Heute vormittag hatte ich Lust auf Aquarellmalerei.
Nun, wie Ihr wißt bin ich darin (noch) nicht gut, aber dennoch lernt man ja nichts vom nicht tun, sondern vom machen und das galt nicht nur in meinen Quiltkursen so, sondern das gilt für alles.
Ich machte mir also mein schönes Plätzchen am Fenster zurecht...
... schnitt ein Blatt Aquarellpapier in zwei Teile (ich lernte im Kurs, daß je dicker das Papier, desto mehr hält es aus und ich hatte noch ein Blatt 600 g/qm Echt-Bütten, rau, 100% Hadern. Meine Kursleiterin meinte, dieses Papier macht alles mit!)... und hatte auch gleich eine Idee.
Ich habe nicht nur oben zu sehende Aquarellfarbe, sondern auch Aquarellstifte. Meine Kursleiterin mag sie nicht und heute war der Tag, um es für mich mal zu testen. Ich weiß zwar nicht, wie man sie wirklich anwendet, aber es ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Das Motiv soll auf beiden Bildern gleich sein und ich zeichnete vor... bei Aquarell aus dem Kasten mit Bleistift, bei den Aquarellstiften mit eben jenen Stiften.
Zwei Bäume, Wiese, Himmel. Kaum zu sehen, so soll es aber auch sein. Nur eine Horizontlinie und die grobe Silhouette zweier Stämme.
Hier nun begann das Experiment... hier mit Aquarellfarbe...
... und hier mit den Stiften (ein paar Striche und dann mit Wasser drüber):
Oha. Nebeneinander sieht man es sehr deutlich... wie krass. Also bei den Aquarellstiften (so sagte die Kursleiterin zu uns) seien die Pigmente in Stiftform, die auf das Papier gezeichnet, um dann mit Wasser gelöst zu werden.
Mit den Stiften habe ich nur ganz feine und nur sehr wenige Striche gezeichnet, aber die Farben sind direkt strahlend.
Benutzt habe ich diese beiden Pinsel, wobei der Katzenzungenpinsel (links) nicht wirklich geeignet ist und bald zur Seite gelegt wurde. Der Schwertschlepperpinsel (rechts) hingegen ist mega!
Die Stämme... oh.
Dann habe ich noch ein bisschen grün als Laub dazugemalt und, nun ja, sieht schlimm aus.
Okay, das ist total misslungen und doof.
Ich las im Netz, daß man nachträglich auch einen Stift zur Hilfe nehmen kann... Gott sei Dank habe ich diese wundervollen Tuschestifte.
So kritzelte ich ein bisschen herum und heraus kam nun das:
Hier übereinander, zum Vergleich vielleicht besser zu sehen.
Mein Fazit:
Die Stifte sind direkt farbintensiver und ohne viel Farbauftrag und dazutun als Landschaft/Untergrund toll.
Für Feinheiten finde ich die Näpfchenfarbe besser.
Eines ist aber gewiss: Ich habe noch viel zu lernen und zu malen!
Ganz nebenbei ist gestern auch mein Häkeltuch mit der "Gewitterwolle" fertig geworden.
Naja, ein bisschen enttäuschend finde ich das helle Blau darin, aber egal.
Die letzte Farbe, also grün, färbte sogar ab. Jetzt geht das Tuch erstmal in die Wäsche.
Gehabt Euch wohl.
die liebe Nana