Montag, 27. Februar 2017

tja

Manch´ eine von Euch hat sich vielleicht gewundert, warum es gestern von mir keinen Post gab?

Das will ich Euch gerne erzählen...

... den ganzen Samstag nähte ich, zuerst das Binding an...


... machte meinen Fadenigel bereit...


... nähte von Hand hinten das Binding an...


... und saß dabei auf dem Tisch.

Ich würde auch lieber auf der Couch sitzen, aber wisst Ihr wer dann unbedingt neben mir sitzen will? Genau, Imo! Ich kann ihn nicht stundenlang von "seiner" Couch verbannen, also hocke ich hier bei mir im Atelier.

Und werde dabei schlau, denn es gab viele Stunden lang ZDF History.


So war am Samstag späten Nachmittag der Quilt fertig. Ist er nicht schön?


Ich war total begeistert, das zarte Binding macht sich wunderbar und dann... hm...

... nochmal hm... irgendwie wirkt er klein.

Also los und Maßband geholt. WAAASSSSS? Was ist hier passiert? Der Kerl ist geschrumpft und nicht unerheblich, kann das sein? Nochmal gemessen. In der Tat, extrem geschrumpft, oder habe ich da irgendwann einmal vorher mich vermessen?

Gewünscht sind 1,80 x 1,60 m, und heraus gekommen sind 1,76 x 1,45 m. Vier Zentimeter in der Länge lasse ich mir gefallen, aber 15 cm in der Breite??????

Herrje, was mache ich jetzt?

Natürlich kam nur eines in Frage: ich muß es Julia erzählen. Als ich ihr das schrieb per WhatsApp, schlug ich natürlich auch vor, das Binding wieder abzumachen und den Quilt zu verbreitern und genau da stimmte sie auch zu.

Soll ich Euch was verraten? Ich hatte soooo schlecht geschlafen und immer kreisten meine Gedanken darum, wie ich den Quilt nun retten kann?

Binding ab, klar.


Ich will Euch gar nicht erzählen, wieviele Stunden ich am Verbreitern dran war und was es da alles für Dinge zu berücksichtigen galt... ich stach mich so oft und stets habe ich den Bammel, mich zu stechen, merke es nicht und dann habe ich einen Blutfleck auf dem weißen Stoff. Könnt Ihr das nachvollziehen?

Irgendwann zog ich dann tatsächlich dünne Handschuhe an.


Tja. Jetzt ist er breit und hat die Maße 1,85 x 1,60 m ohne Binding und ohne Quiltarbeit, das erledige ich teilweise heute.

Ich finde ihn mit dem gewünschten roten Rand fabelhaft, guckt mal.


Die Verbreiterung schadet ihm in keinster Weise, wie ich finde. So, jetzt muß ich aber los, es gibt viel zu tun.


Kommentare:

  1. oh nein! Die vielen Stunden auf dem Tisch, eine Qual für den Quilt und den Hund der einsam auf seiner Couch wachen mußte seufz...Gut das Du Nana bist ;-) und das alles retten konntest..heut gibts Karbneval im TV, da kannste ja dann hocke und stichele *kopf einzieh und mich davon schleich ;-)

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    1. Da flog auch was... aber knapp verfehlt ;-)

      Ich versuche heute die Quiltarbeit zu erledigen und vielleicht ein bisschen mehr.

      Nana

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  2. So einen Schreckmoment braucht man wirklich nicht.Aber irgendwie gefällt er mir mit dem roten Rand noch besser.Das Quilten ist für dich ja nun ein Klacks, aber dann wieder die vielen Meter Binding.....dazu wünsche ich dir ein gutes TV-Programm.
    LG Elke

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    1. Mir gefällt er so auch besser, obwohl der Weg dahin schrecklich war.

