Mein Sorgenkind heißt Kreuzstich-Eule.
Ihr erinnert Euch? Ausgeblutetes Garn.
Was tun? Alles sehr schwierig und auch wenn die Ideen gut waren, mit Farbe wollte ich nicht an den Stoff, zumal die Eule als Geschenk gedacht war.
So habe ich angefangen drumherum zu sticken, über das Verfärbte zu sticken. Und so sah es aus:
Boah, das sieht richtig schlimm aus und ist so gar nicht mein Ding. Auf mich wirkte es falsch und stümperhaft.
In der Zwischenzeit erhielt ich eine Nachricht von Beate, eine Stickerin mit 45-jähriger Stickerfahrung und sie gab mir Tipps, die ich dann gestern umsetzte.
Ich entschied mich für ihre radikale Methode, ich hatte nichts zu verlieren.
Ich trennte auf.
Ich goß kochendes Wasser über ein bisschen Spüli, ein Farbfangtuch legte ich dazu und dann rein mit der Eule und für mind. 10 Minuten ruhte sie in dem "Sud".
Nach dem ersten Durchgang sah das Farbfangtuch so aus, aber an der Eule hatte sich kaum was verändert. Ich war jedoch vorgewarnt!
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| 1. Durchgang |
Ich wiederholte alles und bereitete einen neuen, frischen Sud vor und vergaß sogar die Eule darin, so lag sie etwa 20 min im heißen Wasser.
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| 2. Durchgang |
Hatte nicht gereicht. Aber ich war ja gewarnt!
Nochmal alles neu angemischt und rein mit dem Federvieh.
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| 3. Durchgang, immernoch Farbe im Tuch |
3x hatte ausgereicht und die Eule war wieder wie vorher!!!!!!
Hier ist sie bereits trocken gebügelt.
Unfaßbar, oder?
Ich danke Beate natürlich und fragte sie, ob ich nicht ihre Tipps hier an dieser Stelle veröffentlichen dürfte, denn es gibt sicherlich viele unter uns Bloggern, die irgendwann einmal auf dieses Problem stoßen.
Mit diesem email-Zitat möchte ich auch diesen Post beenden, denn Beate gehört an dieser Stelle das letzte Wort, meinen großen Dank, meinen Respekt.
Liebe Beate, schön, daß Du als stille Leserin bei meinem Eulenproblem nicht geschwiegen hast. Du hast sie für mich gerettet, vielen Dank! Du hast was gut bei mir!!!!
Beate:
Ich habe in einem Kochtopf Wasser aufgekocht, die Stickerei hineingeworfen und ein paar Minuten kochen lassen.
Stoff mit einem Kochlöffel heraus geholt, kontrolliert, noch nicht in Ordnung, wieder hinein geworfen.
Diese Prozedur habe ich 3 oder 4 x wiederholt und dann war alles ok.
Ich sticke seit 45 Jahren Kreuzstich, denke also ich habe etwas Erfahrung.
Wenn ich eine Stickerei beendet habe, nehme ich eine Plastikschüssel, lege ein Farbfangtuch hinein, darauf etwas Spülmittel und dann die Stickerei hinein, mit kochendem Wasser auffüllen und stehen lassen.
Wenn das Wasser erkaltet ist, Stickerei herausnehmen, ausspülen und so nass auf der linken Seite trocken bügeln.
Mir ist mit dieser Methode noch nie irgendetwas eingegangen oder kaputt gegangen.
Ich wasche immer nach Fertigstellung der Stickerei.
Man kann sich noch so bemühen mit sauberen Händen zu sticken, man hat doch mal schwitzige Hände usw, da will ich das nicht durch bügeln noch verfestigen.
Solltest du den Vorschlag mit der Waschmaschine ausprobieren wollen: Stickerei unbedingt in einen Wäschebeutel legen und auf keinen Fall schleudern.
Da hast du Knicke im Stoff, die man (vor allem bei Leinen ) nicht wieder heraus bringt.
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| jetzt kann sie wieder fliegen |