorgeholt...


... und auf Netflix "Next in fashion" geschaut!


Beim Stick- und TV-Marathon ist dann folgendes Ergebnis entstanden:

Die erste Staffel habe ich nun gesehen. War okay, recht interessant.

Der Mittwoch-SAL hat jetzt einen Rand:


Zum Größenvergleich: nicht mal 17 cm breit!


Die Rückseite ist gar nicht edel und gut, ich bin Eine, die Knoten macht. Gehört sich so nicht, aber niemand wird jemals die Rückseite sehen. Es ist mir schlichtweg egal.


Dann habe ich eine weitere Blackworkarbeit herausgeholt, die ich bereits angefangen hatte und komplett auftrennen mußte.

Der neue Anfang:


Bis hierhin bin ich gekommen:


Ich habe dann noch gekocht und TV auf der Couch geschaut.

Ich merke ein merkwürdiges Gefühl im Hals und in den Bronchien, sicherlich habe ich mich bei jemandem angesteckt, kein Wunder bei dem Beruf.

Heute habe ich Spätschicht, mußte tauschen, weil wohl Personal knapp ist. Eigentlich hätte ich früh gehabt.

Das war´s dann wohl mit Handarbeit für diese und nächste Woche, denke ich.


                            die liebe Nana

Montag, 9. März 2020

Ist das Kunst...

... oder kann das weg?

Diese Frage stellte sich mir, als ich bei der Docke entlang der Mauer lief, die mit unzähligen Graffitiwerken erlaubt besprüht ist.

Das ist der Grundriss der Docke. Am unteren Rand sieht man das Hafenbeckenwasser und darüber bin ich auf der Innenseite die Mauer entlang gegangen.


Das war mal Kunst, ist keine mehr. Ein Vollpfosten hat leider aus Docke Cock gemacht... sowas mag ich nicht und ist einfach nur primitiv und dumm.

das Bullauge was so schön gewesen :(

Ein Sprayer hat diese Wand ganz neu gemacht, ich glaube, ich hatte ihn auch gesehen.

ich kann das nicht mal lesen

Der Vogel ist klasse, oder?

der Vogel hat einen Heiligenschein

Diesen Heiligenschein findet man immer wieder auf der Wand.


Jemand hat sich hier ebenfalls versucht... mit Edding. Das finde ich süß.

weiß nicht einmal, wie ich das mit dem Kronkorken lesen soll

Das Ding kenne ich, da fehlt nur noch dieser lilablaue Ameisenbär.


Paulchen Panther, ganz ohne schwarze Kontur.


Das kenne ich nicht.


Und dieses Ding auch nicht.


Cool finde ich ja diese Spraydose.


Das ist ganz frisch, sehr gut gemacht, oder?

der Schriftzug in der Brille... !

Das ist ein bereits gezeigtes und allzeit sehr beliebtes Fotomotiv.


Ich finde es total cool, wenn man Sprayern die Möglichkeit gibt, ihre Kunst erlaubt zu zeigen. Das reduziert sicherlich auch anderweitige Spray-Schmierereien.

Für mich ist das Kunst!

Ein paar Meter weiter kommt das große Provianthaus.


Darin beheimatet ein Atelier mit einer Skulptur vor der Tür.


Als ich es das erste mal sah, fand ich es ganz häßlich, wußte aber sofort, was es bedeuten soll. So rein instinktiv für mich. Sofort dachte ich nämlich an Jesus und Maria.

Ich suchte nach Hinweisen und lief drumherum.


Ja, offentlichtlich eine Frau.


Und ein Mann.

Paßt!

Dann habe ich durch´s Fenster geschaut... drinnen sieht es gruselig und nicht schön aus. An der Wand dann eine Frau als Jesus... ich glaube, ich lag mit meiner Vermutung richtig.


Ist das Kunst?

Bestimmt sagen hier einige: nee, das kann weg.

Zum Glück haben wir das nicht zu entscheiden, sondern dürfen uns leiten lassen von dem Gefühl was es auslöst und entsprechend urteilen... für uns alleine.

Es ist bestimmt so wie mit allem: wenn man sich damit beschäftigt, verändert es die Betrachtungsweise und auch das Gefühl.

Es soll einfach bleiben, denn alles ist besser als ein hohles, leeres Gebäude, was Stück für Stück maroder und eines Tages abgerissen wird. Ein Stück Geschichte.



                            die liebe Nana
                       (die sich auch gerne Künstlerin nennt)

Sonntag, 8. März 2020

den Pfeilen nach

War das nicht gestern ein herrlicher Vorfrühlingstag?

Doch, doch, ich liebe die grauen Tage sehr und Regen und Sturm finde ich ganz fabelhaft, aber selten genug habe ich mal einen Samstag in Frühschicht und so startete ich das Wochenende mit einer schönen Runde am Deich in wundervollem Sonnenschein.

Ich :)


Mein graues Haar, was ich sehr liebe. Ich begann schon recht früh grau zu werden und tönte es mir sehr oft, weil ich immer die Worte einer Bekannten aus Hessen im Ohr habe: "Färb dir die Haare, niemand will mit einer alten Frau zusammen sein."

Aber ich liebe sie und werde sie in Zukunft einfach so lassen. Wenn ich jemandem gefallen sollte, dann genau so und nicht anders!


Der gute alte Mond.


Die Mole.


Hier so in etwa wohne ich.


Der steht mitten in Glückstadt, ich hatte ihn schon mal fotografiert und behauptet, es stünde schief.


Das Kernkraftwerk, mein ehemaliges Ziel einer Gassirunde in Brokdorf.


Imo. "Wo bleibst du denn? Wann geht´s hier denn endlich weiter?"


Gleich, nur eines noch!

V.l.n.r.

Niedersachsen, die Glückstädter Fähre, viele kennen sie, Brunsbüttel.


Bin ich froh, hier leben zu dürfen.


                          die liebe Nana