      Nana

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  3. Da kann ich deinen Schreck nachvollziehen. Gut, dass du ihn retten kannst. 👍Du schaffst das!!! Die ersten neuen Bilder sehen prima aus.
    Winkegrüße Larissa

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    1. Nun ja, das Retten hättet Ihr auch alle gekonnt, sich aber so zu vermessen oder das ein Quilt so eingeht durch Quiltarbeit (eher unwahrscheinlich)...

      Nana

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  4. Liebe Nana,
    die Sorgen kann ich mir sehr gut vorstellen. Das ist ein großer Schreck und eine wahnsinnige Arbeit mit dem Trennen. Klasse, dass Du es mit Geduld so gut geschafft hast. Der rote Rand sieht super aus. Eine gute Idee. Viel Glück beim Fertigstellen.
    Liebe Grüße
    Monika

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    1. Das Trennen und überhaupt alles war schrecklich, immer die Angst im Nacken, daß es nicht klappt.

      Nana

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  5. Mir gefällt die rote Verbreiterung unheimlich gut, wobei, du hast mein volles Mitgefühl, was für ein Streß!
    Liebe Grüße
    Steffi

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    1. Mir gefällt sie auch unheimlich gut.

      Nana

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  6. wie das tapfere Schneiderlein, das saß auch immer auf dem Tisch im Schneidersitz!
    LG
    KATRIN W.

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    1. Von den Schneidern habe ich es mir ja auch abgeguckt.

      Nana

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  7. Das kann ich aber sehr gut nachfühlen, da hätte ich auch die ganze Nacht gegrübelt. So etwas passiert leider, man wird abgelenkt, ist dadurch unkonzentriert usw. Es bedeutet nur so viel mehr Arbeit, was einen selbst am meisten ärgert. Ist aber super geworden!!!!!!
    LG Eva

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    1. Vielleicht hatte ich auch mal einen Zahlendreher drin und schrieb anstatt 1,46 dann 1,64 auf. Ich weiß es auch nicht, es ist eben so geschehen. Das stimmt, es ist enorm viel Arbeit und zwei Tage umsonst, arbeitsintensive Tage!

      Nana

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  8. Ach herje! Das ist ja der Oberschreck, das hat dir ja einiges abverlangt. Kann ich nachvollziehen, wenn man sich allerdings dazu durchgerungen hat, geht alles seinen Weg. Die erste Ausgabe war schon wunderschön, doch der rote Rand macht ihn noch einen Tick vollendeter. Der rote Rand bringt den finalen Abschluss. Jetzt hast du es bald geschafft, und dann ... musst du dir was ganz Tolles gönnen! Versprochen?
    LG eSTe

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    1. Ich bin selbst schon am überlegen, was ich direkt danach für mich machen werde, der nächste Auftrag liegt schon hier.... Das Durchringen ging, ich erlaubte mir nicht es aufzuschieben, weil ich weiß, daß es dadurch immer schlimmer und nie besser wird.

      Nana

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  9. Ach du Schreck. Aber da steckt tiefer Sinn hinter. Mit dem roten Rand gewinnt er nicht nur an Grösse. Super geworden. LG Carola

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  10. Ach du Schreck. Aber da steckt tiefer Sinn hinter. Mit dem roten Rand gewinnt er nicht nur an Grösse. Super geworden. LG Carola

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    1. Meinst Du echt? Es wäre schön, wenn es einen tieferen Sinn dahinter gibt. Mindestens aber dieser, daß ich weiß, wie man verbreitert, obwohl schon alles angeschnitten ist.

      Nana

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  11. Liebe nana,
    oh je, so ein Stress. Ich mag mir deine Sorgen gar nicht vorstellen, aber jetzt mit dem roten Rand hast du eine schöne Lösung gefunden.
    Liebe Grüße
    Beate

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    1. Julia hatte einen roten Rand gewollt, mir waren beide Farben gleich recht.

      Nana

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  12. Liebe Nana,
    ach, da tust Du mir noch im Nachhinein leid! Das ist ein Schreck, den man nicht braucht... aber wie schon von den Vorgängern bemerkt: der Quilt gewinnt durch den breiten roten Rand. Hoffentlich kriegst Du den Fleeceansatz hinten schön platt. Soll ich Dir was sagen? Ich musste bei meinem Frauenrechtsquilt auch eine Seite anstückeln, weil der Rand am Ende viel breiter wurde als vormals geplant und Vlies und Rückseite zu knapp bemessen waren. "grrr" - das hält auf und nervt! Gutes Gelingen für das Randquilting!#
    Valomea

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    1. Wenn einem das passiert ist es schon schlimm, passiert es bei einem Auftrag, grenzt es an ein Desaster (gefühlt). Der Flanell hat wunderbar mitgemacht und überhaupt bin ich bislang zufrieden.

      Nana

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  13. Albtraum!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Ich bewundere Deine Konsequenz und Durchhaltevermögen, liebe Nana- ich wäre tot umgefallen vor Schreck:)))
    Und das! bei einem Kundenauftrag!!!!!
    Oh, Du Arme, Fleißige!!!, da warst Du aber wirklich das tapferste Schneiderlein, das ich kenne:)))
    Liebe Grüße- der Quilt ist ein Traum♥♥♥
    von Angela

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    1. Vielen Dank und ich war echt am verzweifeln und vor allem: wie konnte das passieren? Aber weißt Du was? Letztendlich ist es alles eine Sache der Einstellung. Gibt man auf? Verzweifelt man? Oder kann man hier noch was tun und wenn ja, was? Schafft man das? Hat man das Hirn dazu? Traut man es sich auch zu? Wäre es einfacher, auch die Quiltnähte zu trennen? Der Fehler liegt ja offensichtlich auf meiner Seite, also heißt es Kopf hoch und durch. Man scheitert vielleicht an anderen Dingen wie andere, aber Scheitern ist ein falsch-machen von Sachen, die anders eben besser gehen. Mit jedem Fehler oder Fehlversuch lerne ich und darüber freue ich mich letztendlich sehr. Mag sein, daß dafür vielleicht viel Stoff flöten geht oder auch das Ansehen leidet, aber man kann nur an sowas wachsen, nebst seinen Erfolgen, die Bestätigung bringen.

      Nana, die noch nicht durch ist mit dem Quilt.

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  14. Ja, Wahnsinn, das hast du ja prächtig hinbekommen. Ich bewundere deine Zauberkünste, denn der rote Streifen hat doch überall die gleiche Breite. Und an ein gequiltetes Teil wieder annähen: wahre Kunst. Und toll ist auch dein Durchhaltevermögen. Ich glaube, ich hätte das "Ding" in eine Ecke geknallt und dann wären da die Spuren meiner Wut verewigt. Bravo für das Rettungsmanöver meisterlicher Art.
    Liebe Grüße
    Barbara

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    1. Ich hätte auch gerne alles in die Ecke gepfeffert, glaub´s mir. Ich war voller Zorn und Enttäuschung, steckte voller Zweifel und Selbstzweifel und überhaupt war alles sehr doof. Aber okay, jammern tut mal gut, nützt aber keinem was. Da habe ich dann lieber die Jammerenergie in die Arbeit gesteckt.

      Nana

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  15. Mannomann, mit Muffensausen habe ich gelesen, ohohoho!!! Ich bin noch ganz in Wallung, obwohl Dein Post ja nun auch schon eine Weile her ist. Ich werde mich beruhigen, Du Künstlerin, Dir ist es ja erst recht gelungen und mit Stress und dann kühlem Kopf, ey Nana! Du hast es hingekriegt und ich habe wirklich großen Respekt!!!! Puh, ich muss mich erst mal einkriegen, ich würde niemals für Kunden arbeiten wollen. Aber das ist egal. Ohohohoh, Nana, Du bist eine Superquilterin. Lieben Gruss von verzückter und aufgeregter Cosmee

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    1. Die andere große Frage war: wie gehe ich mit dem Problem im allgemeinen um? Soll ich darüber schreiben? Nun ja, wer gibt schon gerne ein Top oder einen Auftrag an jemanden, der sich so krass vermisst? Auf der anderen Seite misslingen uns allen täglich irgendwelche Dinge und im Nähzimmer ganz besonders oft und dann fühlt man sich unglaublich schlecht, oder nicht? Die anderen aber auch und ich sehe es in meinen Kursen... sagte Eine: "Ich habe Angst vorm Quilten!", nicken alle anderen auch und stimmen ein, aber Eine muß es zuerst sagen. Und vielleicht hat irgendwann mal eine Patchworkerin das gleiche oder ein ähnliches Problem und dann weiß sie, daß es bei mir auch so ist/war und das man den Kopf nicht hängen lassen darf. Obwohl ich gerne gesagt hätte: "Kann nicht jemand anderes das Teil retten???"

      Nana

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  16. Ende gut, alles gut. Aber der Weg bis dahin - da beneide ich dich nicht. Übrigens gefällt mir der Quilt auch sehr gut.

    Herzlichst, Petruschka

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    1. Ja, der Quilt hat definitiv dazu gewonnen, er ist mit rotem Rand schön.

      Nana

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  17. Liebe Nana, ich konnte fast nicht fertig lesen, so schlimm fand ich das jetzt. Ach hätte Julia doch dem kleineren zugestimmt, jetzt hattest Du so viel Trennarbeit, das tut mir voll leid.
    So oder so, in beiden Varianten ist der Quilt wunderschön.
    glg Susanne

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    1. Anfangs wünschte ich mir auch, sie hätte zugestimmt. Er war einfach ein wunderbares Stück Quilt, genau so wie er war. Aber eben zu klein, ihrerseits einen Kompromiss einzugehen hätte mir auch kein gutes Gewissen besorgt, also was soll´s, ist ja eh meine Schuld gewesen.

      Nana

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  18. Du meine Güte! Ich hätte mich heulend vergraben und wäre ganz sicher nicht an einem Tag fertig geworden! Ich glaube, ich hätte ihn eher nochmal neu genäht, als das Binding wieder abzufummeln und mühsam außenherum anzustückeln.
    Ich mag den Quilt mit dem Rand auch leiden, ich bewundere dich für deine Beharrlichkeit!

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    1. Das wäre auch eine Lösung gewesen. Und die Moral von der Geschicht´? Lieber zweimal oder dreimal nachmessen.

      Nana

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  19. I am amazed at how much it has shrunk, what a chore having to remove the binding no wonder there was no blog from you but you have now got it sorted well done

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    1. I wonder if it shrunk that much or if I just had a figurechange, instead of writing down 1,46 I probably wrote down 1,64. That´s the only acceptable idea I can find.

      Nana

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  20. Liebe Nana,

    das mit dem Stechen und dem Blut, wer kennt das nicht? Also, ich gebe es zu, ich spucke umgehend auf die Stelle, hinterher wasche ich es aus mit kaltem Wasser!!! Allerdings mache ich keine Quilts zum Verkaufen.... und jeder Quilt wird vorher gewaschen, bevor ich ihn verschenke oder behalte. Aber Blutflecke, die lange einwirken sind kaum zu beheben.
    Toll dein Rot-Weißer, wirklich schön!
    Liebe Grüße!
    Gabrielle

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    1. Ich habe noch nie einen Auftragsquilt komplett gemacht, die beiden sind die ersten. Blutflecken hatte ich noch nie, aber jetzt bei weiß wäre es schon echt krass.

      Nana

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Zeit ist kostbar - meine und auch Deine - und so danke ich Dir herzlich für Deinen Kommentar und daß Du Dir die Zeit für mich genommen hast.

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